Nur für den Winter?

Eigentlich sollte es nur eine kleine Gästelapa für die kalte Jahreszeit werden. Also eine Hütte mit dichtem Dach und ebensolchen Wänden, um den kalten Tagen – ja die gibt es auch in Afrika! – beim Essen und Trinken trotzen zu können. Jetzt ist es doch etwas mehr geworden. Nicht so viel mehr, wie es die lange Bauzeit vermuten lassen könnte, aber doch eine in sich unabhängige Einheit mit Küche, Bar, Essecke und Kamin.

Besonders happy ist die Missis, wie das hier heißt, weil sie eigentlich schon nicht mehr daran geglaubt hat, dass dieses Teil überhaupt irgendwann mal fertig wird. Jetzt plötzlich ist sie aber hin und her gerissen. Sie wollte ja, dass i h r e Privatküche im Farmhaus endlich wirklich privat wird und die Gäste in der neuen Lapa betreut und bekocht werden. Nun aber gefällt es ihr in der neuen Hütte so gut, dass  sie sie am liebsten auch allein für sich in Beschlag nehmen würde. So haben wir aber nicht gewettet. Also begnügt sie sich – vorerst – mit der Besetzung der Bar. Wobei nicht ganz klar ist, ob vor oder hinter dem Tresen.

Als wir sie im kleinen Kreis eingeweiht haben, wollten wir eigentlich gar nicht mehr raus. Gemütlich ist wohl die richtige Bezeichnung. Das haben auch unsere Hunde schnell so gesehen und sich vor den Kamin gelegt, obwohl er nicht brannte.

So kalt war es dann Mitte Mai nun doch noch nicht. Ob der Kamin dann im Juli oder August die Wärme bringt, die man für eine perfekte Gemütlichkeit braucht, muss sich erst noch zeigen.

Hier noch einige Bilder, die Euch einen Eindruck vermitteln. Sie sind gewissermaßen auch als Einladung an Euch gedacht. Vor allem an Diejenigen, denen wir schon seit ewigen Zeiten erzählt haben, dass wir so eine Winterlapa planen. In Afrika dauert eben Alles ein bisschen länger….

 

 

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Der etwas andere Blick

Manchmal übersehen wir es einfach, dass unsere Gäste zum Teil nicht nur talentierte Reiter sondern auch talentierte Fotografen sind. Diesmal ist es wieder besonders aufgefallen. Deshalb habe ich mich gerne daran erinnert, dass wir schöne Gästefotos immer mal wieder veröffentlicht haben. So also auch heute. Das Bild mit der Kühlbox dort oben ist allerdings von unserem Junias, der in dieser Beziehung auch ein erstaunliches Talent hat. Die anderen Bilder sind hauptsächlich von Steffen aber auch von Hanna und Brigitte. Auch die Bilder von der Omaruruüberquerung sind zum Teil von den Reitern.

 

 

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Ein Trail der besonderen Art

Wenn Du nur genau wüsstest, wann die Regenzeit endet, wärest Du um Vieles klüger aber auch ärmer. Für die Weide und das Grundwasser bleibt Dir die Hoffnung. Um den ersten Erongotrail in der Saison musst Du aber bangen. Wann ist der richtige Termin? Wann könnte der Omaruru noch oder wieder laufen und eine totale Umorganisation provozieren? Diesmal lief er wieder – und wie! Plötzlich am frühen Morgen des dritten Tages. Durch oder nicht durch? Das ist dann die Frage, die Du nur vor Ort beantworten kannst. Die Antwort lautete: Das Begleitfahrzeug macht einen riesigen Umweg und die Reiter riskieren es. Allerdings zu Fuß. Unser Junias spielte das Versuchskaninchen.

Auch wenn das Wasser nicht besonders tief ist, haben die laufenden Riviere ihre Tücken. Unvermittelt starke Strömung, Untiefen und nicht erkennbare Schlicklöcher. Abenteuer pur, für das die Reiter sich freiwillig entschieden haben.

Sie haben es geschafft! Erleichterung, Stolz und Freude begleiteten sie auf den übrigen vier Tagen.

