Mehr Bogen als Regen

Dieser tolle Regenbogen Ende November könnte so etwas wie Licht am Ende des Tunnels sein – könnte… Immerhin freuen wir uns über 5,5 mm Niederschlag am Farmhaus und warten einfach weiter auf mehr. Weiter im Norden im Damaraland bei Kamanjab hat es schon ganz heftig gekracht – ebenso auch in Windhoek. Vielleicht wird´s ja was.

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Raus aus der Hitze!

Wie hieß das früher in Deutschland, wenn man aus den stickigen Städten ans Meer fuhr? Man ging in die Sommerfrische – an den Timmendorfer Strand, Sylt, Rügen. Wenn dieser Begriff Sommerfrische irgendwo immer noch seine ursprüngliche Bedeutung hat dann in Namibia. Raus aus der staubigen Hitze an die Atlantikküste nach Swakopmund! Wer das noch nicht erlebt hat, kann nicht nachvollziehen, was das für ein Kick ist. Der kalte Benguelastrom treibt seine kühle, erfrischende Brise an Land und weckt die vertrockneten Lebensgeister. Und dann frischer Fisch, kühler Wein und – wer´s mag – Austern direkt aus dem Meer. Den Blick in die Unendlichkeit nach Westen. Da irgendwo muss Rio de Janeiro sein. Sando tut so, als ob er wüsste, wovon ich rede.

Sando in der  Sommerfrische

Nur ein paar Meter vom Strand entfernt beginnen schon die riesigen Dünen. Sie sind immer noch so hoch wie früher. Aber steiler – oder? Auf jeden Fall anstrengender.

Dünen bei Swakop

Bereits hinter den Dünen die älteste Wüste auf Erden – die Namib. Dort, wo der Swakop River vor zwei Jahren wieder einmal das Meer erreichte, finden die Flamingos im Lagunenwasser ihr flüchtiges Paradies. Schon ein paar Kilometer weiter nach Osten ist sie wieder da – die staubige Hitze.

Flamingos

Flamingos bei Swakop

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Die kleinen Freuden

Das neue alte Komfortauto musste noch einmal in die Werkstatt, weil es plötzlich stotterte. Nichts Schlimmes, aber diesen Berg wäre es nicht hoch gekommen. Jetzt hat er es auf unsere schon fast mystische Granitplatte geschafft und schaut wie ich hoffnungsfroh gen Westen. Wir beide wissen, dass  es damit noch nicht getan ist, wenn er weitere 30 Jahre durchhalten soll. Zum Glück aber gibt es für dieses stabile Arbeitstier noch ebenso stabile Ersatzteile. Da haben´s Autos doch leichter. Grund genug, darauf ein Gläschen zu trinken.

Prost!

 

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Wird die Weide reichen?

Noch haben sie ihre Kraft, Dynamik und Lebensfreude. Wie lange aber wird das noch anhalten? Wann kommt der nächste Regen? Und wenn er kommt – wird er reichen für eine satte Weide? Der Monat November ist eigentlich der schwierigste Monat. Man sieht in einem Dürrejahr deutlich, wenn die Weide knapp wird. Und vor allem, man fängt schon an, ungeduldig zu werden, obwohl das eigentlich Unsinn ist. Wenn der gute Regen Ende Januar kommt, dann reicht das allemal. Aber weiß man´s? So quält man sich zwischen Zweifel und Hoffnung durch die langen Wochen und versucht, die Zeichen zu deuten. Sind z.B. viele Windhosen – und die gibt es zur Zeit – nun ein gutes oder schlechtes Zeichen für die kommende Regensaison? Kein Mensch weiß das, und es ist mit Sicherheit auch ohne Belang.

Windhose

Wenn das Wild und die Rinder der Nachbarn, für die Grenzzäune kein Hindernis mehr sind wegen des üppigeren Grases auf der anderen Seite, unsere nachhaltige Weideplanung nicht völlig über den Haufen schmeißen, werden wir es schaffen. Ja, wenn….

Staubiger Galopp

Noch in guter Kondition

So freuen wir uns einfach jetzt trotz Staub und Hitze über den guten Zustand unserer Rinder und Pferde. Wenn der nun eindeutig vom Menschen gemachte Klimawandel auch uns Farmer erreicht hat, fällt es allerdings schwer, die Launen der Natur einfach so demütig hinzunehmen.

