Noch ein Schmusekätzchen

Junger LeopardDas SchlitzohrJung und neugierigGut getarntFlecktarnWir haben ja mindestens einen dieser Prachtkerle. Für andere sind sie Todfeinde. Für wieder andere Schmusekätzchen. Das aber ist ganz sicher die falsche Einstellung. Es sind nun einmal Raubtiere, Beutegreifer, Fleischfresser, die sich um sentimentale Vermenschlichung einen Kehricht scheren. Sie wollen nicht geliebt werden, sie wollen überleben. Und dann gibt es Menschen wie mich, die zumindest in diesem Punkt mit ihnen einig sind. Meint man es ernst damit, muss man mit ihnen auch teilen können. Wo da die Schmerzgrenze ist, muss jeder mit sich selbst ausmachen. Sie sind einfach schön und – zugegeben – wenn sie noch klein sind auch hübsch oder meinetwegen auch süß.

Die Bilder sind übrigens nicht bei uns sondern auf AiAiba entstanden – dem Zwischenziel unseres Erongotrails. Besonders interessant finde ich, wie sich die scheinbar kontrastreiche Fellfärbung im Gras verläuft. Ein Grund, warum man sie so selten sieht.

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Der König der Savanne

Scheinbare RuheGegner in Sicht?Immer unter StromGegen den WidersacherBulle und zwei DamenDie Reinlichkeit des SchweinsAus Eins mach ZweiEs ist immer wieder verblüffend, wie sich die beiden Wildarten ähneln – der afrikanische Kudu und der europäische Rothirsch. Besonders deutlich wird das in der Brunft. Platzhirsch, Beihirsch, Kahlwildrudel. Imponiergehabe und gelegentliche Kämpfe mit einem Herausforderer. Vorher Feisthirschrudel und Kahlwild mit ganz jungen Bullen. Nur röhren tun die Kudubullen leider nicht. Die oberen Bilder zeigen typische Szenen für diese Zeit. Die unteren wollte ich nicht unterschlagen, weil die Warzenschweine für mich nun einmal einen speziellen Reiz haben.

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Berta und das Ungeheuer

Kämpfer oder Kumpel?Einer ist coolerDoch lieber Attacke?Vorsichtige AnnäherungDrei UngeheuerGemsböcke und Kudus sind ihr lieber. Chamäleons dagegen sind hochgefährlich. Das weiß Berta wahrscheinlich, weil unsere afrikanischen Mitarbeiter einen Riesensatz machen, wenn sie einem begegnen. Chamäleons sind eben verhext. Wie sie schon laufen, und wie sie erst gucken! Und welche Farbe haben sie eigentlich. Beide Bestien haben die Begegnung übrigens überlebt. Die tatenlose schwarze Bestie im Hintergrund hat auch überlebt.

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Und das auf Gross-Okandjou!

Keine ÄhnlichkeitPoachy alleine draußenIch bitte um Nachsicht. Ich bin doch ein Rassist. Der Beweis ist Poachy. Ein Klipposox – eine Promenadenmischung, ein Straßenköter würde man auf deutsch sagen. Und das mir, der ich seit Jahrzehnten reinrassige Jagdhunde züchte. Um es kurz zu machen, Alina hat ihn angeschleppt. Nein, er ist ihr zugelaufen auf der Wilhelmstaler Pad und wollte nicht mehr von ihrer Seite weichen. Sein Name ist Programm -Poachy – Poacher, Wilderer. Diese Hunde werden von denjenigen, die uns im Moment besonders große Probleme bereiten, eingesetzt. Und ausgerechnet so einer auf dem Hof. Auch noch ein Rüde – wenn auch kastriert – wir wollten doch keine Rüden mehr.  Und überhaupt – eigentlich haben wir doch schon zu viele Hunde. Und noch mal “eigentlich” bräuchten wir eher noch einen Jagdhund und einen Wachhund und und und…. stattdessen ein Klipposox, ein Wilderer. Unsere Verabredung: Wenn er bei uns wildert, kommt er weg. Wenn er von selber wegbleibt, war das seine Entscheidung. Er wird aber nicht wegbleiben, weil er sich bei uns und vor allem bei Alina so wohl fühlt. Ich habe noch keinen Hund kennengelernt, der so dankbar dafür ist, dass er gut behandelt wird. Zudem ist er völlig aggressionsfrei und verträgt sich mit unseren anderen Hunden bestens und umgekehrt. Regelmäßiges Fressen, ein fester Schlafplatz und keine Gewalt sind wohl eine ganz neue Welt für ihn, die er genießt. Mal sehen, wie lange. Er ist ein Schleicher. Im Moment schleicht er sich in mein Herz. Es könnte sein, dass es mir leid täte, wenn er sich wieder für´s Wildern entscheidet.

