Hochs und Tiefs

Kaum auszudenken, was aus Namibia und uns werden würde, wenn auch noch die diesjährige Regensaison so katastrophal  ausfiele wie die letzten. Der Tourismus liegt zwar nach wie vor am Boden, aber zumindest Pferde, Rinder und Wild werden nicht darben müssen. Weitverbreitet im Land hat es  Rekordniederschläge gegeben. Allerdings auch mit Überflutungen, überlaufenden Dämmen und zerstörten Straßen. Dennoch macht sich landesweit Optimismus breit. Auch bei uns. Obwohl unsere Region noch nicht so von den Wassermassen  erfasst wurde, sind wir zufrieden. Im Januar hatten wir schon so viel Niederschlag wie in der gesamten vorigen Saison. Die Riviere sind gelaufen und die Dämme haben Wasser bekommen. Und – siehe oben – in wenigen Tagen wurde aus Grau Grün. Unten bekommt ihr noch einige Eindrücke mehr.

So weit – so gut!

Dennoch blicken wir mit erheblichen Sorgen auf diese Jahr. Hatten wir allenfalls damit gerechnet, dass wir ein Jahr ohne Gäste durchstehen müssen, so zeichnet sich für 2021 eine ähnliche Katastrophe ab. Reisebeschränkungen und -warnungen schrecken immer noch potentielle Kunden ab und Buchungen werden storniert. So langsam verlieren auch wir das Verständnis für den Umgang der deutschen Regierung mit der Pandemie. Es ist doch widersinnig, wenn das Auswärtige Amt Namibia als Risikogebiet einstuft, obwohl hier die Zahlen auch relativ gesehen erheblich niedriger sind als in Deutschland selbst. Wir können nur jedem Reisewilligen empfehlen, nach Namibia für so lange Zeit wie möglich zu kommen, um dem Desaster in Europa auszuweichen. Homeoffice ist auch auf Gross-Okandjou möglich. Unser Internet funktioniert – meisten…

Wenn Ihr noch rechtzeitig kommt, werdet Ihr vielleicht auch noch die Naturschauspiele erleben, die wir im Januar erleben durften.

 

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Sanft und scharf zugleich

Ja, so war Emma! Leider war, weil wir sie Anfang des Jahres haben einschläfern lassen müssen. Das ist uns besonders schwer gefallen. Sie war einfach Teil der Farm. Familien- und Wachhund zugleich. Eben sanft und scharf. Emma vom Zigeunerbusch, wie sie mit vollem Namen heißt, hatte meinen Zuchtvorstellungen eigentlich gar nicht entsprochen. Genau genommen war sie sogar zuchtuntauglich als Jagdhund, weil sie nicht spurlaut war. Zudem war ihr Haar zu lang und zu weich. Sie ist aber das beste Beispiel dafür, dass ein Hund jenseits von Zucht und Prüfungen toll sein kann. Charakter – das ist das, was man von einem Teckel erwartet. Das Bild oben ist übrigens das letzte von ihr. Silvesterabend 2020.

Unten folgt eine ihrer Heldentaten.

Es gelang ihr schließlich tatsächlich, das Warzenschwein vom Hof zu vertreiben – auf Nimmerwiedersehen. Wir Zweibeiner hatten das übrigens vorher nicht geschafft. Wir vermuten, dass die Sau schon auf einer anderen Farm die Scheu vor Menschen verloren hatte. Sie hat aber eben nicht mit Emma gerechnet…

 

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Der Nächste bitte!

Sublime hat schon und Tatanka auch. Nur der kleine Sharif in der Mitte hat sich noch nicht um die Zucht des Namibischen Westernpferdes verdient gemacht. Das lag natürlich an uns, weil wir lange gezögert haben, ihn als Deckhengst einzusetzen. Er war uns einfach etwas zu klein ist.

Das ist er zwar immer noch, aber er hat so viele andere Qualitäten, dass wir es uns dann doch anders überlegt haben. Sein Temperament, seine Gänge und seine Bemuskelung sowie das Blut, das in ihm steckt, haben uns letztlich überzeugt. Jetzt wird er Kavalier von vier kräftigen und entspannten Stuten – Omaha, Capuchino, Miriam und Spring. Einige von Euch werden sie außer Capuchino sicher schon geritten sein.

