Ruben ante Portas

Ruben wird dieses ein bisschen zu nahe liegende Wortspiel sicher nicht mehr hören können. In seiner Gegenwart haben wir es auch nicht missbraucht. Dafür ist der Kerl auch zu nett und das, wofür er steht, zu wichtig. Ach so – Portas ist sein Nachname. Aber gewissermaßen vor der Tür stand er tatsächlich eines Tages. Ruben ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research in Berlin. Sein Projekt erforscht die Geparden – Verhalten, Wanderwege, Beute- und Revierverhalten, Gefährdung.

Da wir uns schon lange als Autodidakten mit diesem Thema befassen, lag es natürlich nahe, dass wir Ruben unsere Tore öffneten. Er kam dann eines Tages mit allem, was man für so ein Projekt benötigt. So mancher Farmer wird ihn um seinen stattlich ausgerüsteten Land Cruiser sicher beneiden. Und es gibt leider auch immer noch Farmer, die Geparden als Konkurrenten betrachten und für deren Schutz wenig Verständnis haben. Sie sind aber weniger geworden. Auch auf Grund der Arbeit von Leuten wie Ruben. Er und seine Organisation sind keinesfalls die Einzigen, die sich des Geparden angenommen haben. Ihre Formel ist: Je mehr ich über diese Raubkatze weiß, desto eher kann ich Verständnis entwickeln und Pläne schmieden, wie ich meine Herden schützen kann, ohne zur Waffe zu greifen.

Auf uns ist Ruben gekommen, weil einer seiner „Klienten“ bei uns rumgestromert ist. Wir hatten davon zunächst nichts mitbekommen. Ruben hatte es da leichter, weil der Gepard ein Halsband mit Sender trägt. Natürlich gehen er und wir auch davon aus, dass es nicht der einzige Gepard auf Gross-Okandjou ist. Das Alles interessiert uns und ihn. Was lag da näher, als an einem Spielbaum, der durch die aufgezeichneten Laufwege gut zu finden war, erst einmal eine Kamera zu installieren? Die Kamera machte Beute und Ruben entschied sich daraufhin dort eine Kastenfalle aufzustellen.

Die hat bisher noch keine Beute gemacht. Aus gutem Grund, weil Ruben sie noch nicht fängisch gestellt hat. Denn wenn er einen neuen Geparden fängt, möchte er ihm auch einen Sender anlegen. An dem fehlt es im Moment aber leider. Auch die ambitioniertesten Organisationen können eben nicht immer aus dem Vollen schöpfen. Deswegen zeigen wir Euch einfach erst einmal noch ein paar Bilder von diesen herrlichen Tieren, die wir so im Laufe der Zeit gemacht haben. Wenn es konkrete Ergebnisse von Rubens Arbeit gibt, erfahrt Ihr das selbstverständlich hier.

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