Sugar Daddy – oder?

Noch hat er keinen Namen. Aber das kann sich ja schnell ändern, wenn Ihr uns dabei helft. Seine Mutter ist Alberta, die ihrerseits die Tochter des seinerzeit einzigen Cuttinghengstes in Namibia ist – Poco King. Sein Vater ist Tatanka der Sohn von meiner Cheyenne, die ihrerseits die Tochter des Quarterhengstes Sugar Hazer Burner ist. Da wir unseren Fohlen gerne Namen geben, die einen Zusammenhang haben, könnte er ja Sugar Daddy heißen. Zu süß? Sugar King ginge ja vielleicht auch. Wenn Ihr bessere Ideen habt – nur zu!

Weitere Hilfestellungen? Er hat besonders lange Beine und sein Kopf ist auch nicht gerade klein für ein Fohlen. Noch ein paar Bilder als Anregung:

Und zum Schluss noch ein Bild der ersten Lebensminuten von, ja von wem? Wie soll er nun heißen? Er war übrigens schneller auf den Beinen als andere Fohlen unmittelbar nach der Geburt.

 

 

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Was so zu tun ist

Corona hat das Farmleben verändert – vor allem, wenn man eine Gästefarm ist wie Gross-Okandjou und die Gäste nach wie vor ausbleiben. Dabei könnten sie kommen. Namibia ist offen für Touristen, die Fallzahlen sind gesunken, es ist kein Risikogebiet mehr und Flieger gibt es auch wieder. Also was hält Euch noch auf? Ich vermute mal, die Sorge nicht problemlos wieder zurück in die Heimat zu kommen oder dort dann in Quarantäne zu müssen. Wäre aber eigentlich widersinnig. Gäste die nach Namibia kommen, müssen lediglich einen höchstens 72 Stunden alten negativen Coronatest vorweisen. So etwas sollte Deutschland doch allemal auch reichen. Die Chance, gesund von Namibia aus wieder zurück in die Heimat zu kommen ist im Moment um ein Vielfaches wahrscheinlicher als umgekehrt.

Das musste ich mal loswerden, obwohl ich eigentlich am Beispiel von Nieke zeigen wollte, was so zu tun ist auf Gross-Okandjou  ohne Gäste.

Brezeln backen z.B., die immer professioneller werden und auf dem Markt in Omaruru weggehen wie warme Semmeln (Brezeln natürlich!). Warm sind sie dann nicht mehr. Von der Farm nach Omaruru sind es immerhin 30 Kilometer. Aber es sind ja nicht nur die leckeren Brezeln, auf die jede schwäbischen Hausfrau stolz wäre, sondern auch noch die anderen Farmprodukte von Mama, die Schnatterliese Nieke wortreich anpreist.

Ja und wenn man dann schon mal in der Stadt/im Dorf ist, kann man ja auch schnell einkaufen gehen. Schließlich kann man auch auf einer Farm nicht Alles selber herstellen. Corona hat dabei auch seine komischen Seiten.

Und die Hühner natürlich. Sie wachsen und gedeihen und fordern schon einen größeren Stall. Ein expandierendes Geschäft also, das aber leider die Unkosten einer Farm nie und nimmer decken kann.

Aber die Pferde – siehe oben – für die ist jetzt mehr Zeit als sonst. Davon profitieren die Pferde und letztlich auch unsere Reitgäste – wenn sie denn wieder kommen. Natürlich sind die Pferde auch sonst immer im Training, aber gerade der Nachwuchs kommt manchmal etwas zu kurz. Das ist jetzt anders. Unsere Gäste können sich auf einige neue, im Sinne des Natural Horsemanship gut ausgebildete junge Pferde aus unserer Nachzucht freuen.

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Namibia sicherer als Old Germany!

