Sanft, selbstbewusst und klug

Viel Elefant - wenig SchattenGuten AppetitJunger BulleWas geht dahinter vor?Elefant elegantElegantSanft, selbstbewusst und klug. Welcher Mensch wäre das nicht gerne? Elefanten sind es! Natürlich auch nicht alle. Ausnahmen bilden vor allem diejenigen, die nicht in einem intakten Sozialverband – also Herde oder Familie, wie man will – aufgewachsen sind. Sind die sozialen Bindungen zerstört, ist meistens der Mensch daran Schuld – falsche Umsiedlung, sinnloses Culling, Wilderei aber auch gut gemeinte Hilfsprogramme. Da in letzter Zeit immer häufiger Elefanten wieder in die seit Jahrzehnten elefantenfreien Farmgebiete ziehen, stehen die Farmer vor einem Dilemma. Sie können nicht wissen, mit was für einem Elefanten sie es zu tun haben. Müssen sie ihn fürchten oder können sie ihn gewähren lassen? Wo stammt er her? Ist er aus einem Wildgehege ausgebrochen oder hat er sich auf alten Pfaden im Norden auf den Weg gemacht. Man kann nun mal nicht in den dicken Schädel hineinschauen. Also genau beobachten! So geschehen im Hochfeldgebiet. Hier ist ein Elefant  durch mehrere Farmen gewandert, ohne auch nur eine Wasserstelle oder einen Zaun zu zerstören. Wie die beiden letzten Bilder zeigen, die übrigens von einer befreundeten Farmerfamilie stammen, hat er die Hindernisse sogar ausgesprochen elegant überwunden. Wie gesagt – sanft, selbstbewusst, klug und auch noch elegant. Ein bisschen viel auf einmal – für Menschen…

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Wenn´s hilft!

Straßenhobel im EinsatzJa, wir haben unsere Südostgrenze vernachlässigt. Das liegt in erster Linie daran, dass wir den Brackwasserposten wegen Wassermangels schon seit Jahren nicht mehr nutzen können. Weide wächst dort aber – vorausgesetzt es regnet genug – trotzdem. Bisher konnten wir dem Wild die Weide dort überlassen, weil wir noch nicht in Not waren. Aber für den Fall des Falles wussten wir bisher, dass wir eine Notweide haben – bisher! Da einige unserer Nachbarn nicht  so vorsichtig und nachhaltig beweiden wie wir, kamen sie zwangsläufig in dem jetzigen Dürrejahr in Bedrängnis. Die Lösung eines unserer Nachbarn: Er ließ einfach seine Rinder durch den Grenzzaun – manchmal schickte er sie sicher auch vorsätzlich – und freute sich über die lekker Kost für sein Vieh. Bemerkt haben wir das erst, als Nachbars Rinder plötzlich an unseren Wasserstellen auftauchten -. z.B. am Gemsbockposten oder auch am Ostendeposten. Trotz mehrfacher deutlicher Hinweise zeigte sich der Nachbar zwar einsichtig, dauerhaft gelöst hat er das Problem aber nicht. Um nun frühzeitig reagieren zu können, haben wir die zugewachsene Grenzpad freischieben lassen. Das wird uns die Kontrolle erleichtern. Aber nur das, denn Nachbars Rinder haben zu gut gelernt, wie der Grenzzaun zu überwinden ist. Jetzt ist es an uns, regelmäßige Kontrollfahrten zu machen. Zumindest das ist jetzt möglich. Vielleicht hilft´s ja.

 

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Goldstückchen lebt!

Leonarben im NackenLeobiss im NackenEs ist nach wie vor putzmunter – unser Goldstückchen. Goldstückchen? Wir haben das jüngste Hengstfohlen Nugget getauft. Wir dachten einfach, es passt. Er ist ein Schatz und könnte als Falbe später auch einen goldenen Schimmer bekommen. Glückspilz wäre auch nicht schlecht gewesen, denn vor gut drei Wochen sind er und zwei Kälber von einem Leoparden angefallen worden und leben alle Drei noch. Die drei Wochen sind deshalb von Bedeutung, weil die Inkubationszeit von Wundstarrkrampf, mit dem man bei Leopardenbissen immer rechnen muss, nach Aussagen der Tierärzte bis zu drei Wochen beträgt. Und die sind eben rum. Jetzt hoffen wir einfach, dass die Tierärzte auch Recht behalten und das Einzige, was zurück bleibt, die Bissnarben im Nacken sind. Wäre doch ein schöner Anfang für das Jahr 2014.

 

 

 

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Das könnte was werden

Nilgänse im JanuarFrischlinge im JanuarEs grünt so grün…..nein, so weit ist es noch nicht. Aber es könnte was werden. Die zwei Regen, die noch kurz vor Weihnachten niedergingen, kamen gerade im richtigen Moment, um zur Jahreswende einige Grashalme sprießen zu lassen. Viel ist es ja noch nicht, aber das Wild freut´s. Sogar die Nilgänse sind schon da. Jetzt unterstellen wir mal, dass sie mehr wissen als wir und ihr Instinkt ihnen sagt, dass unser Tierpostendamm bald voll sein wird. Schön wär´s!

