Was die Anderen verpasst haben 4

Der WachhundDer erste AbendDurst am MorgenEin bisschen SchattenMorgens im Omaruru…und noch ein bisschen Trailstimmung.

Es war übrigens Niekes erster – nur mal so zum reinschnuppern oder besser verschlafen.

Niekes erster Trail

Siesta

 

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Seltene Anblicke

Es ist nicht so ganz einfach, der Dürre in diesem Jahr auch noch etwas Positives abzugewinnen. Eines gibt es dann da aber doch. Du siehst mehr! Kein Gras, blattlose Büsche – und plötzlich tut sich eine ganz neue Welt auf. Ein Erdferkel beim Mittagschlaf z.B. Bisher bist Du immer davon ausgegangen, Erdferkel sind nur nachts zu sehen oder mit etwas Glück während der Dämmerung. Jetzt liegt es da ohne jegliche Deckung. Vielleicht liegt es auch sonst dort. Du siehst es nur nicht.

Leichte Beute

Späte Flucht

Erst spät lässt es sich stören. Zu spät nach meinem Geschmack, denn es gibt viele, die scharf auf diesen leckeren Happen wären.

Braune Hyäne

Sie z.B. würde ein Erdferkel nicht verschmähen – die braune Hyäne. Auch sie ist hauptsächlich nachts auf Beutetour. Da hatten wir sie schon häufiger auf einer unserer Wildkameras. Am hellen Morgen noch nie.

Eigentlich lichtscheu

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Zwei vom Fach

Jochen und HeinzDu kannst nicht alles können. Wäre zwar schön als Farmer, und einige tun auch so, als könnten sie und müssen dann mit dem Ergebnis leben. Oder eben doch Fachmänner zu Rate ziehen. Zwei wie Jochen und Heinz. Letzterer hat uns während der gesamten Bauphase der Winterlapa mit seinem Sachverstand zur Seite gestanden, und Jochen ist der Fachmann für die schwereren Sachen im doppelten Sinne. Eisentüren und -fenster in eine Holzkonstruktion einzupassen ist schon eine heftige Herausforderung. Nichts ist wirklich gerade. Er hat´s aber geschafft.

Jochen und sein Werk

Nach genauer Beobachtung und Bewunderung seiner Arbeit würde ich es mir beim nächsten Mal immer noch nicht zutrauen. Vielleicht aber bin ich auch bequem geworden – oder nein! Mein Motto: Wenn jemand etwas besser kann als Du, lass es ihn machen. Mein älterer Bruder Uwe würde sagen, damit hast Du Dich schon früher um jegliche handwerkliche Tätigkeit gedrückt. Völliger Quatsch! Er konnte es wirklich besser.

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Kleiner Teckel – große Beute

Erfolgreiche NachsucheDiese kleinen Jagdhelfer sind doch verdammt nützlich. Vielleicht hätten wir diesen Oryx auch ohne Berta gefunden – vielleicht! Mit ihr war es auf jeden Fall einfacher und es ging schneller. Schließlich ist es das Ziel eines anständigen Jägers, ein angeschweißtes Stück Wild so schnell wie möglich von Schmerzen zu erlösen. Unser Freund Robert hatte einen sauberen Schuss angetragen, aber wie es nun einmal so oft bei den harten Oryxantilopen ist, sie verenden nicht am Anschuss. Auch dieser Gemsbock nicht. Er tat sich nach einigen hundert Metern nieder. Berta führte uns hin und ich konnte einen sicheren Fangschuss anbringen.

Als Farmer, der sein Wild liebt, bist Du in diesen harten Dürrezeiten in einer Zwickmühle. Wer oder was hat Priorität? Deine Pferde und Rinder oder das Wild? Es ist nur zu deutlich, dass das Wild das letzte Gras schneller wegfrisst, als Pferde und Rinder hinterherkommen. Schießt Du einen Oryx rettest Du ein Pferd?! Diese Formel ist zu einfach. Ich kann nur hoffen, dass ich das richtige Maß gefunden habe. Und mit mir all die anderen Farmer, die in einer ähnlichen Situation sind wie wir.

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Sie wachsen langsamer

Die KleinfamilieEs kann ja sein, dass wir uns etwas vormachen. Aber es scheint so, als ob sie langsamer wachsen – die Fohlen Tatanka und Sharif und auch die  sechs Junghengste. Gerade Valentino – der jüngste von ihnen – könnte jetzt einen Eiweißschub gebrauchen. Auch die älteren, die bereits über drei Jahre alt sind, sind längst noch nicht ausgewachsen.