Es wurde auch höchste Zeit, dass das Auswärtige Amt in Berlin etwas genauer hinschaut. Nabelschau ist ja ganz schön und in Coronazeiten auch wichtig. Das darf aber den objektiven und fairen Blick auf den Rest der Welt nicht verdecken. Jetzt hat es Berlin endlich gemerkt, dass Afrika und besonders Namibia überraschend gut mit dem Virus umgehen. So war es nur folgerichtig, Namibia aus der Liste der Risikogebiete zu streichen. Wäre ja eigentlich auch etwas merkwürdig gewesen in einer Phase, in der Deutschland erheblich mehr coronabedingte Probleme hat als Namibia. Ein bisschen trägt Deutschland allerdings auch dazu bei, Namibia bei der Bekämpfung der Pandemie zu helfen. Mediziner und andere Fachleute sind vor einigen Tagen eingetroffen, um zu sehen, wo sie noch beistehen können. Sie werden aber sicher gleich gemerkt haben, dass es das Virus in diesem weiten und jetzt auch wieder warmen, ja heißen Land besonders schwer hat. Siehe oben – Namibia ist sicherer als Old Germany!

Warum schreibe ich das so ausführlich? Natürlich auch, um Euch Mut zu machen, Euren nächsten Jagd- und Reiturlaub nicht zu lange aufzuschieben. Wenn die Airlines wieder regelmäßig fliegen, steht dem nichts mehr im Wege. Touristen sind willkommen und haben keine Quarantäne zu befürchten. Und wenn? Die könnten sie auf Gross-Okandjou verbringen. Wir haben uns vorsichtshalber als Quarantänestation registrieren lassen. Und alle, die uns kennen, werden sicher sagen, ein paar Tage könne man es bei uns schon aushalten. Also – Ihr wisst, wo Ihr uns findet.

Für Diejenigen, bei denen Appetit und vielleicht gar Gedächtnis nachgelassen haben, noch ein paar Bilder für den Afrikanischen Traum.

 

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So sehen Sieger aus

Es war uns nie wichtig, an irgendwelchen Westernturnieren teilzunehmen. Mal abgesehen davon, dass das vor 20 Jahren als wir als Namibias 1. und einzige Westernriding Ranch anfingen, völlig undenkbar war. Westernreiten? Natural Horsemanship? Das waren in Namibia Fremdworte und blieben es auch viele Jahre. Deshalb gingen wir unseren eigenen Weg, auf dem wir auch Dank unseres deutschen Trainers Michel Hause immer sicherer wurden und uns schließlich emanzipierten. Schließlich geschah das, was wir immer gehofft hatten. Namibische Reiter entdeckten das Westernreiten, weil sie merkten – wenn auch verdammt spät – dass Namibia mit seinen Landschaften und seinen Rinderherden geradezu ein Paradies für diese Reitweise ist. Bald waren wir auch Gründungsmitglieder der AWESHA – der African Western Stock Horse Association – aber da wir keine Vereinsmeier und vom namibischen Ballungszentrum Windhoek zu weit entfernt sind, haben wir kaum die Chance wahrgenommen, an deren Aktivitäten teilzunehmen. Unser Schwerpunkt blieb und bleibt die Zucht und Ausbildung unserer Namibischen Westernpferde, mit denen wir unsere Reitpassion ausleben und  von denen vor allem unsere Gäste sicher und entspannt durch den afrikanischen Busch getragen werden.

Warum so viel Worte, die mit der Schlagzeile nichts zu tun haben? Weil wir eine Ausnahme gemacht haben – in diesem Falle Dank Corona. Aus Südafrika kam die Idee, eine virtuelle Western Competition auszurichten. Wir – in diesem Falle Alina und Junias – konnten also zu Hause bleiben und dennoch teilnehmen wie alle anderen Starter auch. Die Beiden sind siebenmal gestartet. Neben weiteren guten Platzierungen für Alina und Junias hat Junias die Ranch Riding Adult Novice bei 13 Teilnehmern mit Savannah gewonnen.

Alina hat in dieser Klasse den 7. Platz mit Speedy – dem kleinen Pferd von Nieke – belegt.