Novemberstaub

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Stolze junge Dame

Wie schnell aus so einem zarten Fohlen ein stolzes kleines Pferd werden kann! Das Palominofohlen Miss Cool, auf das wir so lange gewartet haben, ist jetzt erst einige Wochen alt und steht schon voller Selbstbewusstsein im Leben. Das ist es, was wir wollen. Pferde, die keine Scheu zeigen, sich in der Nähe von Menschen wohl fühlen, sie aber gleichzeitig respektieren. So wie wir das umgekehrt ja auch tun. Ob Miss Cool dann auch ein gut reitbares namibisches Westernpferd wird, zeigt sich später. Ihre Gänge zumindest können sich schon sehen lassen.Schwungvolle Miss Cool

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Die Nacht ist sein Revier

Der Leopardenbestand hat sich offensichtlich bei uns stabilisiert. Sowohl am Tierposten als auch am Gemsbockposten haben unsere Wildkameras jeweils einen kräftigen Kuder eingefangen. Wenn man davon ausgeht, dass ein ausgewachsener Leopard etwa ein Revier von 5000 Hektar Größe hat, dann käme das auf Gross-Okandjou fast genau hin. Immer wieder allerdings entdecken wir auch jüngere bzw. schwächere Leoparden, die wir nicht so recht einzuschätzen wissen, einmal sogar in Gegenwart des kräftigen Kuders.

Zwei Leoparden

Sind es Weibchen, ist das zur Paarungszeit normal – aber nur dann. Ein ausgewachsener Leopard tötet in seinem Revier unerbittlich jeden Konkurrenten. Deswegen ist es nicht nur sinnlos sondern auch kontraproduktiv, einen Revierpascha auf der Höhe seiner Kraft zu schießen. Er sorgt für die Reduzierung der jüngeren und schwächeren, die bei ihm ohnehin keine Beute machen dürften und deshalb gerne Kälber, Fohlen, Schafe oder Ziegen reißen. Wir haben schon lange keine Verluste mehr bei unseren Nutztieren zu beklagen. Sehr wahrscheinlich weil wir schon seit Jahren keinen reifen Leoparden mehr geschossen haben. Geparden sind ein ganz anderes Thema aber ebenso schutzwürdig.

Hier noch eine Szene vom Gemsbockposten die zeigt, wie der hiesige Statthalter versucht, sich an ein Stachelschwein anzupirschen. Wie der Versuch ausgegangen ist, hat unsere Wildkamera leider nicht mehr festhalten können.

Leopard sucht Beute

Leopard sucht Beute

Leopard sucht Beute

Starkes Leopardenmännchen

Weitere aktuelle Bilder unserer Wildkameras findet ihr unter “Galerie” – “Wildkamera”.

Elandbulle

Hartebeestpaar

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Bono – das Hereromädchen

Wir hatten uns für sie interessiert, weil sie uns im Gegensatz zu den Männern durch ihre sanfte Reitweise aufgefallen war, und wir sie eventuell für unsere Westernriding Ranch gewinnen wollten. Aber Hereromädchen?

Bono Hererotag 2013

Innerhalb eines Jahres ist aus einer schüchternen kleinen Reiterin eine stolze, selbstbewusste junge Frau geworden. Ich hätte sie beinahe nicht wiedererkannt, wenn da nicht ihr Pferd gewesen wäre…

Bono Okt 2012

Bono und Reiter

Der neue Chef der Omaruru-Hereros – nach Christian Zerauas Tod – war so freundlich, uns mit Bono bekannt zu machen. So heißt die so lange gesuchte Reiterin. Ungefragt erfuhren wir sofort vom Häuptling, dass Bono die Enkelin eines deutschen Pastors sei und in Karibib lebe. Wir haben uns mit ihr verabredet, und sie wird uns in den nächsten Tagen auf Gross-Okandjou besuchen.

Verabredung mit Bono

Da auch für uns der Hererotag nicht nur aus Bono bestand, noch ein paar Eindrücke der bunten und im Vergleich zum Vorjahr recht disziplinierten Traditionsveranstaltung. Was diesmal allerdings besonders auffiel, war die geringe Zahl teilnehmender Frauen in ihrer sehr speziellen Tracht. Dafür sprangen offensichtlich die Kinder mit vollem Einsatz ein. Der Grund dafür wurde nicht offen ausgesprochen, aber man hörte durch, dass es wohl nach dem Tod von Christian Zeraua einige Streitereien um die rechtmäßige Nachfolge gibt und deshalb Einige fernblieben.

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

Hererotag 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ice und Miss Cool ganz cool

Im Mai 2012 ist unsere Cremello-Stute Ice zum ersten Mal von Dolorit gedeckt worden. Rechnen wir elf Monate hoch, hätte das Fohlen eigentlich schon im April zur Welt kommen können. Es kam aber nicht. Auch nicht im Juni, Juli oder August. Zwischendurch bekamen wir natürlich Zweifel, ob Ice überhaupt aufgenommen oder ihr Fohlen verloren hat. Wir blieben aber so cool wie Ice, die dann doch deutlich immer dicker wurde. Schließlich in der letzten Nacht im September war es dann doch so weit – ein süßes, kleines Palominostutfohlen begrüßte uns am nächsten Morgen.