Immer neugierig

Unter den hiesigen harten Bedingungen kann es bis zu sieben Jahren dauern, bis ein Pferd seine endgültige Statur hat. In unserem Sinne ist es aber nicht vernünftig, sie jetzt mit Kraftfutter vollzustopfen. Du verspielst damit auf lange und mittelfristige Sicht ihre Fähigkeiten, gerade mit diesen Verhältnissen klar zu kommen.

Little Jo

Unser Zuchtziel ist es nach wie vor, nicht das schickste und eleganteste Sportpferd zu züchten, sondern ein widerstandsfähiges und zuverlässiges Arbeits- und Reitpferd, das in die namibische Landschaft passt.

Jupiter

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Sie leben vom Futterbusch

Noch ganz okSolange das Geld reichtRinder und Pferde haben sich in den letzten Wochen total umstellen müssen. Wir haben auf unseren über 9000 Hektar praktisch keinen Grashalm mehr. Die wenigen, die wir noch hatten, hat das Wild weggeputzt – allen voran die Oryx und Zebras, die wir sonst nie zu Gesicht bekommen. Im Moment leben wir nach wie vor von der Hoffnung auf Regen und unsere Rinder und Pferde vom Futterbusch. Eigentlich ist dieser Futterbusch bei den Farmern nicht sehr beliebt, weil er das Gras verdränge und ein Hinweis auf degradierte Weide sei. Das stimmt im Prinzip. Wenn Du aber kein Gras mehr hast, bist Du dankbar für den harten kleinen Busch, den alle Tiere erst annehmen, wenn es gar nichts mehr gibt. In den letzten zwei zurückliegenden Dürren haben unsere Tiere nur durch diesen Futterbusch, der auch Pferdebusch genannt wird, überlebt. Jetzt hoffen wir natürlich, dass sich das wiederholt. Im Moment sehen unsere Herden noch ganz manierlich aus.

Immer auf Futtersuche

Sollte bald Regen kommen, ist es auch der Futterbusch, der zuerst grün wird und wieder neue Energie liefert. Da dieser Busch aber  sehr taninhaltig ist, musst Du mit Speziallecke zufüttern, damit der Organismus mit dem Tanin besser umgehen kann. Denn zu viel ist schädlich. Auf den Busch alleine können wir uns aber nicht verlassen.

So viel wie die Farmkasse hergibt, wird für Kraftfutter und Gras ausgegeben. Getrieben auch von der Sorge, dass es bald nichts mehr geben wird. Im Moment füttern wir die alten und mageren Tiere zu und natürlich die Stuten mit Fohlen. Wie lange werden wir durchhalten? Schlimmstenfalls kann es bis zum nächsten Regen noch drei Monate dauern. Er könnte auch ganz wegbleiben…

 

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Männerritual

Welches Deo benutzt Du?FriedenOb er uns wohl das Wasser reichen kann? Ist er größer, schöner, stärker? Das beschäftigt auch die Männerwelt unter den Pferden, wenn ein Neuer angekündigt wird. Diesmal ist es Valentino – der Sohn von Dolorit und JC – der zur Hengstherde kommt. Das ist übrigens schon im August geschehen wie die meisten News, die ich heute in den September gesetzt habe. Im August hat die Ankunft von Nieke alles überstrahlt und das sonst Wichtige auf Gross-Okandjou in den Hintergrund gedrängt. Das versteht Ihr doch?! Nieke geht es übrigens gut.

Zurück zu dem anderen Nachwuchs. Valentino ist also zur Hengstherde gekommen. Dort haben ihn Dolorit, Jupiter, Little Jo, Feuerstein, Torro und Nugget erwartet. Außer dem üblichen Imponiergehabe nichts Besonderes. Er wurde schnell akzeptiert.

Schau uns an!

Valentino links

Valentino vorneweg

 

 

 

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Tatanka und Sharif

Sharif und TatankaDer Eine kräftig, der Andere eher elegant. Das entspricht auch ihren Müttern – Cheyenne und Soraya. Tatanka ist allerdings auch einen Monat älter. Trotzdem ist der Typunterschied deutlich. In Sharif ist Araberblut und in Tatanka Quarterhorseblut. Zur Erinnerung: Der Vater ist ein sehr dunkler Boerepferdhengst. Im Moment hat man nicht den Eindruck, dass das Wachstum der Fohlen unter der Dürre leidet. Auch die Mütter stehen noch gut im Futter.

Familienleben

Sie bekommen auch ausnahmsweise Kraftfutter. Wie wichtig gerade in der Wachstumsphase nahrhaftes Futter ist, weiß jeder Pferdezüchter und – liebhaber. Es ist eine Zwickmühle. Einerseits sollen unsere Pferde an die hiesigen harten Bedingungen angepasst sein, anderseits möchten wir sie natürlich auch nicht kümmern lassen. Hoffentlich finden wir auch in diesem besonders harten Jahr das richtige Maß.