Junias dann noch einmal den 5. mit Omaha. In der Klasse Horsemanship Adult Novice gab es dann noch dreimal Grund zur Freude. Alina belegte hier mit Speedy bei 19 Teilnehmern den 4. Rang und Junias mit Valentino den 5. und mit Omaha den 6. Rang. Wenn man bedenkt, dass weder Pferde noch Reiter jemals an einem Turnier teilgenommen hatten, ist das eine tolle Leistung. Unsere Reiter und Pferde waren natürlich nicht die einzigen Namibianer, die erfolgreich waren. Die noch junge namibische Westernszene kann stolz sein. Schließlich haben mehrheitlich die Westernreiter aus Südafrika an diesem virtuellen Wettkampf teilgenommen. Dort gibt es seit vielen Jahren eine engagierte Westernreiterszene.

 

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Grün ist die Hoffnung

Und wenn es nur die Eier sind! Aber wessen Hühner legen schon grüne Eier? Unsere tun es und sind damit ein Teil unserer Strategie, nicht aufzugeben. So ein paar Eier – genau genommen 1 Hahn, 6 Hennen, 11 heranwachsende Hühner, 9 Küken und 12 Eier – halten natürlich eine Farm wie Gross-Okandjou nicht am Leben, aber sie sind ein Zeichen. Ein Zeichen, nach vorne zu schauen.

Wie ich unseren Laden kenne, werden sie zur Ernährung nicht viel bzw. gar nichts beitragen. Unsere Rinder essen wir ja auch nicht selber. Und die Eier?

Auch wenn sie grün sind, werden die Hennen solange drauf sitzen bleiben müssen, bis wieder Nachwuchs schlüpft. Grüner war bisher noch nicht dabei. Aber es ist neues Leben und wir freuen uns – ganz besonders natürlich Nieke.

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Frühling – ja aber…

Der Frühling lässt sich von Corona nicht vertreiben. Er kommt, wenn es soweit ist. Aber anders ist die Stimmung natürlich trotzdem. Vielleicht sogar positiver, auf jeden Fall intensiver als sonst. Es gibt so viele Augenblicke, Blicke und auch Einblicke und Einsichten, die man im Farmalltag als selbstverständlich nimmt, gar nicht hat oder gar nicht wahrnimmt. Ich will damit eigentlich nur sagen, dass es in Zeiten wie diesen – keine Touristen, keine Einnahmen – gut tut, sich das Gefühl für die schönen und einfachen Dinge bewahrt zu haben. Und davon gibt es auf einer Farm wie Gross-Okandjou glücklicherweise eine ganze Menge. Außerdem ist da ja auch noch die Hoffnung, dass es eine gute Regenzeit werden könnte.

Ein paar Schnappschüsse für´s Farmergemüt:

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In Zeiten wie diesen…

…muss man sich eben was einfallen lassen. Dort, wo Johannes und Hermann normalerweise das Wildfleisch wiegen, hängt jetzt ein Eimer Holz. Ja, was macht der denn da? Na, gewogen wird er. Holz ist zwar längst nicht so einträglich wie Fleisch, aber gefragt ist es auch. Normalerweise würden wir nie auf den Gedanken kommen, dieses phantastische Holz zu vermarkten. Wir sind selber froh, wenn wir es zum grillen im Veld zusammengesucht haben. Aber jetzt?! Schon in der “Stadt” Omaruru ist Holz seit eh und je knapp. Und schließlich wird ja nicht nur auf den Farmen gegrillt, wo Holz zu finden ist. Also, es gibt einen Markt für dieses Holz, das dem Fleisch ein einzigartiges Aroma verpasst. Erst haben wir gezögert, ob wir überhaupt genug Holz zum verkaufen haben. Wir sind aber in der glücklichen Lage, dass wir mehrere Riviere – also Trockenflüsse – auf der Farm haben, in deren Bereich Bäume wachsen, die uns immer wieder reichlich Totholz liefern. Einen Kameldornbaum zu diesem Zwecke zu fällen – auf diesen Gedanken kämen wir nie.

