Scheinbar unbeobachtet

Die Qualität der Wildkameras wird immer besser. Auch die Bilder selbst haben einen besonderen Reiz, weil oft dem Verhalten des Wildes anzumerken ist, dass es sich völlig sicher und unbeobachtet fühlt. Es gelingen so Schnappschüsse, für die man als Fotograf mitunter Wochen und Monate bräuchte. Wir haben uns deshalb entschlossen, auf dieser Seite in der Fotogalerie noch eine Sparte “Wildkamera” aufzunehmen. Das wird noch ein paar Tage dauern, deswegen gibt es hier schon mal einige nächtliche Schnappschüsse als Vorgeschmack. Die folgende Auswahl beschränkt sich auf die Wildarten, die bei uns fast gar nicht oder eben nur nachts in Erscheinung treten – Eland, Leopard, Bergzebra, Erdferkel.

Eland

Eland

Eland

Nächtlicher Schleicher

Leopard

Bergzebras

Bergzebras

Erdferkel

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Coole Nachtgeister

Da können sich unsere Hunde noch so ins Zeug legen und Heikes Kaktusgarten bewachen und verteidigen – die coolen Borstenviecher lassen sich nicht erschüttern.

Drei Hunde, ein Stachelschwein

Zwei sprichwörtlich tapfere Rauhharteckel und ein nicht minder tapferer Deutsch-Drahthaar haben es auch gemeinsam nicht geschafft, die Stachelschweine nachhaltig zu vertreiben. Dabei hatte der ganze nächtliche Busch gedröhnt von ihrem Gebell. Die Biester drehen ihren Hintern in Richtung Hund und vorbei ist es mit dem Versuch, sie eventuell am Kragen zu packen.

Ihr könnt mich mal!

Berta und das Stachelschwein

Sie bringen ihren empfindlichen Kopf derart geschickt in Sicherheit, dass nicht einmal einer von drei Hunden eine Chance hat. Was bleibt sind gespickte Hunde – Emma sah noch schlimmer aus als Sando – und ein weiterer freundlicher Besuch in der nächsten Nacht.

Was bleibt vom Stachelschwein

Zu härteren Maßnahmen haben wir uns bisher nicht entschließen können, denn es sind ja wirklich schöne Tiere.

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Fohlen noch sorglos

Jupiter

Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, damit es so bleibt. Kaum vorstellbar, dass diese Fohlen und ihre Mütter eines Tages mager und schwach werden. Der kleine Jupiter ist schon so knuffig, dass wir Pläne machen, er könnte unser neuer Deckhengst werden.

Aber es ist ja nicht so, dass er keine Konkurrenz hätte. Toro macht auch schon was her.

Toro

…..und dann gibt es ja auch noch Feuerstein – links im Bild. Und Little Jo nicht zu vergessen, der mit seiner Mutter JC gerade im Busch verschwunden ist.

Feuerstein und Jupiter

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Es ist ein Dürrejahr!

Jetzt gibt es keine Zweifel mehr – dieses Jahr wird ein Dürrejahr! Auch wenn einige Wetterfrösche gegen Ende des Monats noch einige Tropfen voraussagen, wird das niemandem mehr helfen. Dieses Bild in der Nähe des Hauses aufgenommen ist im Moment noch nur symbolisch gemeint.

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Ganz so schlimm sieht es in einigen Kamps draußen im Feld noch nicht aus. Aber ob das Gras bis zum nächsten Regen – wenn er überhaupt kommt, und wenn ja wann  – reichen wird, ist mehr als ungewiss. Schon heute müssen wir und natürlich auch die Tiere sehr genau suchen, wo und wie lange noch Nahrhaftes steht. Gerade die Muttertiere sowie Kälber und Fohlen brauchen eiweißreiche Nahrung.

Feuerstein sucht Futter

Hatten wir im letzten Jahr im Durchschnitt auf der Farm 297 mm Niederschlag, waren es dieses Jahr lediglich 199 mm. Dass wir nicht wieder so schnell eine Rekordsaison wie 2010/11 bekommen werden – da waren es 814 mm – war ja ohnehin klar. So klar, wie es in diesem Land immer wieder Dürrejahre gibt und geben wird und man sich darauf einstellen muss. Das Rekordjahr hat immerhin dazu geführt, dass der Grundwasserspiegel bei uns und im ganzen Land wieder aufgefüllt wurde. Nachdem wir unsere Technik repariert haben, müssen wir wenigstens im Moment noch nicht über Wassermangel klagen. Deswegen gibt es auch noch keinen Stress zwischen Haus- und Wildtieren um die letzten Tropfen.