 

 

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Stück für Stück

Noch ist ein bisschen Platz auf dem Dach des Wirtschaftsgebäudes. Stück für Stück haben wir die Solaranlage ausgebaut. Jetzt kamen noch einmal sechs Paneele dazu. Sie sollen sicherstellen, dass unser Kühlhaus mit voller Leistung laufen kann. Ganz sicher ist das im Moment aber noch nicht. Die Isolierung werden wir wohl verbessern müssen, damit nicht so viel Energie verloren geht. Wir kommen aber auf jeden Fall weiter und sind längst froh, dass wir an das offizielle Netz von Nampower nicht angeschlossen sind. Den Teuerungsraten von dort bist Du hilflos ausgeliefert und musst zudem noch hinnehmen, dass es immer mal wieder aus irgendwelchen afrikanischen Gründen Totalausfall gibt. Unseren Dieselgenerator müssen wir immer seltener anschmeißen. Das ist einer unserer Beiträge zum Schutz der Umwelt.

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Frohes Fest! Guten Rutsch!!!

Urkunde_AuszeichnungWeihnachtsgrüße 2013Gross-Okandjou wünscht Allen, die sich bei uns wohlgefühlt haben und sich vielleicht auch noch wohlfühlen werden, ein besinnliches, friedliches Weihnachtsfest. Endlich  wirklich mal ein paar Tage, in dem der alltägliche Trott keine Rolle spielt und Ihr wieder eine Idee davon bekommt, was wirklich wichtig ist. Wir haben´s da einfach, für uns ist nun einmal Regen wichtig, viel, viel Regen. Wir könnten Glück haben. Die Wetterfrösche sagen für die Weihnachtsfeiertage und auch schon vorher und nachher im Großraum Omaruru gute Niederschläge voraus. Wir werden sehen. Aber wie Farmer nun mal sind, fällt mir sofort ein, dass wir im vorigen Jahr auch ein tolles, feuchtes Weihnachtsgeschenk bekommen hatten. Und was kam danach? Eines der schlimmsten Dürrejahre in Namibia!

Euch – also vor allem unseren Gästen – ist es vielleicht gar nicht so klar, dass Ihr eine Menge dazu beigetragen habt, bisher glimpflich durch dieses trockene Jahr gekommen zu sein. Euer Obulus hat wesentlich dabei geholfen, Bohrlöcher reparieren zu lassen und Solarpumpen zu installieren, um nur zwei Beispiele zu nennen. Also habt Ihr auch einen Dank verdient! Ebenso wie für Eure Kommentare gegenüber unserer Agentur Pferd&Reiter, die dazu geführt haben, dass wir als das kundenfreundlichste Unternehmen der Saison 2012/13 ausgezeichnet wurden – und das bei über 170 Konkurrenten. Darauf sind wir stolz. So gesehen kann 2014 kaum besser werden – wenn man mal den Regen vergisst…

Bei uns ist es nun  einmal vor allem der Regen – die Basis des Lebens auf einer Farm in Namibia – bei Euch werden es ganz andere aber nicht minder wichtige Hoffnungen sein, die Ihr für 2014 habt. Wir von Gross-Okandjou wünschen Euch von Herzen, dass sich wenigstens ein Teil Eurer Hoffnungen realisiert – alle gehen nun mal nicht….

 

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Eine Fotosensation

Elefant kontra Hippo

Dieses Bild ist nun wahrlich eine Sensation. Und wieder nicht von uns gemacht! Der glückliche und offensichtlich auch gute Fotograf heißt Rian van Schalkwick. Normalerweise veröffentlichen wir ja tatsächlich nur Bilder von uns oder auch schon mal von unseren Gästen. Dieses Foto aber – aufgenommen in einem privaten namibischen Naturpark –  wollten wir Euch nun wirklich nicht vorenthalten. Sicher gibt es zu diesem Bild eine lange und interessante Geschichte. Eigentlich aber spricht es für sich.

Was ich dazu sagen kann, ist Folgendes:

Grundsätzlich ist es nicht ungewöhnlich, dass Elefanten so zur Sache gehen, auch wenn es selten passiert. Elefanten sind es nicht gewohnt und vertragen es nicht, wenn man sich ihnen in den Weg stellt bzw. einen Futterplatz oder eine Wasserstelle blockiert. Ich selber habe im Damaraland schon erlebt, dass ein Elefant an einer Rindertränke eine Kuh ähnlich behandelt hat. Die Kuh hat das übrigens nicht überlebt. Über dieses Hippo weiß ich nichts Entsprechendes. In letzter Zeit allerdings hört man immer wieder, dass Elefanten völlig überraschend ausrasten. Jüngste wissenschaftliche Untersuchungen haben zumindest eine plausible Erklärung dafür. Das im Grunde von Niemandem geliebte Culling – also das Töten kompletter Elefantenfamilien wegen Überpopulation in bestimmten Gebieten – hat oft nicht den gewünschten “Erfolg”. Tiere aus dem Sozialverbund können sich retten und sind im wahrsten Sinne des Wortes gestört. Besonders die jüngeren, die die gesamte Palette der Sozialerziehung noch nicht hinter sich haben. Diese Tiere neigen zu unerwarteter Aggression. Werden sie eingefangen, von Menschenhand betreut und dann wieder in die freie Natur oder einen Naturpark entlassen, kommt es vermehrt zu Zwischenfällen. Hinzu kommt, dass in einem Naturpark – und ist er noch so groß wie in Namibia oft der Fall – bereits Wildtiere wie z.B. dieses Hippo leben, deren Instinkte schon abgestumpft sind und Elefanten eben nicht mehr richtig einschätzen. Schließlich haben sie auch hier regelmäßig mit Menschen zu tun. Menschen, die es eigentlich gut meinen. Aber auch hier gilt eben wie so oft – das Gegenteil von gut ist gut gemeint.