Wenn schon die Gäste zwangsläufig wegbleiben, muss man eben Ideen haben. Alina hat sie. Mit ihnen kann man zwar nicht monatelang Gross-Okandjou am Leben erhalten, aber sie sind ein Hoffnungsschimmer. Manche werden vielleicht sagen, das sei Beschäftigungstherapie. Es ist aber das Selbstverständlichste von der Farmwelt, dass man sich Gedanken darüber macht, womit man aus eigener Kraft einen Mehrwert schaffen kann, ohne der Umwelt zu schaden oder Resourcen zu verschwenden – siehe Holz! Essen geht immer, wenngleich die Coronalage die Vermarktung erschwert. Aber es gibt ja die Onlinemöglichkeit. Alinas Spezialitäten sehen nicht nur lecker aus, sie schmecken auch. Eigentlich kein Wunder, denn unsere Gäste haben sich noch nie über unsere Küche beklagt.

Wer jetzt meint, dass man dafür auch Zeit braucht, der hat Recht. Nicht Recht hat er, wenn er meint, dass man zu Coronazeiten ohne Gäste auf einer Farm wie der unsrigen ja sicher Zeit im Überfluss hat. Irrtum. Die Routinearbeit läuft auch ohne Gäste weiter – Rinder und Pferde betreuen und Zäune reparieren z.B. Leider aber auch Wilderern immer auf der Spur sein.

Da gibt es dann aber doch Arbeiten, die wie Beschäftigungstherapie anmuten. Im Januar hatte ich noch geschrieben, dass Niemand die Absicht hat, eine Mauer zu bauen. Und jetzt gibt es schon wieder eine. Dass darüber die Meinungen in unserer Familie auseinander gehen, muss man nicht verheimlichen. Auch bei unseren Gästen werden die Meinungen sicher unterschiedlich sein. Das Beste ist, sie machen sich selber ein Bild – sobald es wieder möglich ist. Ihr seht schon, wir buhlen um Gäste, um das schreckliche 2020 überwinden zu können.

Eines ist sicher – Nieke hat zumindest das Bauen der Mauer Spaß gemacht, und Hermann hat sich über die “tatkräftige” Hilfe gefreut.

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Großer Geist in schlechten Zeiten

Nagi Tanka – Großer Geist. Dieser indianische Name für unser neues Hengstfohlen schien uns angemessen. Kleingeistig können wir dieses Coronajahr nicht bewältigen. Großer Geist und unsere Pferde haben uns schon erfolgreich durch einige Krisenjahre getragen. So hart war es aber noch nie. Jetzt Ende August – normalerweise der beste Monat in unserer Saison – haben die letzten Gäste storniert. Was sollen sie auch machen? Obwohl Namibia zum 1. September den Internationalen Flughafen wieder öffnet, heißt es noch lange nicht, dass die Fluggesellschaften ihren Betrieb wieder aufnehmen. Wenigstens so lange nicht, wie die deutsche Bundesregierung Namibia zum Risikogebiet erklärt. In diesem Falle kann man dem Außenministerium nur mehr Bereitschaft zur Differenzierung wünschen. Die Fallzahlen in Namibia steigen zwar bedenklich aber in überschaubaren Regionen. Zudem hat die hiesige Regierung Regelungen getroffen, die das Risiko für Touristen auf ein Minimum reduzieren. In einem so weiten und dünn besiedelten Land ist es für Gäste ein Leichtes, riskanten Kontakten aus dem Weg zu gehen. Die Gastgeber sind dabei behilflich und selber gewissenhaft bei der Einhaltung der Hygieneregeln. Wir auf Gross-Okandjou auch!

Dann wollen wir mal schauen, wie es weiter geht und Großer Geist uns dabei behilflich ist.

Tatanka – kleiner Büffel, so heißt sein Vater. Auch er ist ein Hoffnungsträger als einer unserer selbst gezogenen Deckhengste. Mit seinen bisher zwei Nachfahren sind wir unserem Ziel des Namibischen Westernpferdes  jetzt bereits in der vierten Generation wieder näher gekommen. Vielleicht haben wir es ja auch schon erreicht.