Das Wasser reicht noch für Alle

 

 

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Neues aus der Finsternis

Es gibt Beobachtungen, dass die Braune Hyäne nicht nur häufiger vorkommt als früher, sondern auch angeblich Nutztiere häufiger reisst. Unsere Beobachtung: Wir sehen häufiger als früher Spuren dieser kleineren Hyänenart und haben auch schon Kälber eindeutig an dieses Raubtier verloren. Unterstützt wird diese These durch die Bilder, die unsere Wildbeobachtungskameras liefern. Sie tappen häufiger als früher in diese Fotofalle. Ein Grund für unsere Kalkfeld Conservancy, eine Untersuchung in Auftrag zu geben.

Auch andere Nachtschwärmer überlisten wir mit dieser modernen Technik. Auch wenn wir das Sitzfleisch hätten, würden wir diese Geister der Dunkelheit nur selten wahrnehmen.

Braune Hyäne

Stachelschwein

Stachelschwein

Erdferkel

Erdferkel

Caracal

Caracal

Honigdachs

Honigdachs

Der mächtigste Geist der Dunkelheit ist bei uns der Leopard. Aber ausgerechnet der begegnete zweimal hintereinander unseren Reitern ausgerechnet am hellichten Tag an derselben Stelle. Diese Überraschungen sind es, die dieses Afrika nie langweilig werden lässt.

Leopard am Spielbaum

Leopard

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Das könnte knapp werden

Eigentlich ist die Regenzeit, die kaum eine war, noch nicht richtig zu Ende, schon zeigen sich die Konsequenzen. Und leider ist es, wie es immer schon war. Die Hereros in unserer entfernten Nachbarschaft – stolz auf ihre Jahrhunderte alte Rindererfahrung – stellen ganz überrascht fest, dass sie plötzlich und unerwartet für ihre ohnehin zu vielen Rinder keine Weide mehr haben. Ich sage das so zynisch, weil es mir einfach nicht in den Kopf will, dass man nicht rechtzeitg Vorsorge treffen kann z.B. mit Rinderverkauf, solange sie noch etwas auf den Rippen haben. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein oder zwei schwarze Farmer anrufen und nach Weide fragen. Ich muss jedem eine Absage erteilen, weil unser Gras vermutlich auch nicht reicht, wenn der nächste Regen erst wieder im Februar 2014 kommt.

Das Gras ist knapp

Das Einzige, was ich tun kann, ist ihren Rindern Wasser zu geben, wenn sie an unserer Farm vorbeiziehen. Aber auch das werde ich reduzieren bzw. einstellen, nach der jüngsten Erfahrung. Verabredungen einzuhalten ist leider keine afrikanische Tugend. Wer sich jetzt in seinem leise schlummernden Rassismus bestätigt sieht, den muss ich leider enttäuschen. Die oben beschriebene mangelnde Vorsorge ist von der Hautfarbe unabhängig. Der Unterschied, den ich zu erkennen glaube ist, dass die Einen sich von ihrem Statussymbol Rind nur schwer und nicht rechtzeitig trennen können, und die Anderen aus eher materialistischen Gründen bis an die Grenze und darüber hinaus gehen.

Natürlich hoffen wir alle noch auf ein Wunder, aber die Zeit wird knapp. Das Wasser hoffentlich vorerst nicht. Durstige Rinder oder durstiges Wild vor leeren Tränken stehen zu sehen, wäre ein Alptraum. Dieses Bild stammt vom Gemsbockposten, an dem der Windmotor offensichtlich ein technisches Problem hat.

Gemsbockposten leer

Heute am 18. April gab es eine Art Illusion von ausreichender Feuchtigkeit – Nebel, der bezeichnenderweise aus der Wüste kam. Begleitet von einem herrlichen Duft, der Leben verspach. Leider nur für einige Minuten. Die unbarmherzige Sonne hatte schnell ihre Arbeit getan.

Nebel statt Regen

Feuchte Illusion

Wüstennebel

 

 

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Endlich wieder Wasser

Es hat Monate gedauert, bis das Problem endlich gelöst war. Der Reihe nach: Das Bohrloch am Kakaduposten brachte eines Tages immer weniger Wasser. Das konnte schlimmstenfalls bedeuten, das es versiegt. Das wäre eine größere Katastrophe, weil das dann schon das zweite Bohrloch wäre, das in diesem wichtigen Gebiet kein Wasser mehr hätte. Also wollten wir erst einmal das 54 Meter lange Pumpengestänge ausbauen, um zu sehen, ob  eventuell nur eine Manschette undicht ist oder der Zylinder ein Problem hat.

