Fette Weide – fette Rinder

Ostende Mai 2014Darauf haben wir lange gewartet. Genügend Wasser, fette Weide, fette Rinder, fette (zu fette) Pferde. Die letzte Regensaison hatte uns Angst gemacht. Was tun mit Rindern und vor allem Pferden, wenn es nicht mehr reichen sollte. Dieser Druck ist jetzt weg. Und schon wird über die nächste Regenzeit nachgedacht. Wie es scheint aus gutem Grund, denn die Wetterfrösche prophezeien für das nächste Jahr wieder den El Nino-Effekt. Das bedeutet Dürre in Afrika und Überschwemmungen in Süd- und Mittelamerika. Klar, Wetterfrösche haben sich auch schon mal geirrt, wir aber werden trotzdem mit unserer Weide sparsam umgehen. Das wird uns durch ein Jahr Dürre bringen, vorausgesetzt, einer unserer Nachbarn treibt seine Rinder nicht wieder unerlaubt in unsere Reserveweide.

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Viel besser als erwartet

Tierposten April 2014Zufahrt gesperrt!Der Okandjou April 2014Kakadurivier April 2014Kakadurivier April 2014Gemsbockposten April 2014Nach Hause!April 2014Willkommen im April 2014April 2014Kein Halten mehrRegenstimmung 2014Kurz vor dem RegenDer Druck ist weg! Es hat noch besser geregnet, als wir zu hoffen wagten. Hat der März schon deutlich gemacht, dass wir die Dürre überwunden haben, so hat der April noch das Sahnehäubchen geliefert. Am Haus haben wir jetzt etwas über 470 mm Niederschlag in dieser Saison gegenüber 150 mm im vorigen Jahr. Wasser überall reichlich mit Ausnahme vom Neudamm. Warum dieser Damm nicht mehr vollläuft, obwohl es hier und in seinem Einzugsgebiet besonders stark geregnet hat, bleibt weiterhin ein Rätsel. Sonst aber gibt es nichts zu meckern. Die Gräser wollen gar nicht aufhören zu wachsen und die Riviere laufen immer mal wieder. Der Okandjou jetzt zum fünften Mal – das ist Rekord – und das Kakadurivier bereits dreimal – ebenfalls Rekord nach meiner Erinnerung. 2011 hatten wir zwar über 600 mm Niederschlag, aber dieses Jahr steht dem in nichts nach. Die Riviere sind sogar häufiger gelaufen. Für den, der es noch nicht weiß: Je häufiger und stärker die Riviere laufen, desto besser für´s Grundwasser und damit auch für unsere Brunnen und Bohrlöcher. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich so eine gute Regensaison auf die Stimmung bei Mensch und Tier auswirkt.

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Der erste Badetag

Verkehrte WeltFeiglinge!BadetagDa kommen die Kälber!Auf ins Schwimmbad!Sie haben es eher gehört als wir – dass das Okandjourivier abgekommen ist. Wie kleine Kinder stürzen sie sich mit Volldampf in Richtung Fluten. Aber nur in Richtung – am Ufer waren die meisten Kälber dann schon zögerlicher. Wie neugierig und lebensfroh diese kleinen Biester sein können. Erwachsene Rinder nehmen so etwas eher mit stoischer Gelassenheit. Wir sind  nicht ganz so kindisch, auch nicht stoisch. Unsere Freude ist riesengroß über dieses Schauspiel – glückliche Kälber und reichlich Wassernachschub.

Das Bild ganz oben zeigt entweder verkehrte Welt oder der Kleine hat sich  beim Badeausflug die Blase verkühlt.

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Nicht Jedermanns Sache

Sando in seinem ElementWie die Menschen reagieren natürlich auch die Hunde unterschiedlich auf Nässe. Berta ist sehr skeptisch und zurückhaltend. Wohingegen Sando keine Gelegenheit auslässt, sich abzukühlen – und wenn es in einer Rindertränke ist.

