Grün ist die Hoffnung

Und wenn es nur die Eier sind! Aber wessen Hühner legen schon grüne Eier? Unsere tun es und sind damit ein Teil unserer Strategie, nicht aufzugeben. So ein paar Eier – genau genommen 1 Hahn, 6 Hennen, 11 heranwachsende Hühner, 9 Küken und 12 Eier – halten natürlich eine Farm wie Gross-Okandjou nicht am Leben, aber sie sind ein Zeichen. Ein Zeichen, nach vorne zu schauen.

Wie ich unseren Laden kenne, werden sie zur Ernährung nicht viel bzw. gar nichts beitragen. Unsere Rinder essen wir ja auch nicht selber. Und die Eier?

Auch wenn sie grün sind, werden die Hennen solange drauf sitzen bleiben müssen, bis wieder Nachwuchs schlüpft. Grüner war bisher noch nicht dabei. Aber es ist neues Leben und wir freuen uns – ganz besonders natürlich Nieke.

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Frühling – ja aber…

Der Frühling lässt sich von Corona nicht vertreiben. Er kommt, wenn es soweit ist. Aber anders ist die Stimmung natürlich trotzdem. Vielleicht sogar positiver, auf jeden Fall intensiver als sonst. Es gibt so viele Augenblicke, Blicke und auch Einblicke und Einsichten, die man im Farmalltag als selbstverständlich nimmt, gar nicht hat oder gar nicht wahrnimmt. Ich will damit eigentlich nur sagen, dass es in Zeiten wie diesen – keine Touristen, keine Einnahmen – gut tut, sich das Gefühl für die schönen und einfachen Dinge bewahrt zu haben. Und davon gibt es auf einer Farm wie Gross-Okandjou glücklicherweise eine ganze Menge. Außerdem ist da ja auch noch die Hoffnung, dass es eine gute Regenzeit werden könnte.

Ein paar Schnappschüsse für´s Farmergemüt:

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In Zeiten wie diesen…

…muss man sich eben was einfallen lassen. Dort, wo Johannes und Hermann normalerweise das Wildfleisch wiegen, hängt jetzt ein Eimer Holz. Ja, was macht der denn da? Na, gewogen wird er. Holz ist zwar längst nicht so einträglich wie Fleisch, aber gefragt ist es auch. Normalerweise würden wir nie auf den Gedanken kommen, dieses phantastische Holz zu vermarkten. Wir sind selber froh, wenn wir es zum grillen im Veld zusammengesucht haben. Aber jetzt?! Schon in der “Stadt” Omaruru ist Holz seit eh und je knapp. Und schließlich wird ja nicht nur auf den Farmen gegrillt, wo Holz zu finden ist. Also, es gibt einen Markt für dieses Holz, das dem Fleisch ein einzigartiges Aroma verpasst. Erst haben wir gezögert, ob wir überhaupt genug Holz zum verkaufen haben. Wir sind aber in der glücklichen Lage, dass wir mehrere Riviere – also Trockenflüsse – auf der Farm haben, in deren Bereich Bäume wachsen, die uns immer wieder reichlich Totholz liefern. Einen Kameldornbaum zu diesem Zwecke zu fällen – auf diesen Gedanken kämen wir nie.

Wenn schon die Gäste zwangsläufig wegbleiben, muss man eben Ideen haben. Alina hat sie. Mit ihnen kann man zwar nicht monatelang Gross-Okandjou am Leben erhalten, aber sie sind ein Hoffnungsschimmer. Manche werden vielleicht sagen, das sei Beschäftigungstherapie. Es ist aber das Selbstverständlichste von der Farmwelt, dass man sich Gedanken darüber macht, womit man aus eigener Kraft einen Mehrwert schaffen kann, ohne der Umwelt zu schaden oder Resourcen zu verschwenden – siehe Holz! Essen geht immer, wenngleich die Coronalage die Vermarktung erschwert. Aber es gibt ja die Onlinemöglichkeit. Alinas Spezialitäten sehen nicht nur lecker aus, sie schmecken auch. Eigentlich kein Wunder, denn unsere Gäste haben sich noch nie über unsere Küche beklagt.