 

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Die Geister der Nacht

Es ist schon merkwürdig. Tagsüber haben wir ein Problem, Beute zu machen, um unsere Arbeiter mit Fleisch versorgen zu können und nachts scheint fast die ganze namibische Tierwelt auf den Läufen zu sein. Wie reimt sich das zusammen? Eine Erklärung ist einfach. Viele der Tierarten, die wir unten zeigen, sind ohnehin fast ausschließlich nachts aktiv. Und die anderen – Oryx und Kudu z.B.? Da liegt die Vermutung nahe, dass sie durch die zunehmende Wilderei übervorsichtig geworden sind, obwohl ja eigentlich auch nachts gewildert wird. Zudem muss man natürlich berücksichtigen, dass die Bilder der Kamerafallen während mehrerer Wochen entstanden sind. So ist es vielleicht auch nur ein scheinbarer Unterschied zwischen Tag und Nacht. Ihr seht schon, so richtig plausibel sind meine Erklärungsversuche nicht. Eines ist auf jeden Fall sicher – der  zum Teil dichte Busch bei uns macht das Jagen nicht einfach. Für einen richtigen Jäger allerdings ist das eine willkommene Herausforderung.

Wie dem auch sei, erfreut Euch einfach an den Geistern der Nacht.

Reviermarkierung und Botschaften

Er hat die Dürre zum Glück überlebt

Wenn überhaupt, sind Eland bei uns nur nachts unterwegs.

Die Schoten der Anabäume sind ein Leckerbissen für alle Pflanzenfresser.

Duiker oder Ducker, weil sie sich bei Gefahr sofort ducken. Ein Grund, warum man sie tagsüber selten sieht.

Die Falbkatze – sie ist die Mutter der meisten domestizierten Hauskatzen.

Ginsterkatze – auffallend der kleine spitze Kopf und der sehr buschige Schwanz.

Der Honigdachs immer in Aktion. Er fürchtet keinen Gegner.

Der Rotluchs – entfernter kleinerer Verwandter des europäischen Luchses.

Löffelhunde – sehr, sehr vorsichtig, weil kaum wehrhaft.

Das Erdferkel kommt nachts aus seinem Loch, das er als genialer Buddler gebaut hat. Viele andere Erdbewohner nutzen seine Vorarbeit gerne.

Der Erdwolf – auch er nimmt das fertige Zuhause des Erdferkels gerne an. Auch er ist sehr vorsichtig und ängstlich. Trotz des martialischen Namens ist er kein Räuber. Das würde mit seinem schwachen Gebiss auch nicht klappen. Er lebt hauptsächlich von Termiten und anderen Insekten. Leider wird er immer wieder mit einem Schakal verwechselt und geschossen.

Die Falbkatze hingegen ist ein Räuber, wenn auch ein kleiner. Flink und wachsam.

Das Stachelschwein wäre ein leckerer Happen wenn, ja wenn da nicht diese Stacheln wären. Die haben so manches Stachelschwein schon vor einem Leoparden geschützt.

Ein Duiker muss auch nachts wachsam sein, wenn er nicht zur Beute werden will.

Auf diesen beiden Bildern kann man deutlich den Unterschied zwischen Gepard (oben) und Leopard (unten) erkennen. Nicht? Du siehst nur Katzen mit vielen Flecken. Schau genau hin! Der Gepard ist schlanker und hat einen kleineren Kopf und schärfer abgesetzte Punkte. Eigentlich ist er sehr häufig auch tagsüber unterwegs im Gegensatz zum Leoparden.