Das frische Grün in diesem Januar trägt deutlich zur Lust der drei Deckhengste bei. Noch wissen Sublime und Tatanka nicht, dass sie in diesem Jahr nicht zum Zuge kommen. Sie haben bereits schon einige schöne Fohlen hervorgebracht, die uns unserem Ideal vom Namibischen Westenpferd sicher wieder einen Schritt näher bringen.

 

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Oh Tannenbaum…

 

Ungewöhnliche Zeiten – ungewöhnliche Weihnachtsbäume! Ja und nein. Das mit “Oh Tannenbaum…” kannst Du auf einer Farm in Namibia ohnehin vergessen. Aber für sentimentale Deutsche geht es nun mal nicht ohne Baum. Bisher aber hat immer ein Weißdorn herhalten müssen, an dem dann in den ersten Jahren die Kerzen schlapp machten. Das hörte auf, als der Solarstrom auch eine Lichterkette zuließ. Und heute? In einem so verrückten Coronajahr muss es auch ein verrückter Baum sein. Also musste eine Agave herhalten. Davon haben wir einige und der schnell hochaufgeschossene Stamm haucht nach der Blüte ebenso schnell sein Leben aus. Also kein schlechtes Gewissen! Aber Erinnerungen: Der erste Weihnachtsbaum – pardon Weißdorn – fällt Papas Säge zum Opfer, als Alina so alt war wie Nieke heute.

So Vieles hat sich verändert. Damals hat dem Papa eine kleine Säge gereicht und heute tritt er mit einer ganzen Mannschaft an, um so einen lächerlichen Weihnachtsbaum abzusägen.

Erst Palaver, dann aber ging alles ganz schnell.

Aber um ehrlich zu sein und nun zu Opas Ehrenrettung, haben wir die Mannschaft aufmarschieren lassen, damit wir Euch in diesem ungewöhnlichen Jahr noch einen ungewöhnlichen Weihnachtsgruß schicken können. Diesmal eben nicht mit der vierjährigen Alina, sondern mit der ebenso alten Nieke.

Johannes ist übrigens auch älter geworden…

 

 

 

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Es könnte so schön sein…

Unser Dezembertitelbild suggeriert wunderschöne heile Welt und soll unsere Gäste – die ehemaligen und die neuen, die hoffentlich bald wieder kommen werden –  auf die Vorweihnachtszeit einstimmen. Wunderschön stimmt nach wie vor. Aber heil? Der Viehdiebstahl und die Wilderei werden immer schlimmer. Wie oft habe ich gesagt und geschrieben, dass ich in der Vorweihnachtszeit ein gewisses Verständnis für den illegalen Festtagsbraten habe? Hatte!!! Der Festtagsbraten ist es schon lange nicht mehr. Auch der zunehmende Fleischhunger in Coronazeiten reicht als Erklärung nicht mehr aus. Es ist längst ein Riesengeschäft, an dem nicht die armen Schlucker verdienen, die wir bei uns im Busch gelegentlich erwischen. Das ist eine Mafia, die fett und fetter wird. Auch bei unseren Polizisten in Omaruru sieht man einige Bäuche stetig wachsen. Und auch das liegt nicht nur daran, dass sie sich zu wenig bewegen, um die Viehdiebe zu schnappen. Bewegen müssen wir uns. Das Risiko ist in vieler Hinsicht auf unserer Seite.

Ihr merkt schon, ich bin saumäßig verärgert. Damit Ihr das auch besser versteht, zeige ich Euch in der Folge einige Bilder von dem, was wir dann noch einsammeln können. Ich zeige Sie Euch jetzt erst so weit unten, damit Euch nicht auch noch gleich der Appetit auf den Festtagsbraten verloren geht.

Viehdiebstahl u n d Wilderei. Oryx die Opfer.

Es ist nicht nur der Verlust und das grundsätzlich Ärgerliche. Die folgenden Bilder lassen Euch vielleicht ahnen, welche Qualen die Tiere erleiden müssen, bevor sie zu Tode kommen. Die Wilderer setzen ihre Schlingen so, dass die Tiere kaum eine Chance haben auszuweichen. An traditionellen Wild- oder Zwangswechseln.

Das ist nur ein Teil unserer “Beute”. Es ist einfach nicht möglich, alle Schlingen zu finden. Den Draht für die Schlingen haben sie übrigens auch bei uns geklaut.