Wer jetzt meint, dass man dafür auch Zeit braucht, der hat Recht. Nicht Recht hat er, wenn er meint, dass man zu Coronazeiten ohne Gäste auf einer Farm wie der unsrigen ja sicher Zeit im Überfluss hat. Irrtum. Die Routinearbeit läuft auch ohne Gäste weiter – Rinder und Pferde betreuen und Zäune reparieren z.B. Leider aber auch Wilderern immer auf der Spur sein.

Da gibt es dann aber doch Arbeiten, die wie Beschäftigungstherapie anmuten. Im Januar hatte ich noch geschrieben, dass Niemand die Absicht hat, eine Mauer zu bauen. Und jetzt gibt es schon wieder eine. Dass darüber die Meinungen in unserer Familie auseinander gehen, muss man nicht verheimlichen. Auch bei unseren Gästen werden die Meinungen sicher unterschiedlich sein. Das Beste ist, sie machen sich selber ein Bild – sobald es wieder möglich ist. Ihr seht schon, wir buhlen um Gäste, um das schreckliche 2020 überwinden zu können.

Eines ist sicher – Nieke hat zumindest das Bauen der Mauer Spaß gemacht, und Hermann hat sich über die “tatkräftige” Hilfe gefreut.

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Großer Geist in schlechten Zeiten

Nagi Tanka – Großer Geist. Dieser indianische Name für unser neues Hengstfohlen schien uns angemessen. Kleingeistig können wir dieses Coronajahr nicht bewältigen. Großer Geist und unsere Pferde haben uns schon erfolgreich durch einige Krisenjahre getragen. So hart war es aber noch nie. Jetzt Ende August – normalerweise der beste Monat in unserer Saison – haben die letzten Gäste storniert. Was sollen sie auch machen? Obwohl Namibia zum 1. September den Internationalen Flughafen wieder öffnet, heißt es noch lange nicht, dass die Fluggesellschaften ihren Betrieb wieder aufnehmen. Wenigstens so lange nicht, wie die deutsche Bundesregierung Namibia zum Risikogebiet erklärt. In diesem Falle kann man dem Außenministerium nur mehr Bereitschaft zur Differenzierung wünschen. Die Fallzahlen in Namibia steigen zwar bedenklich aber in überschaubaren Regionen. Zudem hat die hiesige Regierung Regelungen getroffen, die das Risiko für Touristen auf ein Minimum reduzieren. In einem so weiten und dünn besiedelten Land ist es für Gäste ein Leichtes, riskanten Kontakten aus dem Weg zu gehen. Die Gastgeber sind dabei behilflich und selber gewissenhaft bei der Einhaltung der Hygieneregeln. Wir auf Gross-Okandjou auch!

Dann wollen wir mal schauen, wie es weiter geht und Großer Geist uns dabei behilflich ist.

Tatanka – kleiner Büffel, so heißt sein Vater. Auch er ist ein Hoffnungsträger als einer unserer selbst gezogenen Deckhengste. Mit seinen bisher zwei Nachfahren sind wir unserem Ziel des Namibischen Westernpferdes  jetzt bereits in der vierten Generation wieder näher gekommen. Vielleicht haben wir es ja auch schon erreicht.

 

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Die Geister der Nacht

Es ist schon merkwürdig. Tagsüber haben wir ein Problem, Beute zu machen, um unsere Arbeiter mit Fleisch versorgen zu können und nachts scheint fast die ganze namibische Tierwelt auf den Läufen zu sein. Wie reimt sich das zusammen? Eine Erklärung ist einfach. Viele der Tierarten, die wir unten zeigen, sind ohnehin fast ausschließlich nachts aktiv. Und die anderen – Oryx und Kudu z.B.? Da liegt die Vermutung nahe, dass sie durch die zunehmende Wilderei übervorsichtig geworden sind, obwohl ja eigentlich auch nachts gewildert wird. Zudem muss man natürlich berücksichtigen, dass die Bilder der Kamerafallen während mehrerer Wochen entstanden sind. So ist es vielleicht auch nur ein scheinbarer Unterschied zwischen Tag und Nacht. Ihr seht schon, so richtig plausibel sind meine Erklärungsversuche nicht. Eines ist auf jeden Fall sicher – der  zum Teil dichte Busch bei uns macht das Jagen nicht einfach. Für einen richtigen Jäger allerdings ist das eine willkommene Herausforderung.

