So sehen Sieger aus

Es war uns nie wichtig, an irgendwelchen Westernturnieren teilzunehmen. Mal abgesehen davon, dass das vor 20 Jahren als wir als Namibias 1. und einzige Westernriding Ranch anfingen, völlig undenkbar war. Westernreiten? Natural Horsemanship? Das waren in Namibia Fremdworte und blieben es auch viele Jahre. Deshalb gingen wir unseren eigenen Weg, auf dem wir auch Dank unseres deutschen Trainers Michel Hause immer sicherer wurden und uns schließlich emanzipierten. Schließlich geschah das, was wir immer gehofft hatten. Namibische Reiter entdeckten das Westernreiten, weil sie merkten – wenn auch verdammt spät – dass Namibia mit seinen Landschaften und seinen Rinderherden geradezu ein Paradies für diese Reitweise ist. Bald waren wir auch Gründungsmitglieder der AWESHA – der African Western Stock Horse Association – aber da wir keine Vereinsmeier und vom namibischen Ballungszentrum Windhoek zu weit entfernt sind, haben wir kaum die Chance wahrgenommen, an deren Aktivitäten teilzunehmen. Unser Schwerpunkt blieb und bleibt die Zucht und Ausbildung unserer Namibischen Westernpferde, mit denen wir unsere Reitpassion ausleben und  von denen vor allem unsere Gäste sicher und entspannt durch den afrikanischen Busch getragen werden.

Warum so viel Worte, die mit der Schlagzeile nichts zu tun haben? Weil wir eine Ausnahme gemacht haben – in diesem Falle Dank Corona. Aus Südafrika kam die Idee, eine virtuelle Western Competition auszurichten. Wir – in diesem Falle Alina und Junias – konnten also zu Hause bleiben und dennoch teilnehmen wie alle anderen Starter auch. Die Beiden sind siebenmal gestartet. Neben weiteren guten Platzierungen für Alina und Junias hat Junias die Ranch Riding Adult Novice bei 13 Teilnehmern mit Savannah gewonnen.

Alina hat in dieser Klasse den 7. Platz mit Speedy – dem kleinen Pferd von Nieke – belegt.

Junias dann noch einmal den 5. mit Omaha. In der Klasse Horsemanship Adult Novice gab es dann noch dreimal Grund zur Freude. Alina belegte hier mit Speedy bei 19 Teilnehmern den 4. Rang und Junias mit Valentino den 5. und mit Omaha den 6. Rang. Wenn man bedenkt, dass weder Pferde noch Reiter jemals an einem Turnier teilgenommen hatten, ist das eine tolle Leistung. Unsere Reiter und Pferde waren natürlich nicht die einzigen Namibianer, die erfolgreich waren. Die noch junge namibische Westernszene kann stolz sein. Schließlich haben mehrheitlich die Westernreiter aus Südafrika an diesem virtuellen Wettkampf teilgenommen. Dort gibt es seit vielen Jahren eine engagierte Westernreiterszene.

 

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