Der Schreck ließ nach

Das Senderhalsband „unseres“ Geparden hatte schon eine Menge interessanter Informationen geliefert – und plötzlich war Sendepause. Was war passiert? Ausfall des Akkus? Erschossen und Halsband zerstört? Als das Halsband noch funktionierte, bekamen wir für uns wirklich Neues übermittelt. Vor allem die Strecken, die der Kuder zurücklegte, waren beeindruckend. Fast bis an die Küste verschlug es ihn. Waren wir bisher von einem Revier von maximal 10.000 Hektar ausgegangen, so erfuhren wir jetzt, dass es bis zu 30.000 Hektar sein können. Das bedeutet u.a., dass wir nicht mit gutem Gewissen von „unserem“ Geparden reden können. Dass sie Vagabunden sind, war uns immer schon klar. Aber diese Strecken und Flächen sind uns neu.

Nach gut zwei Wochen gab es plötzlich wieder Funksignale. Niemand weiß warum. Und das Halsband – also auch der Gepard – war wieder auf Wanderschaft. Für Ruben und auch für uns war es eine Riesenerleichterung. Das Wichtigste: Der Gepard lebt. Aber auch das Funkhalsband ist nicht verloren. Auch wenn man hierzulande gerne meint, die Organisationen in Europa und speziell die in Deutschland schwimmen im Geld, ist der Verlust eines teuren Senders auch für das Leibniz Institut in Berlin ein herber Verlust.

Ach ja, dabei geriet beinahe in Vergessenheit, dass es da ja noch den zweiten männlichen Geparden gibt, der doch tatsächlich denselben Baum bei uns markiert, wie der kurzzeitig verlorene Sohn.  Rubens Kamera hat ihn wieder eindeutig identifiziert. Eine Falle steht wieder bereit. Es wäre ein schöner Erfolg, wenn auch er einen dann hoffentlich lange funktionierenden  Sender bekommen könnte.

Die Bilder, die ihr hier seht, porträtieren diesen Kuder beim Markieren. Der Konkurrent soll wissen, mich gibt es hier auch noch!

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