Wie dem auch sei, erfreut Euch einfach an den Geistern der Nacht.

Reviermarkierung und Botschaften

Er hat die Dürre zum Glück überlebt

Wenn überhaupt, sind Eland bei uns nur nachts unterwegs.

Die Schoten der Anabäume sind ein Leckerbissen für alle Pflanzenfresser.

Duiker oder Ducker, weil sie sich bei Gefahr sofort ducken. Ein Grund, warum man sie tagsüber selten sieht.

Die Falbkatze – sie ist die Mutter der meisten domestizierten Hauskatzen.

Ginsterkatze – auffallend der kleine spitze Kopf und der sehr buschige Schwanz.

Der Honigdachs immer in Aktion. Er fürchtet keinen Gegner.

Der Rotluchs – entfernter kleinerer Verwandter des europäischen Luchses.

Löffelhunde – sehr, sehr vorsichtig, weil kaum wehrhaft.

Das Erdferkel kommt nachts aus seinem Loch, das er als genialer Buddler gebaut hat. Viele andere Erdbewohner nutzen seine Vorarbeit gerne.

Der Erdwolf – auch er nimmt das fertige Zuhause des Erdferkels gerne an. Auch er ist sehr vorsichtig und ängstlich. Trotz des martialischen Namens ist er kein Räuber. Das würde mit seinem schwachen Gebiss auch nicht klappen. Er lebt hauptsächlich von Termiten und anderen Insekten. Leider wird er immer wieder mit einem Schakal verwechselt und geschossen.

Die Falbkatze hingegen ist ein Räuber, wenn auch ein kleiner. Flink und wachsam.

Das Stachelschwein wäre ein leckerer Happen wenn, ja wenn da nicht diese Stacheln wären. Die haben so manches Stachelschwein schon vor einem Leoparden geschützt.

Ein Duiker muss auch nachts wachsam sein, wenn er nicht zur Beute werden will.

Auf diesen beiden Bildern kann man deutlich den Unterschied zwischen Gepard (oben) und Leopard (unten) erkennen. Nicht? Du siehst nur Katzen mit vielen Flecken. Schau genau hin! Der Gepard ist schlanker und hat einen kleineren Kopf und schärfer abgesetzte Punkte. Eigentlich ist er sehr häufig auch tagsüber unterwegs im Gegensatz zum Leoparden.

Ja, was ist diesen Tieren da unten schon alles Böses nachgesagt worden? Räuber, Killer, Aasfresser. Kurz – eine Gefahr für die Umwelt und die Farmtiere. Stimmt, aber schlimmer als andere Beutegreifer sind sie auch nicht. Gefährliche Einzelgänger und wahllose Killer ist eines der Vorurteile. Jüngste Forschungen haben gezeigt, dass sie hingegen ein ausgeprägtes Sozialverhalten haben. Im Gegensatz zu der größeren Tüpfelhyäne jagt die Braune Hyäne, die auch Strandwolf genannt wird, nicht im Rudel und vornehmlich nachts. Sie jagt aber auch nur, um sich und ihre “Familie” zu ernähren. Wir Menschen tun das auch. Und sie sei ja so hässlich!!! Das ist ja nun wirklich Geschmackssache. Wenn dann höchstens hübschhässlich in  meinen Augen. Manchmal erinnert sie sogar an einen Hund. Bildet Euch einfach ein eigenes Urteil. Ihr seid unbefangen, weil sie Euch keine Kälber und Fohlen reißt.