Besonders heimtückisch sind diese Trittfallen. Ein Tier tritt das Blech an den sternförmigen Schnitten durch und es bleibt schmerzhaft am Huf. Eine Flucht ist kaum möglich. Das Schlachten ist für die Profis dann eine Kleinigkeit. Zum Glück klappt das nicht immer. Kaum auszudenken, wenn es eines unserer Pferde erwischt!!!

Es ist hier vielleicht nicht der richtige Platz, um Euch dennoch ein besinnliches und frohes Fest zu wünschen. Wir wissen, dass wir nicht die Einzigen sind, die in diesem schweren Jahr Probleme haben. Wenigstens bei Corona ist ja Licht am Ende des Tunnels, sodass wir gemeinsam auf ein besseres Jahr 2021 hoffen können. Ja gemeinsam – wir brauchen Eure Hilfe als Gäste und wir werden alles dafür tun, dass Ihr Euch auf Gross-Okandjou wieder so wohl fühlt, wie Ihr das in all den vielen coronafreien Jahren getan habt.

Also Frohe Weihnachten trotz allem und Guten Rutsch! Und auf bald beim schönsten Sonnenuntergang der Welt…

 

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Gefährliche Jahreszeit

Das Gras ist trocken, der Boden ausgedörrt und September/Oktober kommen die Vorzeichen der Kleinen Regenzeit gerne als Trockengewitter. Als Farmer musst du darauf eingestellt sein. Deine Feuerspritze muss funktionieren und die Arbeiter müssen für eine effektive Brandbekämpfung trainiert sein. Hier kommen keine Löschflugzeuge wie in Kalifornien. Jahrelang habe ich nicht verstanden, warum Buschbrände in Amerika und anderswo stets höhere Aufmerksamkeit erfahren als Brände in Namibia. Oft war es sogar so, dass tausende Hektar Weideland bei uns abbrennen konnten, die Weltöffentlichkeit aber auf die paar hundert Hektar in Kalifornien geschaut hat. In diesem Jahr aber muss man der Fairness halber sagen, sind die Brände dort offensichtlich verheerender, als sie jemals in Namibia waren. Hinzu kommt bei uns, dass nur selten Menschenleben zu beklagen sind.

Aber gebrannt hat es dieser Tage auch schon im Land. Nicht bei uns aber nicht weit weg bei Farmerkollegen des Kalkfelder Farmervereins. In so einem Fall ist Nachbarschaftshilfe selbstverständlich. Ein Farmer alleine kann das Feuer selten unter Kontrolle bringen.

Auch wenn man jahrelang verschont geblieben ist – wir hatten vor 14 Jahren das letzte verheerende Feuer – sind Achtsamkeit und regelmäßige Übungen notwendig. Die folgenden Bilder stammen aktuell von so einer Übung bei einem Farmer in der Nähe.

Er konnte es sogar riskieren, ein Testfeuer zu legen, weil er extrabreite Feuerschneisen auf seiner Farm hat. Im Gegensatz zu uns. Trotzdem muss man auch hier sehr erfahren sein, um so ein Feuer unter Kontrolle zu halten. Eine plötzliche Drehung des Windes kann aus dem Gutgemeinten eine Katstrophe machen. Das gilt noch mehr für die sogenannten Gegenfeuer, die beim  Ersticken des Brandes helfen sollen. Dafür braucht man sehr viel Erfahrung und trotzdem gibt es immer wieder böse Überraschungen.

Unsere böse Überraschung erlebten wir im September 2006. Psychologen würden wahrscheinlich sagen, das sei unser Trauma. Stimmt vermutlich. Einfacher gesagt haben wir Riesenschiss, dass uns das noch einmal widerfährt. Wir haben damals viel gelernt – auch über unsere Farmerkollegen – und wären heute wahrscheinlich dennoch nicht viel weniger hilflos als damals.

Damit Ihr versteht, was ich meine, ein paar Bilder von damals. Von unseren 9000 Hektar gingen 7000 in Flammen auf. Menschen und Häuser auch unser Vieh blieben verschont. Aber die Infrastruktur – Wasserstellen, Windmotoren, Zäune und Jagdeinrichtungen – wurde Opfer der Flammen. Wir hatten Jahre gebraucht, um die Schäden zu beseitigen.

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Sugar Daddy – oder?

