Der etwas andere Hund – die Fünfte

Wotan ist doch schon ganz schön groß geworden. Erst dachten wir, der wächst ja überhaupt nicht. Lange Zeit war unser Drahthaar Athos noch größer. Das hat sich jetzt aber deutlich geändert. Er ist nun ein gutes Jahr alt und wird auch noch zulegen. Nur wie viel? Das werden wir wahrscheinlich nie so genau wissen, weil es nicht ganz einfach ist, ihn zu wiegen. Ok, er ist schwer, aber das würden wir schon irgendwie hinkriegen. Nur es ist jetzt schon deutlich schwierig, etwas mit ihm anzustellen, was er nicht mag. Er ist eben ein Kangal. Was seinen Charakter betrifft eine große Ausgabe eines Teckels. Das bedeutet nicht, dass Wotan grundsätzlich missmutig ist – im Gegenteil. Er ist freundlich – wenigstens uns gegenüber – verspielt und verschmust.

Wenn er genug hat, zeigt er das aber deutlich, indem er plötzlich seines Weges geht, Schatten aufsucht, sich hinlegt und so tut, als ob es uns gar nicht gäbe. Da sollte dann auch ein kleineres Menschenkind wie Nieke besser Platz machen.

Nieke traut der Sache nicht so ganz. Wesensfeste Hunde wie Wotan haben es aber gar nicht nötig, so einen kleinen Quälgeist erst zu nehmen. Wir nehmen das einfach hin und sagen uns, er nutzt jede Chance, um seine Kräfte zu sammeln. Die er, wie sich herausgestellt hat, vor allem nachts einsetzt. Da ist er unterwegs im Umfeld der Herde. Nur, wie erfolgreich er dabei ist, können wir noch nicht mit Gewissheit sagen. Verluste durch Raubwild, Vieh- oder Wilddiebe hatten wir zumindest dort, wo er wacht, noch nicht. Das kann aber auch Zufall sein.

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