Wenn Ihr mehr von diesen Verfemten  sehen wollt, dann schaut in den nächsten Tagen in unsere Galerie unter “Wildkamera”.

 

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Der ganz andere Juli

Keine Gäste, keine Einnahmen, Bewegungsbeschränkungen – das ist ein ganz anderer Juli auf Gross-Okandjou. Auch schon mal beschaulich, friedlich aber dennoch nie langweilig. Dafür sorgen schon die, die Beute machen wollen. Es sind die Zweibeinigen, die jetzt nicht nur wildern, um Kasse zu machen, sondern durch Corona auch in Not geraten sind. Und es sind die, die hier natürlich dazu gehören – die Vierbeinigen. Verluste schmerzen jeden Farmer – uns selbstverständlich auch. Für die Vierbeiner hatten wir immer Verständnis. Bei den Zweibeinern unterscheiden wir deutlich zwischen denen, die eben vor allem Kasse machen wollen und denen, die Hunger haben. Wilderei ist ein Verbrechen und nicht akzeptabel. Dennoch fragen wir uns gelegentlich, was wir machen würden, wenn unsere Familie Hunger leidet. Eine Gemsbokkeule lindert nicht die soziale Not in Namibia, aber sie hilft ein paar Tage. Zur Zeit allerdings haben wir selbst große Probleme, Beute zu machen. Unsere Arbeiter, die Anspruch auf ihre Fleischrationen haben, warten seit Wochen.

Man könnte beinahe den Eindruck haben, dass auch die Raubkatzen sich schwer tun, ihre normale Beute zu erjagen. Ein Leopard wagte sich dieser Tage bis auf wenige Meter in die Nähe des Farmhauses, und attackierte unsere jüngstes Fohlen Banana Gold in der Nacht.

Unerfahrenheit des Leoparden, Glück oder der Einsatz der Stute Caramella? Wir wissen es nicht genau. Auf jeden Fall ist Banana Gold mit ein paar tieferen Schrammen davon gekommen. Caramella ging es ebenso. Was für ihren Einsatz spricht.

Corona hat so Einiges durcheinander gebracht. Unsere Freundin Doris wollte uns wieder mal für einige Wochen bei der Betreuung unserer Gäste helfen. Aber welche Gäste? Es gibt ja keine Flieger, die sie hätten bringen können. Und keine Flieger, die wieder zurück nach Deutschland fliegen. So wurden aus Wochen Monate und es blieb genug Zeit zum entspannen. Doris hat es sich verdient. Sie war auch schon zu Zeiten bei uns, als Hochbetrieb war.

Und da hatten wir noch ein zweites “Coronaopfer” – Mona. Unsere Praktikantinnen bleiben normalerweise drei Monate. Aber auch für Mona gab es kein pünktliches Zurück. Die Pferde haben sich gefreut und wir natürlich auch – vor allem Nieke.

Schließlich gab es doch noch ein glückliches Ende. Beide Mädels – Doris und Mona – sind Mitte des Monats mit einer Sondermaschine heil in Deutschland angekommen. Wir hätten nichts dagegen gehabt, wenn sie noch länger geblieben wären.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ein Jäger und Gentleman

Es tut immer wieder weh, einen Hund zu verlieren. Vor allem wenn es ein so guter ist wie Sando. Aber was sag ich, sie waren alle gut und haben ihren Ehrenplatz verdient. Jetzt liegt er dort, wo er so oft geschnüffelt hat, wie wenn er sich Kraft von einem seiner Vorgänger – Birko – holen wollte. Was ihm gelungen ist. Er war Birko sehr ähnlich in seiner unbändigen Jagdpassion ebenso wie in seiner Gutmütigkeit. Wer ihn nicht ärgerte, den ärgerte er auch nicht. Im Gegenteil, dem begegnete er immer freudig ohne Argwohn. Jeder Hund, jedes Kind erlebte ihn als Kavalier. Das hinderte ihn nicht daran, Unterscheidungen zu treffen. In unser Schlafzimmer hätte niemand ungefragt kommen dürfen. Ein Jaghund im Schlafzimmer!? Ja, diese Ausnahme gönnen wir uns. Wir leben auf einer einsamen Farm und da ist es gut, wenn man rechtzeitig gewarnt wird. Unliebsame Überraschungen mögen wir nicht.