Warum ich dieses Foto zweimal zeige?

Das untere Foto – also oberhalb dieses Textes – ist das Originalformat. Da stimmen die Proportionen von Elefant und Hippos. Die oberste Version musste ich etwas in die Breite ziehen, damit es in das Format des sog. Artikelbildes passt. Geht leider nicht anders.

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Ein Quantum Trost

Tierposten im Dezember 2013Neudamm im Dezember 2013Im DezemberSo ist es nun einmal bei uns. Manche Menschen kommen damit nicht klar. Uns gefällt es! Noch sorgen wir uns um das Leben unserer Kälber und unseres Hengstfohlens – das übrigens noch keinen Namen hat, vielleicht habt Ihr eine Idee – und schon gibt es plötzlich Hoffnung oder auch eine Art Trost. Der Dezember begann mit kräftigem Regen über mehrere Tage hinweg. Am Haus sind es bereits mehr als 60 Millimeter. Dieser Regen reicht für mehr, als nur die Gemüter zu beruhigen. Da wird Weide wachsen. Bis auf ein kleineres Rinnsal sind zwar noch keine Riviere gelaufen, aber die Löcher in unseren Dämmen halten bereits das Wasser. Der Boden konnte den Niederschlag also gar nicht mehr total aufnehmen. Wir rechnen mit grünen Weihnachten.

 

 

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Die dunkle Seite des Leoparden

LepoardBiss in den NackenEs ist erst ein paar Tage her, dass wir uns über die fast einmaligen Bilder “unseres” Leoparden gefreut haben. Und nun das – innerhalb einer Nacht hat er zwei Kälber und unser jüngstes Fohlen angefallen. Der leopardentypische Nackenbiss ist deutlich zu erkennen. Alle Drei haben bisher überlebt – bisher! Denn Verletzungen durch Leoparden sind meist tückisch, weil man mit Antibiotika zwar oft das Entzündungsrisiko in den Griff bekommt, nicht aber den Wundstarrkrampf, der eine Inkubationszeit von bis zu drei Wochen hat. Leoparden sind sehr häufig Träger dieser Infektion. Erstaunlich ist, dass er keines seiner drei Opfer hat töten können. Spuren am Tatort deuten darauf hin, dass die Kühe ihre Kälber beschützt haben. Das wäre ein weiterer Beleg dafür, dass wir richtig damit liegen, zumindest unsere Kühe nicht zu enthornen. Sie sind eindeutig selbstbewusster und mutiger. Jetzt müssen wir auf zwei Dinge warten – bricht der Wundstarrkrampf aus und sucht dieser Leopard weiter seine Beute bei Nutztieren? Im letzten Fall müssten wir wahrscheinlich leider doch überlegen, ob wir ihn davon final abhalten. Lieber wäre mir ein Deal mit ihm: Er lässt unsere Tiere in Ruhe und wir ihn am Leben. Da stecken wir in einem Dilemma, aus dem uns kein Tierfreund aus einem Streichelzoo heraushelfen kann. Hier das süße Fohlen und dort der prächtige Leopard! Da kommt man ins Schleudern – oder?!

 

 

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Glück muss man haben

LeopardLepoardLeopard am TPLepoardLeopard

Unsereins sitzt ewig auf der Lauer, um ihn endlich mal bei Tageslicht zu erwischen – den Geist der Dunkelheit. Wenn überhaupt, dann huscht er schnell vorbei oder duckt sich im hohen Gras. Die Bilder sind entsprechend. Und dann setzt sich eines Tages völlig unbedarft unser Reitgast Silvia aufs Pferd, trabt gemütlich zum Tierposten, hält einen angeregten Plausch mit den Mitreitern, schaut auf die ausgetrocknete Fläche des Damms und wird schon erwartet. Sie zückt wie selbstverständlich ihre kleine Digitalkamera und macht von einem Leoparden – unserem Leoparden! – die tollsten Bilder, die jemals auf Gross-Okandjou von diesem phantastischen Tier gemacht worden sind. Da bleibt einem die Spucke weg. Auch für Neid ist da kein Platz. Nur Freude über dieses einmalige Glück.

 

 

 

 

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