Ja, was ist diesen Tieren da unten schon alles Böses nachgesagt worden? Räuber, Killer, Aasfresser. Kurz – eine Gefahr für die Umwelt und die Farmtiere. Stimmt, aber schlimmer als andere Beutegreifer sind sie auch nicht. Gefährliche Einzelgänger und wahllose Killer ist eines der Vorurteile. Jüngste Forschungen haben gezeigt, dass sie hingegen ein ausgeprägtes Sozialverhalten haben. Im Gegensatz zu der größeren Tüpfelhyäne jagt die Braune Hyäne, die auch Strandwolf genannt wird, nicht im Rudel und vornehmlich nachts. Sie jagt aber auch nur, um sich und ihre “Familie” zu ernähren. Wir Menschen tun das auch. Und sie sei ja so hässlich!!! Das ist ja nun wirklich Geschmackssache. Wenn dann höchstens hübschhässlich in  meinen Augen. Manchmal erinnert sie sogar an einen Hund. Bildet Euch einfach ein eigenes Urteil. Ihr seid unbefangen, weil sie Euch keine Kälber und Fohlen reißt.

Wenn Ihr mehr von diesen Verfemten  sehen wollt, dann schaut in den nächsten Tagen in unsere Galerie unter “Wildkamera”.

 

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Der ganz andere Juli

Keine Gäste, keine Einnahmen, Bewegungsbeschränkungen – das ist ein ganz anderer Juli auf Gross-Okandjou. Auch schon mal beschaulich, friedlich aber dennoch nie langweilig. Dafür sorgen schon die, die Beute machen wollen. Es sind die Zweibeinigen, die jetzt nicht nur wildern, um Kasse zu machen, sondern durch Corona auch in Not geraten sind. Und es sind die, die hier natürlich dazu gehören – die Vierbeinigen. Verluste schmerzen jeden Farmer – uns selbstverständlich auch. Für die Vierbeiner hatten wir immer Verständnis. Bei den Zweibeinern unterscheiden wir deutlich zwischen denen, die eben vor allem Kasse machen wollen und denen, die Hunger haben. Wilderei ist ein Verbrechen und nicht akzeptabel. Dennoch fragen wir uns gelegentlich, was wir machen würden, wenn unsere Familie Hunger leidet. Eine Gemsbokkeule lindert nicht die soziale Not in Namibia, aber sie hilft ein paar Tage. Zur Zeit allerdings haben wir selbst große Probleme, Beute zu machen. Unsere Arbeiter, die Anspruch auf ihre Fleischrationen haben, warten seit Wochen.

Man könnte beinahe den Eindruck haben, dass auch die Raubkatzen sich schwer tun, ihre normale Beute zu erjagen. Ein Leopard wagte sich dieser Tage bis auf wenige Meter in die Nähe des Farmhauses, und attackierte unsere jüngstes Fohlen Banana Gold in der Nacht.

Unerfahrenheit des Leoparden, Glück oder der Einsatz der Stute Caramella? Wir wissen es nicht genau. Auf jeden Fall ist Banana Gold mit ein paar tieferen Schrammen davon gekommen. Caramella ging es ebenso. Was für ihren Einsatz spricht.

Corona hat so Einiges durcheinander gebracht. Unsere Freundin Doris wollte uns wieder mal für einige Wochen bei der Betreuung unserer Gäste helfen. Aber welche Gäste? Es gibt ja keine Flieger, die sie hätten bringen können. Und keine Flieger, die wieder zurück nach Deutschland fliegen. So wurden aus Wochen Monate und es blieb genug Zeit zum entspannen. Doris hat es sich verdient. Sie war auch schon zu Zeiten bei uns, als Hochbetrieb war.

Und da hatten wir noch ein zweites “Coronaopfer” – Mona. Unsere Praktikantinnen bleiben normalerweise drei Monate. Aber auch für Mona gab es kein pünktliches Zurück. Die Pferde haben sich gefreut und wir natürlich auch – vor allem Nieke.

Schließlich gab es doch noch ein glückliches Ende. Beide Mädels – Doris und Mona – sind Mitte des Monats mit einer Sondermaschine heil in Deutschland angekommen. Wir hätten nichts dagegen gehabt, wenn sie noch länger geblieben wären.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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