Dunkle Wolken über…

…unserer Granitplatte!? Lange Zeit war Ruhe und wir hatten schon gehofft, dass unsere Bemühungen, die Abbauarbeiten zu stoppen, von langfristigem Erfolg gekrönt sind. Aber in diesem Monat ist es dort wieder lebendig geworden und wir haben noch nicht herausfinden können, ob der Abbau fortgesetzt wird.

Unser lieber Nachbar, der ständig in Geldnöten ist, drängt auf die Fortsetzung. Im Gegensatz zu uns hat er auf seinem Gebiet auch keine Buschmannmalerien, die vernichtet werden könnten. Bisher zumindest scheint die chinesische Firma noch unsere Grenzmarkierung zu respektieren. Mal sehen, wie lange noch.

Wir sind aber nicht die Einzigen, die über die Zerstörung alten namibischen Kulturgutes und der Verwüstung von einmaliger Landschaft klagen. In der Omatjeteregion gibt es z.B. die Community Otjiperongo – nach namibischen Verhältnissen nicht weit von uns entfernt – die seit langem über die Zerstörung ihrer Heimat und einer Fülle von Buschmannmalereien klagt. Auch sie blieb lange Zeit ungehört.

Da die Trucks mit den riesigen Granitblöcken Tag und Nacht bei uns vorbeidonnern, wurden wir neugierig und haben Kontakt mit Otjiperongo aufgenommen. Jetzt versuchen wir gemeinsam, diesem Treiben ein Ende zu setzen. In einem Land, im dem guter Wille, Ignoranz und Korruption so nahe beieinander liegen, ist der Ausgang höchst ungewiss.

 

Dieser Beitrag wurde unter News veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.