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Wundersame Erscheinungen

Stabheuschrecke"Hufeisenraupe"In Ermanglung des biologischen Namens nennen wir sie einfach Hufeisenraupe. Viel anders haben das die Missionare und Schutztruppler damals auch nicht gemacht, wenn sie ein Tier gesehen hatten, das ihnen unbekannt war, sie aber an irgendetwas erinnerte. Also für dieses eine Mal “Hufeisenraupe”. Gescheiter sind wir da schon bei diesem Science Fiction-Gebilde. Dabei handelt es sich eindeutig um den Kopf einer Stabheuschrecke. Das sieht doch jeder – oder? Das alles ist Getier, das nach einem guten Regen plötzlich vermehrt in Erscheinung tritt.

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Wenn sie durchkommen, dann…

Nugget April 2014Mückenspray am AbendJupiter April 2014Heike, Feuerstein, MückensprayFeuerstein April 2014Miss Cool April 2014Feuerstein und Little JoLittle Jo und FeuersteinWah-ta-Wah April 2014Noch sind sie total fit – Nugget und die anderen Fohlen dieses Jahrgangs. Jetzt hoffen wir natürlich, dass uns das Drama von 2011 erspart bleibt. Damals hatten wir den gesamten Fohlenjahrgang mit Ausnahme von Tosca und Speedy durch die Afrikanische Pferdesterbe verloren. Es begann Anfang April. Im Moment gibt es noch keine Anzeichen. In der Zwischenzeit hatten wir die Impfung von ganzjährig auf halbjährig umgestellt in der Hoffnung, dass es hilft. Sicher können wir nach wie vor nicht sein, weil sich bei der Verbesserung des Impfstoffes in den letzten drei Jahren nichts getan hat, obwohl es hoffnungsvolle Ansätze gab, die aber aufgegeben wurden. Es ist leider nach wie vor so, dass sich das teure Forschen für einen verbesserten Schutz offensichtlich nicht rechnet. Mit den paar Pferden im südlichen Afrika ist für die Pharmakonzerne kein Geld zu verdienen. Wir beruhigen unser Gewissen mit begleitenden Vorsichtsmaßnahmen wie Fiebermessen und Mückenspray. Nachts stellen wir die Fohlen zu den Kühen zur Ablenkung, weil die nachtaktive Überträgermücke angeblich lieber an die Kühe als an die Pferde geht. Das letzte Mal hatten wir aus dem reichhaltigen Angebot der Pharmaindustrie Mittel zur Stärkung des Immunsystems gespritzt. Geholfen hatte es nichts. Diesmal versuchen wir die homöopathische Variante. Nicht aus Überzeugung – aber was bleibt uns sonst?! Verluste haben wir bis heute – wie gesagt – keine gehabt. Das der Homöopathie im Moment schon zuzuschreiben, wäre allerdings leichtfertig.

Im Moment freuen wir uns einfach über die munteren Fohlen, die wirklich besonders gut gelungen sind – und drücken die Daumen. Vielleicht tut Ihr das einfach auch. Positives Denken hat ja wohl auch etwas mit Homöopathie zu tun.

 

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Einfach zu viel Kraft

Besser ohne HufeisenDoc Holiday und Bugs BunnySchlaraffenlandKraft durch GrünEs ist ja noch gar nicht so lange her, dass wir uns Sorgen um ihre Kondition gemacht haben. Die Dürre hatte auch bei unseren Pferden Spuren hinterlassen. Innerhalb einiger Wochen aber strotzen sie geradezu wieder vor Kraft und gerade die jungen Wallache müssen sie auch unbedingt ausprobieren. Was ihnen gut tut, tut auch uns natürlich gut – wenngleich wir das etwas anders ausdrücken.

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Es wird reichen!