Abendspaziergang

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Wilderer geschnappt

SpurensucheDreister geht es eigentlich auch nicht mehr. Wir finden eine Schlinge im Grenzzaun, frisches Blut und frische Fußspuren, die direkt ins Lager von Straßenarbeitern führen, die seit Monaten an unserer Grenze campieren und schon oft unseren Verdacht hervorgerufen haben. Die Beute hängt fein säuberlich zerschnitten als zukünftiges Biltong am Lagerzaun. Und nicht nur dort.

Aufs Dach gestiegen

Besonders raffiniert: Auf dem Klodach und schließlich auf allen anderen Dächern auch. Glücklicherweise ist es Gunnar als Reservepolizist gelungen, auch mal die hauptamtliche Polizei von Omaruru zu mobilisieren. Mobilisieren – im doppelten Sinne. Der erste Versuch ging schief, weil sie angeblich kein Fahrzeug zur Verfügung hatten. Eine übrigens oft benutze Ausrede, um nicht tätig werden zu müssen. Gunnar bot ihnen schließlich an, sie mit seinem Fahrzeug an den Tatort zu führen. Das Ergebnis war ein müder Sergeant, der sich von einem  freiwilligen Reservepolizisten bereitwillig zeigen ließ, wie Polizeiarbeit geht.

Schlecht versteckt

Und plötzlich hatten wir auch Ergebnisse. Zwei Verdächtige in Untersuchungshaft – allerdings auch wieder nach einigen Tagen raus auf Kaution von N$ 2.000.- pro Kopf, was außergewöhnlich viel ist, und der Prozess steht jetzt aus. Vorausgesetzt die auf Kaution Freigelassenen sind bis dahin nicht verschwunden.Wahrscheinlicher ist, dass sie als Wiederholungstäter wieder geschnappt werden. Der dritte Verdächtige – der Boss der Straßenarbeiter – war angeblich nicht da, als er vorläufig festgenommen werden sollte. Mir begegnet er seitdem regelmäßig – sogar in der Stadt in der Nähe der Polizeistation.

Kaution ist zur Zeit das große Thema in Namibia. Die Gefängnisse sind überfüllt und Richter neigen u.a. deswegen dazu, Verdächtige gegen eine zum Teil lächerliche Kaution wieder auf freien Fuß zu setzen bis zur Gerichtsverhandlung, deren Termin irgendwann in weiter Ferne liegt. Gegen diese Praxis formiert sich öffentlicher Widerstand. Den letzten gab es in Omaruru, an dem auch wir uns beteiligt haben.

Der Anlass war eine Gerichtsverhandlung über den Kautionsantrag von Nashornwilderern. Bei Nashörnern und auch Elefanten ist die Öffentlichkeit mittlerweile besonders sensibel. Sicher zu Recht. Mir aber liegt daran, dass Wilderei grundsätzlich strenger bestraft wird. Der Schmerz eines Tieres in einer Schlinge ist nicht abhängig von seiner Größe oder Bedeutung. Die Entscheidung über den Kautionsantrag der Nashornwilderer ist übrigens vertagt worden. Das hat zumindest den einen Vorteil, dass die Verdächtigen in Untersuchungshaft bleiben. Als Wellnesshotels sind namibische Gefängnisse nicht bekannt. Allerdings auch nicht als ausbruchssicher.

 

 

 

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Schweinehirten

Hundefutter kein SchweinefutterDamit muss man in diesem Dürrejahr rechnen. Wild und wildlebende Tiere jeglicher Art trauen sich immer näher ans Farmhaus heran. Natürlich in der Hoffnung etwas zu fressen oder wenigstens zu saufen zu finden. Dieses Schwein aber war doch eine Ausnahme. Es hat zunächst den großen Hundefuttersack auf Alinas Terrasse entdeckt, dann die Sattelkammer inklusive Pferdefutter, hat sich einfach nicht vertreiben lassen und hatte plötzlich auch einen Namen – Hilda! Zu guter Letzt ließ Hilda sich auch noch streicheln. Zwischendurch hatte sie dann auch noch ihren Frischling mitgebracht. Emma – eine unserer beiden Rauhaarteckelhündinnen wurde es dann aber doch zu viel. Emma vom Zigeunerbusch – dieser stolze Hinweis auf meinen Zwinger sei gestattet – vertrieb sie eines Tages erfolgreich. Über Hilda gäbe es noch vieles zu erzählen, aber die Bilder sprechen eigentlich für sich.

Der Hüter der Säcke

Rausgelockt

Nicht wasserscheu

Pferde? Keine Gegner!

Kein Pardon mit Hilda

 

 

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