Kakaduposten ohne Wasser

Bei diesem Akt, der bei uns bisher immer gut gegangen ist, ist das erdenklich Schlimmste passiert – eine Kette ist gerissen und 33 Meter der Pumpenrohre sind runter ins Bohrloch gekracht. Die Chancen, die Rohre wieder hoch zu bekommen, stehen 50:50. Mehrere Versuche scheiterten, zumal sich herausstellte, dass Wurzelwerk und Schlamm das Loch verstopften. Was übrigens auch der Grund für das Reissen besagter Kette war. Um es kurz zu machen – einem Spezialisten aus Omaruru ist es schließlich mit seinem Team gelungen, die elf Rohre in diesem dunklen Loch wieder zu packen und ans Tageslicht zu befördern.

Kampf ums Wasser

Was das gekostet hat, darüber schweigen wir lieber. Wasser ist in diesem Land nun einmal unbezahlbar. Zudem müssen wir in diesem Dürrejahr froh sein, dass unsere Wasserprobleme zumindest im Moment noch nur technischer Natur sind. Das trifft hoffentlich auch auf den Mittelposten und den Gemsbockposten zu, die wir uns als nächstes vornehmen müssen. Hauptsache erst einmal, die Rohre knallen nicht wieder runter.

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Bertas Oryxpremiere

Sie müssen ja alle irgendwie klein anfangen – so auch die Rauhhaarteckelhündin Berta. Ihre erste richtige afrikanische Nachsuche war nicht besonders schwer, aber sie hat sie immerhin gemeistert und hat mit ihren zehn Monaten dabei eine Passion an den Tag gelegt, die ich so selten erlebt habe. Das Problem mit ihr wird also nicht sein, ihr Interesse an der Schweißfährte zu wecken, sondern sie ruhiger zu bekommen, damit sie nicht vor lauter Übereifer über die Fährte hinwegschießt. Das ist mir so aber lieber als umgekehrt, zumal sie dieses erste Mal trotz allen Übereifers sich durch einen Widergang des Oryxbullen nicht hat irritieren lassen.

Bertas erster Oryx

Bertas Oryx

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Schon so schön

Man tut ihr sicher nicht unrecht, wenn man unsere Fliegenschimmelstute Hotline nicht als Schönheit bezeichnet. Ansonsten hat sie aber alles, was wir von einem namibischen Westernpferd erwarten – Gelassenheit, Ausdauer, Genügsamkeit und ein sonniges Gemüt. Das stammt sicher auch von ihrer Abstammung als Basothopony. Vor allem aber hat sie wunderschöne Fohlen zur Welt gebracht, von denen leider nur zwei überlebt haben. Das hat aber nichts mit Hotline zu tun. Die prächtige Welcome Hope als die letzte Tochter von Jerome und jetzt Wah-ta-wah als die Tochter von Dolorit.

 

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Dolorits erstes Fohlen auf Gross-Okandjou ist Omaha – Tochter von Azo, die eine direkte Schwester von meinem Lenz ist. Auch sie kann sich schon sehen lassen.

Omaha

Wir haben uns von dem Hannoveraner Hengst Dolorit ja etwas mehr Muskelmasse erhofft. Ich denke, man sieht schon den Erfolg. Vielleicht rede ich es mir ja auch nur ein…

Muskelspielchen

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Regengott auf vier Beinen

Der Lichtbringer Jupiter muss in den verschiedensten Relegionen für so Vieles herhalten – Blitz, Gewitter, Beschützer von Recht und Treue – dass so ein kleines Palominoscheckenfohlen damit wirklich überfordert wäre. Deswegen soll unser Jupiter “nur” als Regengott tätig werden. Schließlich ist er einen Tag vor dem großen Osterregen nach wochenlanger Trockenheit geboren. Und da seine Mutter Omuriro in der Sprache der Herero für Feuer und Blitz steht, könnte er seinem Namen ja vielleicht alle Ehre machen. Sein Vater ist übrigens der Palominohengst Jonny. Sollte Jupiter auf Gross-Okandjou dann auch noch Deckhengst werden, dann wäre das mit seiner Dominanz sicher ein gutes Zeichen – wenn man dran glaubt. Im Moment freuen wir uns über die Rarität eines Palominoschecken. Obwohl – wie sagen wir immer – die Farbe muss bei der Zucht eine untergeordnete Rolle spielen…

Auf jeden Fall – von Dominanz ist zumindest bei unserem Jupiter noch nicht viel zu entdecken.

 

Palominoscheckenfohlen

Junger Schmuser

Außerdem muss der Regengott nicht glauben, dass er keine Konkurrenz hätte. Toro – Sohn von Torra und Jonny – macht sich prächtig, ist selbstbewusst und dem Menschen gegenüber völlig angstfrei.

Der selbstwusste Toro

Er sucht geradezu die Nähe und genießt völlig entspannt die Streicheleinheiten.

Toro - die Schmusemaschine

 

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