Aber jetzt sage bitte trotzdem niemand, das er eine verblüffende Ähnlichkeit mit Sando hätte.

 

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Seltene Beute

Zwei am AnschussBerta zu schnellGefunden!Lob für gute ArbeitRobert und sein GnuUnser Freund Robert, mit dem ich nun schon seit über 40 Jahren zusammen jage, ist einer von dieser Jägersorte, die sich hinstellen kann, wo sie will, sie erwischt immer irgendetwas. Und das liegt nicht allein daran, dass er ein guter Schütze ist. Diesmal  hat er nicht nur interessante Beute gemacht, sondern auch eine amtliche Pflicht erfüllt. Die Beute ist ein Blue Wildebeestbulle oder auch Streifengnu,  und die amtliche Pflichterfüllung besteht darin, dass Gnus nur in ausbruchssicheren Wildgattern gehalten werden dürfen, weil sie Überträger von gefährlichen Rinderkrankheiten sein können. Werden sie auf Farmgebiet gesehen, müssen sie erlegt werden. Einem richtigen Jäger muss ich nicht sagen, dass es bei Robert keiner besonderen Überredungskunst bedurfte.

Robert – wie gesagt – ist ein guter Schütze. Diesem Ruf wurde er auch diesmal nach interessanter Pirsch gerecht, trotzdem flüchtete das Gnu mit einem zweiten Bullen zusammen in den Busch. Das Schusszeichen war aber eindeutig. Das nun war die Gelegenheit für die junge Teckelhündin Berta. Schließlich muss sie ja im Juni in Deutschland auch noch eine Schweißprüfung absolvieren. Man sollte denken, viel Wild, viel Jagd bedeutet auch viele Nachsuchen. Dem ist aber nicht so. Es wird relativ gut bei uns geschossen. So ist neben der Übung auf der Kunstfährte eine Naturfährte natürlich hochwillkommen.

Die Aufgabe war für Berta nicht allzu schwer. 200 Meter mit Schweiß in einem großen Bogen sollten schnell erledigt sein. Waren es auch, aber beinahe zu schnell. Berta ist immer noch zu dynamisch. Die Gesundfährte des gesunden Bullen hätte sie beinahe von der Fährte gelockt. Aber eben nur beinahe… Weil sie eben so dynamisch oder auch gierig ist, hat sie sich am Stück fast noch mehr gefreut als wir. Schließlich jagen wir ja auch schon einige Jahrzehnte länger als Berta.