Noch hat er keinen Namen. Aber das kann sich ja schnell ändern, wenn Ihr uns dabei helft. Seine Mutter ist Alberta, die ihrerseits die Tochter des seinerzeit einzigen Cuttinghengstes in Namibia ist – Poco King. Sein Vater ist Tatanka der Sohn von meiner Cheyenne, die ihrerseits die Tochter des Quarterhengstes Sugar Hazer Burner ist. Da wir unseren Fohlen gerne Namen geben, die einen Zusammenhang haben, könnte er ja Sugar Daddy heißen. Zu süß? Sugar King ginge ja vielleicht auch. Wenn Ihr bessere Ideen habt – nur zu!

Weitere Hilfestellungen? Er hat besonders lange Beine und sein Kopf ist auch nicht gerade klein für ein Fohlen. Noch ein paar Bilder als Anregung:

Und zum Schluss noch ein Bild der ersten Lebensminuten von, ja von wem? Wie soll er nun heißen? Er war übrigens schneller auf den Beinen als andere Fohlen unmittelbar nach der Geburt.

 

 

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Was so zu tun ist

Corona hat das Farmleben verändert – vor allem, wenn man eine Gästefarm ist wie Gross-Okandjou und die Gäste nach wie vor ausbleiben. Dabei könnten sie kommen. Namibia ist offen für Touristen, die Fallzahlen sind gesunken, es ist kein Risikogebiet mehr und Flieger gibt es auch wieder. Also was hält Euch noch auf? Ich vermute mal, die Sorge nicht problemlos wieder zurück in die Heimat zu kommen oder dort dann in Quarantäne zu müssen. Wäre aber eigentlich widersinnig. Gäste die nach Namibia kommen, müssen lediglich einen höchstens 72 Stunden alten negativen Coronatest vorweisen. So etwas sollte Deutschland doch allemal auch reichen. Die Chance, gesund von Namibia aus wieder zurück in die Heimat zu kommen ist im Moment um ein Vielfaches wahrscheinlicher als umgekehrt.

Das musste ich mal loswerden, obwohl ich eigentlich am Beispiel von Nieke zeigen wollte, was so zu tun ist auf Gross-Okandjou  ohne Gäste.

Brezeln backen z.B., die immer professioneller werden und auf dem Markt in Omaruru weggehen wie warme Semmeln (Brezeln natürlich!). Warm sind sie dann nicht mehr. Von der Farm nach Omaruru sind es immerhin 30 Kilometer. Aber es sind ja nicht nur die leckeren Brezeln, auf die jede schwäbischen Hausfrau stolz wäre, sondern auch noch die anderen Farmprodukte von Mama, die Schnatterliese Nieke wortreich anpreist.

Ja und wenn man dann schon mal in der Stadt/im Dorf ist, kann man ja auch schnell einkaufen gehen. Schließlich kann man auch auf einer Farm nicht Alles selber herstellen. Corona hat dabei auch seine komischen Seiten.

Und die Hühner natürlich. Sie wachsen und gedeihen und fordern schon einen größeren Stall. Ein expandierendes Geschäft also, das aber leider die Unkosten einer Farm nie und nimmer decken kann.

Aber die Pferde – siehe oben – für die ist jetzt mehr Zeit als sonst. Davon profitieren die Pferde und letztlich auch unsere Reitgäste – wenn sie denn wieder kommen. Natürlich sind die Pferde auch sonst immer im Training, aber gerade der Nachwuchs kommt manchmal etwas zu kurz. Das ist jetzt anders. Unsere Gäste können sich auf einige neue, im Sinne des Natural Horsemanship gut ausgebildete junge Pferde aus unserer Nachzucht freuen.

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Namibia sicherer als Old Germany!

Es wurde auch höchste Zeit, dass das Auswärtige Amt in Berlin etwas genauer hinschaut. Nabelschau ist ja ganz schön und in Coronazeiten auch wichtig. Das darf aber den objektiven und fairen Blick auf den Rest der Welt nicht verdecken. Jetzt hat es Berlin endlich gemerkt, dass Afrika und besonders Namibia überraschend gut mit dem Virus umgehen. So war es nur folgerichtig, Namibia aus der Liste der Risikogebiete zu streichen. Wäre ja eigentlich auch etwas merkwürdig gewesen in einer Phase, in der Deutschland erheblich mehr coronabedingte Probleme hat als Namibia. Ein bisschen trägt Deutschland allerdings auch dazu bei, Namibia bei der Bekämpfung der Pandemie zu helfen. Mediziner und andere Fachleute sind vor einigen Tagen eingetroffen, um zu sehen, wo sie noch beistehen können. Sie werden aber sicher gleich gemerkt haben, dass es das Virus in diesem weiten und jetzt auch wieder warmen, ja heißen Land besonders schwer hat. Siehe oben – Namibia ist sicherer als Old Germany!