Lenz im MärzregenEnde Februar 2014Die FlutwelleOkandjou März 2014Okandjou März 2014Tierposten März 2014Tierposten März 2014Tierposten März 2014RoundpenMittelposten März 2014Junias mit RuckzuckMärz 2014März 2014Diese Bilder sollten eigentlich für sich sprechen. Leider kann ich sie nicht mehr so in den Text einfügen, wie ich das noch vor einiger Zeit gewohnt war. Es geht bestimmt, aber ich bin zu blöd dafür. Aber wie heißt die alte Bauernweisheit – der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln. Der Farmer, der mit dem Neuland – wie die deutsche Kanzlerin das nennt – nicht richtig umgehen kann, hat zumindest fettes Gras. Dank guten Regens in den letzten Februartagen. Es wird also reichen. Im Januar noch war das eine bange Frage. Am Haus hatten wir jetzt insgesamt in dieser Saison über 350 mm Niederschlag, der Okandjou ist dreimal gelaufen – einmal davon sehr stark, wie die Bilder zeigen – das Kakadurivier ist gelaufen und ebenso der Kompaneno und das kleine Gemsbockrivier. Also nicht nur die Weide profitiert sondern auch das Grundwasser. Der Tierpostendamm wurde überraschend voll, so dass der Brunnen dort Nachschub bekommt. Wenn´s was zu nörgeln gibt, dann ist das der Neudamm. Der hat von allen Posten den meisten Niederschlag bekommen, der Damm aber ist nicht voll gelaufen.

Kenner Namibias wissen nur zu gut, wie nah hier Freud und Leid nebeneinander liegen. Der Freude über den guten Regen folgt sofort die Sorge um dessen negative Folgen. Die gibt es nämlich auch. Je mehr Regen desto höher das Risiko der Afrikanischen Pferdesterbe. Die Überträgermücke fühlt sich in feuchtwarmem Klima besonders wohl. Nicht weit von uns hat eine Farmerin bereits ein hochgezüchtetes Fohlen verloren. Es wäre gar nicht auszudenken – Nugget, Feuerstein, Watahwah, Little Jo, Savannah, Torro, Miss Cool, Jupiter. Sie alle wären gefährdet, weil sie noch keinen ausreichenden Impfschutz haben.

 

 

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Der ganz spezielle Regenschirm

OmayovaOmayovaTermitenhügel mit Omayova

OmayovaWenn er seinen Schirm öffnet, dann weißt Du, es hat geregnet. Der Omayova ist ein ganz spezieller Pilz. Er wächst nur, wenn es gut geregnet hat und das auch nur an wenigen Termitenhügeln. Er ist nicht nur eine Delikatesse sondern eben auch ein Glücksbringer. Er bricht über Nacht durch die fast zementharte Kruste des Termitenhügels – weiß der Teufel, wie diese empfindliche Pflanze das schafft – und strahlt Dich morgens in seinem reinsten Weiß an. Dieses Wunder der Natur, das eben auch noch hervorragend schmeckt, ist eine der Antworten auf die so oft gestellte Frage, was findest Du eigentlich so toll an diesem Durstland Namibia.

 

 

 

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Ob es wohl reichen wird?

Sando im NeudammOkandjou gerade gelaufenKameldornsperreSando reicht es – im Moment auf jeden Fall. Wir, unsere Pferde, unsere Rinder, unser Wild können zumindest auch Hoffnung schöpfen. Es hat geregnet! Nicht besonders viel – gut 240 Millimeter am Haus – auch  nicht flächendeckend, aber noch rechtzeitig, um optimistisch sein zu können. Der Okandjou ist schon zweimal bis in den Süden durch gelaufen und sogar das Kakadurivier ist abgekommen, wie das hier heißt. Das ist deswegen von so großer Bedeutung, weil es sehr selten läuft und ein wichtiges Bohrloch an seinem Ufer liegt. Jetzt, wenn ich das hier schreibe, merke ich, dass wir eigentlich doch schon ganz schön dankbar sein können, denn auch der Tierpostendamm hat wieder Wasser bekommen, so dass der Brunnen hier wohl weiterhin nutzbar sein wird. Da nimmt man dann gerne hin, dass der Neudamm aus unerfindlichen Gründen immer noch keinen Zulauf bekommen hat und der eine oder andere morsche Kameldornbaum genau dahin fällt, wo er im Wege ist. Und Kameldornholz ist hart und schwer…

Das mittlere Bild zeigt übrigens von links Emma, Sando und Millie. Die Hunde genießen die Kühle des noch feuchten Rivierbodens. Ein Bild vom abgekommenen Okandjou haben wir diesmal leider verpasst. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

 

 

 

 

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