 

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Sie wachsen und wachsen

Little Jo Feuerstein Jupiter TorroMachtprobeVertrauen zum MenschenNugget und Miss CoolSavannah und Wah-ta-wahDas Wichtigste vorweg:

Die gefährliche Zeit der Pferdesterbe ist überstanden und jetzt haben wir und vor allem unsere Pferde rund zehn Monate Ruhe. In diese Zeit fallen noch zwei zusätzliche Impfungen, die den Schutz gerade für die Fohlen noch verstärken. Zur Erinnerung: Einen hundertprozentigen Schutz gegen die Afrikanische Pferdesterbe gibt es trotz regelmäßiger Impfungen nicht. Diesmal kam uns offensichtlich das Wetter zu Hilfe. Es wäre ja beinahe ein Dürrejahr geworden, wenn es nicht auf den letzten Drücker noch geregnet hätte. Der Überträgermücke hat das anscheinend nicht gepasst. Die Nächte wurden früh kühl, sodass die schwüle Bodenfeuchte ausblieb. So ist das nun einmal in Namibia – es gibt trotz aller Dramatik auch immer eine gute Seite. Kein Regen, keine Pferdesterbe!

Jetzt können wir weiter optimistisch sein, dass unsere jüngste Generation gesund heranwächst und wir auf dem Weg zum Namibischen Westernpferd wieder einen Schritt voran kommen. Die vier Junghengste, die immer noch bei Dolorit stehen, machen uns viel Freude. Dem Dolorit allerdings weniger. Bei jeder günstigen Gelegenheit fordern sie ihn heraus – erst einer, dann zwei und dann alle. Sie merken offensichtlich, dass sie ihn in den Griff bekommen könnten. Er selbst zieht sich immer häufiger genervt zurück.

Aber da gibt es ja noch zwei weitere junge Kandidaten – den Falben Nugget und den kleinen Braunen Valentino – beide Söhne von Dolorit. Und nicht zu vergessen, es gibt auch Stutfohlen. Z.B. die beiden hellen Palominos Savannah und Miss Cool und die dunkelbraune Wah-ta-wah. Letztere ist die Tochter von Hotline und Dolorit. Eines ist jetzt schon zu erkennen – die Hoffnung, das Dolorit etwas mehr Muskelmasse in unsere Nachzucht bringt, scheint sich zu erfüllen.

 

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Was ist denn das schon wieder?

Vier Mann und ein OfenFlammenkuchenofenDer Mister und sein "Projekt"Vier Mann und ein großer Eisenwürfel. Und das Ding ist auch noch verdammt schwer. Das ist aber nicht das Problem. Erkläre mal einem Afrikaner, was ein Elsässischer Flammenkuchen ist, wie man ihn macht und wie lecker er ist. Wie man ihn macht, wussten ja wir nicht mal genau. Nach einiger Diskussion zwischen Experten für Milliepapp und Trockenfleisch stand das Teil wenigstens richtig. Dann begann unser Part. Unsere Diskussion dauerte noch etwas länger. Unterstützt durch WhatsApp-Kontakt mit Freunden im deutschen Südwesten, bei denen wir so einen handgemachten Ofen entdeckt hatten, konnten wir´s wagen. Kurz gesagt – die Generalprobe hatte noch Spielraum nach oben, lässt aber hoffen. Hier gehst Du eben nicht einfach zum Aldi oder Rewe und besorgst Dir die Rohlinge. Wir sind aber guter Dinge, dass wir unseren Gästen jetzt auch neben namibischen Spezialitäten eine elsässische anbieten können.

 

 

 

