Land der Kontraste

Wer gute Nerven hat, kann sie genießen – die Höhen und Tiefen in diesem Land, die gnadenlos in kürzesten Abständen aufeinander folgen. Jetzt noch die Dürre und die Sorge, wie es weitergehen soll mit Weide und Wasser, und dann plötzlich das andere Extrem. Unser Okandjou und der Kompaneno sind in der letzten Februarwoche so stark abgekommen wie noch nie.

Dabei haben sich die Niederschläge bei uns in normalen Größenordnungen bewegt. In den Tjirundu- und den Elefantenbergen, aus denen die beiden Riviere entspringen, stand tagelang eine dunkle Gewitterwand. Offensichtlich sind auch alle Dämme dort schnell vollgelaufen, sodass unser Zufluss nicht mehr aufgehalten werden konnte.

Das andere Extrem: Der Tierposten hat noch einmal guten Zulauf bekommen, der Neudamm aber ist nach wie vor leer. Warum? Vielleicht müssen wir doch mal genauer prüfen, ob die Chinesen mit Zustimmung unseres lieben Nachbarn im Bereich der Granitplatte nicht doch schon Vorbereitungen für ihre Wasserversorgung getroffen haben. Denn von dort kommt der Zufluss für unseren Neudamm.

Unsere Weide könnte sich durch den Regen der letzten Februartage erholen, wenngleich durch die Dürrejahre große Flächen wahrscheinlich kahl bleiben werden oder es kommt die gelbe Farbenpracht der Morgensterne, die zwar hübsch anzusehen ist, aber für eine Degradierung der Weide spricht.

Unseren Pferden ist das zu verkopft. Sie fressen die Blütenpracht gerne. Es sieht so aus, als ob wir aus dem Gröbsten raus sind. Die Pferde haben überlebt und sind für die Reitsaison fit. Die Rinder haben wir zu guten Preisen noch einmal reduziert und auch sie werden wohl bis zur nächsten Regensaison überleben.

Vor zwei Jahren hatte die Straßenbehörde die Durchfahrt des Okandjou auf der Omatjette-Pad aufwändig befestigt und betoniert. Ein bisschen übertrieben, dachte ich, aber wer weiß, wie es heute dort aussehen würde, wenn sie nicht befestigt worden wäre.

Bilder von dem Höhepunkt der Flutwelle des Okandjou haben wir leider nicht machen können. Der fand in der Nacht vom 28. auf den 29.Februar von 21.00 Uhr bis Mitternacht statt. Außerdem wären wir zu dieser Zeit wahrscheinlich weder zu Fuß noch mit dem Geländewagen bis zum Ufer gekommen. Kurz vor Dunkelheit ging es gerade noch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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