Wer Sando auf der Jagd erlebt hat weiß, wie wertvoll er da war. Wie viel Tonnen Wildbret hat er im Laufe seiner zwölf Jahre für uns auf der Nachsuche gefunden, die wir vielleicht ohne ihn nie gefunden hätten? Eigentlich ließ sein Körper – nicht seine Passion – erst in seinem letzten Jahr nach. Da hatte ich dann oft das Gefühl, dass er häufiger den Platz aufsuchte, an dem er jetzt liegt. Einbildung? Mag sein. Aber gesteht mir das einfach zu! Zu viel Gefühlsduselei für ein totes Tier? Auch das gesteht mir bitte zu.

Das ist übrigens das letzte Bild von Sando.

Eigentlich war er nie wirklich krank oder schwer verletzt, obwohl er einige Blessuren von Oryx, Warzenschweinen und vor allem von seinen Lieblingsfeinden den Pavianen davongetragen hat. Wenn er ein Mensch gewesen wäre, würde man wohl sagen, er hatte ein erfülltes Leben. Für all Diejenigen, die ihn nicht gekannt haben und für seine vielen zweibeinigen Freunde diese Bilder:

 

 

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Banana Gold

Vier Stuten hatten wir im letzten Jahr zu unserem Junghengst Tatanka gebracht – dem Sohn von Cheyenne und Moonlight. Es waren Alberta, Mica, Okuroro und Caramella. Letztere hat nun Anfang des Monats ein wunderschönes Hengstfohlen zur Welt gebracht – Banana Gold! Passt doch irgendwie der Name. Jetzt warten wir auf die drei anderen und hoffen, dass wir mit ihnen wieder einen Schritt näher an unser Ziel kommen: Der Zucht des Namibischen Westernpferdes. Natürlich sind wir neugierig darauf zu sehen, ob wir bei den Paarungen den richtigen Riecher hatten. Die namibischen Farmpferde, die uns als Zuchtbasis dienen, bringen zwar viele Eigenschaften mit, die man von einem Westernpferd erwartet, aber wir wissen natürlich nicht genau, ob die sich züchterisch auch durchsetzen und was für Blut genau in ihnen steckt. Deswegen schauen wir gerade bei der Auswahl der Hengste darauf, dass sie Blut von Rassen führen, die gemeinhin als Westernpferde gelten – Quarterhorse oder Appaloosa z.B. Einfach ist das nicht, weil es in den Anfangsjahren unserer Zucht in Namibia kaum Pferde dieser Rassen gab. Wir können uns allerdings als 1. Westernriding Ranch in Namibia auf die Fahnen schreiben, dass wir mitgeholfen haben, das Westernreiten so langsam populär zu machen. Und damit auch das Interesse an den einschlägigen Rassen geweckt wurde. Tatanka hat übrigens Quarterhorseblut und sein Vater ist ein sogenanntes Boerperd – eine südafrikanische Rasse, die sehr viel Ähnlichkeit mit Quarterhorses hat.

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Der Hahn, der Hahn und nicht die Henne…