Miss Cool und Ice

30. September 2013

Eigentlich hatten wir mit einem Falben gerechnet, weil dafür die Chance bei einer Paarung von Cremello und Braun besonders groß ist. Aber Miss Cool ist uns so genauso recht.

Miss Cool und Ice

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Schluss mit der Dieselpanscherei!

Jetzt hatte ich nun endgültig die Nase voll. Der Siff, der Gestank, der Krach und  die Panscherei mit Diesel für die Pumpenmotoren waren für mich als umweltbewussten Menschen schon immer ein Dorn im Auge. Aber um den heraus zu ziehen, braucht es eben auch ein bisschen Geld oder einen gnädigen Banker – oder einen Anlass, der dir sagt “jetzt oder nie”. So ein Anlass war ein weiteres Kapitel in dem Buch “Tücken der Technik”. Unser bisher zuverlässigster Pumpenmotor am Tierposten gab plötzlich den Geist auf. Seine Reparatur lohnte nicht mehr und ein neuer liegt in einer Preisklasse, die das Nachdenken über eine Solarpumpe geradezu provoziert. Betriebswirtschaftlich fing es an, sich zu rechnen. Ökologisch geht die Rechnung ja ohnehin auf. Also erhielt der Tierposten die erste Solarpumpe an einem Posten. Am Haus haben wir seit längerem eine und sind sehr zufrieden.

Solarpumpe Tierposten

Solar Tierposten

Solar Tierposten

Solar Tierposten

Und da ich nun einmal kein Freund von halben Sachen bin, bekamen der Mittelposten und der Kakaduposten auch gleich jeder eine Solarpumpe verpasst.

Solar Mittelposten

Solar Kakaduposten

Kaum installiert gingen die Anlagen sofort wunderbar geräuschlos in Betrieb. Das Plätschern des Wassers dominiert jetzt die Stille, nicht das Tuckern des Dieselmotors.

Solarwasser am PP

Für sehr traditionelle Farmer mag das ein Verlust sein. Für mich ist das ein eindeutiger Gewinn. Hinzu kommt, dass wir nicht ständig an die Posten fahren müssen, um Diesel nachzutanken

Sorgen muss man sich leider um möglichen Diebstahl machen. Solarpaneele sind sehr beliebt. In letzter Zeit mehr noch die Pumpen, weil die Paneelen im Preis deutlich gesunken sind. Also muss man Vorkehrungen treffen.

Diebstahlsicherung?

Der Stacheldraht z.B. wird wohl vor allem die Paviane abhalten, denn wer wirklich klauen will, findet immer einen Weg. Dieselmotoren von uns arbeiten auch schon illegal irgendwo anders. Jetzt aber freuen wir uns erst einmal über die umweltfreundliche Errungenschaft.

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Tücken der Technik

Wer kennt das nicht – das Murphy´sche Gesetz. In den letzten Wochen hat eine Technik nach der anderen den Geist aufgegeben – Autos, Motoren, Windpumpen – alles auf einmal. Mal abgesehen davon, dass die Reparaturen ein Heidengeld kosten, sind viele der Techniken auf einer Farm lebensnotwendig, müssen also sofort repariert werden. Das aber ist Wunschdenken. Einmal kommen die Ersatzteile nicht aus Südafrika, weil ein betrunkener Fahrer den Transporter auf die Seite gelegt hat. Ein Andermal kommt das Ersatzteil nach einigen Wochen, aber es ist das falsche. Oder der Handwerker – schließlich kannst Du nicht alles alleine machen – hat so viele Aufträge angenommen, dass er mit dem Vertrösten seiner potenziellen Kunden fast mehr zu tun hat als mit der Arbeit selber. Dabei afrikanische Gelassenheit zu bewahren, ist nicht immer leicht.

Neuer Pumpenzylinder

Beispiel Windmotor am Gemsbockposten. Hier fummeln wir schon ewig rum, weil einfach nicht genug Wasser kommt. Rohre raus, Rohre rein. Schließlich sollte ein neuer Pumpenzylinder die Lösung bringen. Also wieder Rohre raus und Rohre rein mit neuem Zylinder. Jetzt kam gar kein Wasser mehr. Rohre raus…. Der neue Zylinder war total verklebt mit einem Fett, das da nicht hingehörte und bewegte sich keinen Millimeter. Gereinigt und Rohre wieder rein. Jetzt kommt wieder Wasser aber auch nicht mehr als am Anfang der Prozedur. Für das Wild reicht es im Moment, für mehr aber auch nicht. Wie heißt es hier so schön, jetzt müssen wir einen neuen Plan machen.

 

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