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Praxistest bestanden

Test bestandenMauerbau 2014Der neue SeeJetzt bau Du mal etwas,  von dem Du eigentlich keine Ahnung hast. Zyniker würden sagen, das passiert in Afrika täglich. Stimmt, aber genauso stimmt es, dass viele der Bauten entgegen aller statischen Erkenntnisse viele Stürme überstehen. Gedacht, getan! So hab ich mich im vorigen Jahr an den Bau eines Dammes gewagt. Ein bisschen was gelesen und recherchiert, wie man das als Journalist gelernt hat, und los ging´s. Planung perfekt aber bei der Bauaufsicht habe ich es etwas schleifen lassen. Mit anderen Worten – der Damm ist  krumm und der notwendige Bogen eher ein naturgewachsener Kiri. Dann kam der 8. April. Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Mauer aus Natursteinen so schnell einen Test bestehen muss. Normalerweise kommt dieses Rivier nur alle Jubeljahre ab. Wie die Bilder belegen, steht die Mauer noch, es hat sich ein kleiner See gebildet und der Ablauf zumindest an der rechten Seite hat auch funktioniert. An zwei Stellen ist die Mauer nicht ganz dicht und sie könnte auch nach rechts noch etwas verlängert werden. Das aber kriegen wir hin. Learning by doing. Ach ja, warum ich das Ding überhaupt gebaut habe. Einmal wegen der Optik und der Wasserfläche für das Wild. Wichtiger aber noch: Hinter der Mauer ist gleich der Pipelineposten, der deswegen so heißt, weil er sein Wasser von dem sensiblen Brunnen am Tierposten bekommt. Irgendeiner meiner Vorgänger hatte da ein Bohrloch geschlagen, das offensichtlich irgendwann versiegt ist. Vielleicht ist dort das Grundwasser wieder auffüllbar. Dann wäre der Pipelineposten kein Pipelineposten mehr und der Brunnen am Tierposten entlastet. Zukunftsmusik…

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Wunder dauern etwas länger

Das könnte reichenEs ist  vielleicht fünf Jahre her, da war der Damm am Tierposten dramatisch trocken. Das bedeutete damals und auch heute noch, dass der dortige Brunnen keinen Nachschub bekommt und zwei Posten mit zehn Weidekamps nicht nutzbar sind. Damals stand plötzlich im April zum Ende der Regenzeit eine riesige schwarze Wolke direkt über dem Damm und entlud sich mit Urgewalt. Daran musste ich denken, als es gestern über dem Tierposten wieder dunkler und dunkler wurde. Da der Brunnen heute in einem ähnlich beklagenswerten Zustand ist, sagte ich eher im Scherz, weißt Du noch damals vor fünf Jahren….Das muss jemand gehört haben, der mehr Einfluss hat als wir. Nicht einmal eine halbe Stunde später krachte es in genau der richtigen Richtung. Da Geschichte sich ja angeblich nicht wiederholt, dachte ich, lass mal krachen. Am nächsten Morgen fuhr ich trotzdem so schnell wie möglich dorthin und hatte mich vorsichtshalber schon auf eine Enttäuschung eingestellt. Und Geschichte wiederholt sich offensichtlich doch. Der Tierpostendamm hatte Wasser, richtig Wasser. Nicht so viel wie damals, aber doch ansehnlich. Das Sickerwasser könnte unseren Brunnen und damit die Weidenutzung retten. 57 mm Niederschlag in einer guten Stunde dort sind ja auch ein Wort. Am Haus waren es “nur” 24 mm und an Ostende tatsächlich nur 1 mm.

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Wie lange setzt er sich noch durch?

Alle VierTorro provoziert DoloritDolorit und die JunghengsteNoch dominiert DoloritJupiter und Little JoNoch hat er sie im Griff, aber sie werden aufmüpfig. So wie es aussieht, wird Dolorit einen schweren Stand haben, sich gegen unsere Nachwuchshengste auf Dauer durchzusetzen. Gelegentlich provozieren sie ihn jetzt schon so, dass er den Überblick verliert. Wer letztlich seine Rolle übernehmen wird, ist im Moment aber noch völlig offen. Alle fühlen sich in ihrem Flegelalter mächtig stark – Jupiter der Palominoschecke, Little Jo der Palomino, Torro der Fuchs und Feuerstein der Braune. Da die Weide noch rechtzeitig grün wurde, werden sie auf jeden Fall zum richtigen Zeitpunkt noch einen Eiweißschub bekommen. Auch wenn mindestens einer von ihnen unser Zuchthengst werden soll, gibt es prinzipiell kein Kraftfutter. Sie werden so stark, wie es die Natur ihnen genehmigt.

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