Warum schreibe ich das so ausführlich? Natürlich auch, um Euch Mut zu machen, Euren nächsten Jagd- und Reiturlaub nicht zu lange aufzuschieben. Wenn die Airlines wieder regelmäßig fliegen, steht dem nichts mehr im Wege. Touristen sind willkommen und haben keine Quarantäne zu befürchten. Und wenn? Die könnten sie auf Gross-Okandjou verbringen. Wir haben uns vorsichtshalber als Quarantänestation registrieren lassen. Und alle, die uns kennen, werden sicher sagen, ein paar Tage könne man es bei uns schon aushalten. Also – Ihr wisst, wo Ihr uns findet.

Für Diejenigen, bei denen Appetit und vielleicht gar Gedächtnis nachgelassen haben, noch ein paar Bilder für den Afrikanischen Traum.

 

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So sehen Sieger aus

Es war uns nie wichtig, an irgendwelchen Westernturnieren teilzunehmen. Mal abgesehen davon, dass das vor 20 Jahren als wir als Namibias 1. und einzige Westernriding Ranch anfingen, völlig undenkbar war. Westernreiten? Natural Horsemanship? Das waren in Namibia Fremdworte und blieben es auch viele Jahre. Deshalb gingen wir unseren eigenen Weg, auf dem wir auch Dank unseres deutschen Trainers Michel Hause immer sicherer wurden und uns schließlich emanzipierten. Schließlich geschah das, was wir immer gehofft hatten. Namibische Reiter entdeckten das Westernreiten, weil sie merkten – wenn auch verdammt spät – dass Namibia mit seinen Landschaften und seinen Rinderherden geradezu ein Paradies für diese Reitweise ist. Bald waren wir auch Gründungsmitglieder der AWESHA – der African Western Stock Horse Association – aber da wir keine Vereinsmeier und vom namibischen Ballungszentrum Windhoek zu weit entfernt sind, haben wir kaum die Chance wahrgenommen, an deren Aktivitäten teilzunehmen. Unser Schwerpunkt blieb und bleibt die Zucht und Ausbildung unserer Namibischen Westernpferde, mit denen wir unsere Reitpassion ausleben und  von denen vor allem unsere Gäste sicher und entspannt durch den afrikanischen Busch getragen werden.

Warum so viel Worte, die mit der Schlagzeile nichts zu tun haben? Weil wir eine Ausnahme gemacht haben – in diesem Falle Dank Corona. Aus Südafrika kam die Idee, eine virtuelle Western Competition auszurichten. Wir – in diesem Falle Alina und Junias – konnten also zu Hause bleiben und dennoch teilnehmen wie alle anderen Starter auch. Die Beiden sind siebenmal gestartet. Neben weiteren guten Platzierungen für Alina und Junias hat Junias die Ranch Riding Adult Novice bei 13 Teilnehmern mit Savannah gewonnen.

Alina hat in dieser Klasse den 7. Platz mit Speedy – dem kleinen Pferd von Nieke – belegt.

Junias dann noch einmal den 5. mit Omaha. In der Klasse Horsemanship Adult Novice gab es dann noch dreimal Grund zur Freude. Alina belegte hier mit Speedy bei 19 Teilnehmern den 4. Rang und Junias mit Valentino den 5. und mit Omaha den 6. Rang. Wenn man bedenkt, dass weder Pferde noch Reiter jemals an einem Turnier teilgenommen hatten, ist das eine tolle Leistung. Unsere Reiter und Pferde waren natürlich nicht die einzigen Namibianer, die erfolgreich waren. Die noch junge namibische Westernszene kann stolz sein. Schließlich haben mehrheitlich die Westernreiter aus Südafrika an diesem virtuellen Wettkampf teilgenommen. Dort gibt es seit vielen Jahren eine engagierte Westernreiterszene.

 

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