Versprechen eingelöst

Auch wenn es afrikanisch lange gedauert hat, Sie haben ihr Versprechen eingelöst. Wir erinnern uns – Chinesen hatten unter Missachtung aller offizieller Regeln einen Granitabbau in größerem Stil auf unserer Farm vorbereitet und dabei u.a. wertvolle Buschmannmalerien auf unserem Sundownerplatz zerstört. Wir setzen alle Hebel in Bewegung, um dieses unverschämte Vorgehen zu stoppen. Im Zuge dieser Bemühungen weckten wir gewissermaßen das Interesse offizieller Stellen in Namibia. Die da sind das Ministry of Mines and Energy, das Ministry of Education, Art and Culture und nicht zuletzt den National Heritage Council, der sich vor allem auch um den Erhalt der Buschmannmalereien kümmert.

Vertreten durch Dr. Alma Nankela, Lukas Moongela und Jeremia Simon besuchten uns diese drei Instituationen im Februar, um sich ein Bild der Lage zu machen. Besonders das Fachwissen und das Engagement von Dr. Alma Nankela waren beeindruckend. Folgerichtig war sie die Wortführerin des Trios.

Nach gründlicher Ortsbesichtigung wurde uns Hoffnung gemacht, dass der Granitabbau nicht fortgesetzt werden wird. Almas Meinung war eindeutig. Wenn der Besitzer einer Farm „nein“ zum Abbau sagt, könne auch nicht abgebaut werden. Jeremia vom Minenministerium war da etwas weniger deutlich versprach aber, sein Möglichstes zu tun. Alle Drei waren zumindest der Meinung, dass der Abbau verhindert werden müsse. Ob das nun endgültig gelingt, wird sich zeigen. Es gäbe auch die Möglichkeit – so Alma – ganze Gebiete im Sinne des Erhalts von namibischem Kulturgut unter Schutz zu stellen.

Profitiert haben wir von dem Besuch auf jeden Fall. Obwohl wir uns schon seit Jahrzehnten mit Buschmannmalerien beschäftigen, haben viel Neues über diese alte Kunst und die Lebensart der Buschleute von damals erfahren. Besonders interessant war die Erklärung, wie sie mit verschiedenen Steinsorten ihr Werkzeug herstellten. Wenn wir bisher bearbeitete Steine gefunden hatten, glaubten wir, halbfertige Werkzeuge in der Hand zu haben. In Wirklichkeit seien das die Steine – so Alma – mit denen die Werkzeuge hergestellt wurden.

Aktuelle Ironie am Rande:

Die Chinesen, die hier gearbeitet hatten, sind zum chinesischen Neujahrsfest in ihre Heimat geflogen. Wegen des Coronavirus` durften sie bisher nicht wieder aus China ausreisen. Da wird sich wohl jeder seinen eigenen Kommentar dazu machen…

 

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