Was haben diese Bilder mit Hähnen und Hühnern zu tun? Natürlich nichts! Das kommt später. Wir wollten nur mal zeigen, wie gewissenhaft die Mitarbeiter von Gross-Okandjou mit den Coronaauflagen umgehen. Von links hinten sind das Hermann, Selma, Sebastian, Magdalena, Junias und Erwin. Unten von links Alina, Johannes und Doris. Ach ja, und Sando natürlich. In seinem Alter gehört er zur Risikogruppe. Übrigens: Namibia schlägt sich gegen Corona tapfer. Es gibt bisher erst 22 nachgewiesene Infizierte, von denen nur einer ein ernstes Problem hat. Nachweislich sind die Infizierungen von außerhalb Namibias eingeschleppt worden – von LKW-Fahrern und Seeleuten. Afrika wird ja Vieles nicht zugetraut und Schlimmstes befürchtet. Zumindest für Namibia trifft das im Falle von Corona nicht zu. Infektionswege und Kontaktpersonen werden gewissenhaft verfolgt und strenge Quarantäne angeordnet. Das lässt hoffen, denn ein finanziell so schwaches Land wie Namibia kann den Lockdown nicht lange aushalten. Und wir auch nicht, wenn die Gäste zwangsweise wegbleiben.

Für die Gäste, die noch unschlüssig sind, haben Alina und Junias einen Köder.

Nun aber zu Hähnen und Hennen.

Mit täglich einem Ei fing es an. Und es sollten natürlich mehr werden. Deswegen wurden noch ein paar Küken besorgt, die dann – wenn ausgewachsen – für die nötige Eiermenge sorgen sollten. Da es Hähne immer noch nicht gelernt haben, Eier zu legen, waren fünf dieser Küken ein Flop – nämlich Kerle. Von den zwei Hennen legt immerhin schon eine – allerdings blaue Eier! Was die sich dabei denkt, weiß der Teufel. Drei Hähne wurden gegen drei Hennen getauscht. Die machen aber auch noch einen schlappen Eindruck. Eine legt gelegentlich mal ein Ei. Bei sieben neuen Küken lebt Nieke von der Hoffnung, dass da einige produktive Hennen heranwachsen. Bei diesem vielen Federvieh kann es ja nicht bei einem Ei pro Tag bleiben. Das blaue lassen wir mal außen vor…

Wenn schon Corona auch auf Gross-Okandjou so Einiges lahmlegt – vor allem den Gästebetrieb – kann man ja mal für einige Zeit so tun, als ob man eine Hobbyfarm wäre. Die Hühner zum Eierlegen animieren, Reiten nach Lust und Laune, mit Opas Lieblingspferd schmusen und zwischendurch natürlich Großreinemachen. Ein bisschen Pflicht muss schon sein.

Und der Papa braucht auch Hilfe beim Holzmachen.

Nachdem die Reisebeschränkungen gelockert wurden, konnte es dann auch mal wieder in die Wüste gehen. Regel Nr. 1: Für das Geschäft wird erst ein Loch gebuddelt. Und natürlich anschließend auch wieder zugeschüttet.

Das schöne in der Wüste: Da gibt es weit und breit Niemanden, bei dem man sich anstecken könnte.

 

 

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Corona sei Dank

Auch auf einer Farm in Namibia ist es wie im richtigen Leben. Wo Schatten ist, ist auch Licht. Yanuk sollte und wollte bei uns drei Monate als Praktikant bleiben. Jetzt ist er schon seit Anfang des Jahres da, weil Namibias internationaler Flugverkehr bis auf weiteres nicht stattfindet. Auf Anhieb fällt mir niemand ein, der das bedauert. Yanuk offensichtlich am wenigsten. In Namibia kann man sich ja auch wohlfühlen trotz der Coronabeschränkungen. Auf einer Farm ist immer etwas zu tun und wenn man es gerne tut wie Yanuk, haben Alle etwas davon. Sogar Nieke, um die er sich zwischendurch kreativ kümmert.

Dass er noch das Bedürfnis nach Krafttraining hat, lässt natürlich die Vermutung zu, dass er nicht genug körperlich bei uns arbeitet. Dem  ist – oder besser – war aber nicht so. Aber wer es ernst meint, der quält sich eben gerne. Im Moment schaut er sich noch ein bisschen woanders um. Hat er sich verdient. Manchmal ist es ja auch wirklich Schwerstarbeit – manchmal.

Und womit hat er sich sonst noch so die Zeit vertrieben? Die Antwort sind die Bilder oben und das folgende. Von dieser Qualität sind ihm noch mehr gelungen.

 

 

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