 

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Von der Sonne verwittert

Irgendwann schafft die Sonne alles und alle. Manchmal verwöhnt sie auch. Z.B. in diesem April die Weide. Da der Regen sehr spät kam, hätte es auch gewaltig schief gehen können. Ist es aber nicht. Das ist der Vorteil bei uns im Westen, die wir näher an der Wüste sind. Die warme Sonne lässt bei uns das Gras noch wachsen, wenn es in anderen Landesteilen dafür schon zu kalt ist. Aber zurück zum eigentlichen Thema! Die Sonne hat unser Einfahrtsschild, auf dem wir vor vielen Jahren stolz darauf hingewiesen haben, dass wir Namibias erste Westernriding Ranch sind, total zerfressen. Jetzt haben wir einen neuen Versuch unternommen und schauen mal, wie lange der der Sonne standhält. Auf den Schriftzug “Namibias erste Westernriding Ranch” haben wir in aller Bescheidenheit verzichtet, obwohl das nach wie vor stimmt. Wir sind aber nicht mehr die einzige. Und das ist gut so. Eines unserer Ziele war und ist es ja auch immer noch, das Westernreiten in Namibia populär zu machen.

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Ein besonderer März

Dieser März 2017 war schon etwas Besonderes. Während der ersten drei Wochen hat es immer mal wieder geregnet. Nicht besonders viel, aber gut verteilt – über die gesamte Farm und in den zeitlichen Abständen so, dass das Gras gerade im richtigen Moment wieder das nötige Nass bekam, um weiter wachsen zu können. Letztlich waren es “nur” 200 Millimeter Niederschlag – eigentlich unterdurchschnittlich.

Das zusätzlich Besondere war, dass fast alle unsere Riviere gelaufen sind – nicht heftig aber immerhin – und unsere Dämme wieder Zulauf bekamen. Das ist vor  allem für den Anstieg des Grundwasserpegels von Bedeutung.

So wird der Wasserstand unseres Brunnens am Tierposten voraussichtlich in den nächsten Wochen wieder so ansteigen, dass wir ihn über längere Zeit nutzen können. Wer Gross-Okandjou kennt, weiß sofort, was das für uns bedeutet. Auch der Kompaneno ist wieder einmal etwas gelaufen. Ob das allerdings reichen wird, um den Brunnen an Ostende wieder aufzufüllen, muss sich erst noch zeigen.

 

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Wie machen sie das?

Die schlimmsten Knochengerüste haben wir Euch in den letzten News vorsichtshalber nicht gezeigt. Besonders unsere älteren Pferde wie Cortez, Hotline und Jerome sahen wirklich furchterregend aus. Wir haben aber wieder etwas dazugelernt. Es hat keine zwei Wochen mit frischem Grün gedauert und sie gingen wieder auseinander. Ohne Koliken übrigens! Erst der Bauch, dann die Muskeln und dann glänzte auch das Fell wieder.

Da haben wir erst wirklich begriffen, welches Glück wir doch noch hatten. Und uns fielen die Wildpferde im Süden Namibias ein. Dort war die Dürre seit Langem zum ersten Mal so außergewöhnlich, dass sich Namibia ernsthafte Sorgen machen muss um das Überleben dieser einmaligen Tiere.

Wir haben in dieser harten Zeit sogar ein Überraschungsfohlen bekommen. Unser Nachwuchshengst Little Jo hatte sich irgendwann einmal durch einen Zaun gemogelt und Junias`Flamingo beglückt. Und daraus ist sogar ein besonders hübsches Stutfohlen entstanden.

Die Reitpferde der Herde haben sich termingerecht so schnell erholt, dass wir wieder genügend Zeit haben, um sie für den ersten Trail zu trainieren, der am 10. April beginnt.

 

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Aus dem Vollen schöpfen

Wir hatten unsere Rinderherde vorsichtshalber in Erwartung der Dürre erheblich reduziert. Die Preise waren in der Notlage natürlich mies, sie reichten aber, um Futter kaufen zu können, das natürlich auch immer knapper und teurer wurde. Ich hatte es in den letzten News schon erwähnt, die Rinder haben eigentlich zum Überleben unserer Pferde beigetragen. Die Übriggebliebenen können jetzt aus dem Vollem schöpfen. Es sei ihnen gegönnt. Sie haben es sich verdient. Ob es die Pferde ihnen in irgendeiner Form danken? Soweit haben wir es noch nicht geschafft, in die Psyche unserer Tiere einzudringen. Wäre aber interessant. Vielleicht irgendwann einmal.

 

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Das Gras wachsen hören

Diese Höhen und Tiefen in diesem Land!! Dort wo es vor drei Wochen noch grau in grau war, trist und deprimierend, wurde es von Tag zu Tag grüner. Heute hast Du gedacht, toll wie es plötzlich aussieht und Du warst schon fast zufrieden. Aber es wuchs und wuchs und wächst immer noch. Du kannst zuschauen, du hörst es geradezu wachsen. Die letzte Woche im März gab es keinen Regen mehr, aber die 200 mm scheinen zu reichen. Regen im April wäre dann noch ein Geschenk des Himmels. Namibia ist ein verrücktes Land. Glück und Leid dicht beieinander. Wir zeigen jetzt nur das Glück. Nicht die ganze Farm sieht so prächtig aus. Es gibt auch viele kahle Stellen, auf denen noch im Vorjahr mehrjährige Gräser standen. Andere Bereiche sehen wunderbar grün von Ferne aus. Bei genauerem Hinsehen aber siehst du Unkraut und andere minderwertige Pflanzen. Das alles sind Folgen von Überweidung, die wir nicht haben verhindern können, weil Wild und Rinder aus der gesamten Nachbarschaft zu uns strömten. Da kannst du wunderschöne Pläne machen, wie viel Reserveweide du dir erhältst. In so einer Notlage sind unsere normalen Rinderzäune kein Hindernis mehr. Oder der eine oder andere freundliche Nachbar macht sie einfach platt. Wildwest!

 

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Das lange Warten hat ein Ende. Der Februar hatte es noch einmal spannend gemacht. Eigentlich der wichtigste Regenmonat. Fast das ganze Land freute sich über gute Niederschläge, nur bei uns sollte es nicht klappen. Dann aber brachten die ersten zehn Tage im März die Erlösung.

Etwa 100 Millimeter zeitlich und räumlich gut verteilt brachten vor allem das, womit in dieser Saison eigentlich auch zu rechnen war  – wenn es regnet.

 

Kein Gras hielt das Wasser auf. Also liefen die Riviere – bei uns der Okandjou und auch der Kompaneno – und unsere Dämme bekamen endlich wieder Zulauf. Vor allem der Tierpostendamm, der für den Brunnen verantwortlich ist, der zwei Posten bedienen muss. Sando genießt schon mal.

Der Grundwasserspiegel wird wieder steigen. Im ganzen Land sind übrigens wieder die Dämme voll gelaufen – auch die, die für die Wasserversorgung Windhoeks verantwortlich sind. Dort war es schon verdammt knapp. Trotzdem konnte man den Eindruck haben, dass kaum jemand den Ernst der Lage wirklich wahr haben wollte. Wird schon irgendwie… Wird es aber nicht. Die nächste Dürre kommt bestimmt und Windhoek und die Regierung müssen handeln.

Publiziert am von vogel | 1 Kommentar

Schön für´s Auge

Natürlich müssen wir dankbar sein, dass wir endlich Grün sehen. Es ist ein Genuss für`s Auge und auch für´s Herz. Aber im Moment ist es nur ein Flaum, ein Teppich aber auch ein Anfang. Die nächsten Wochen, ja Tage schon müssen zeigen, ob die Niederschläge schon reichen und ob das überbeanspruchte Gras nach so vielen harten, dürren Monaten noch die Kraft hat, Masse zu bringen.

Viele der so wichtigen mehrjährigen Gräser sind total verbrannt und werden wohl kaum noch nachwachsen. Was aber ist mit frisch aufgehenden Samen? Kommt der nächste Regen rechtzeitig, bevor das junge Gras wieder welk wird? Ob die Weide reichen wird, bis zur nächsten Regenzeit, ist im Moment überhaupt noch nicht vorauszusagen. Dennoch – das Schlimmste ist erst einmal vorbei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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