Gross-Okandjou moderner – auch besser?

Wir haben uns entschlossen, unsere Homepage der Moderne anzupassen. Unser Webmaster meint, unser selbstgebackenes Weihnachtsplätzchen sei wirklich nicht mehr zeitgemäß. Oder härter noch: Wie ein fünfzig Jahre altes Auto. Wer lässt sich so etwas schon gerne sagen, wenngleich ja in Afrika die Uhren etwas anders und vor allem langsamer ticken. Das  fanden wir eigentlich immer ganz sympathisch und ein Großteil unserer Gäste auch. Mit der neuen Homepage hoffen wir nun einfach, dass wir mit ihr das schaffen, was und wie wir auch sonst ganz gerne leben – das Gute vom Alten bewahren und sich dem sinnvollen Neuen nicht verschließen. Ob uns das wenigstens an dieser Stelle gelungen ist, entscheiden am besten Sie. Auf jeden Fall ein Gewinn –  wir werden aktueller sein können und die Seite wird sich häufig verändern. Anfangs noch häufiger als gewollt, weil jetzt zum Umstellungstermin längst noch nicht Alles so ist, wie es sein sollte. Aber irgendwann muss es ja losgehen. Also jetzt! Halten Sie sich mit Kritik nicht allzu höflich zurück, wenngleich ein bisschen Lob auch nicht schaden kann. Übrigens: Für die Nostalgiker gibt es noch das Newsarchiv und die alte Fotogalerie im Stil des Weihnachtsplätzchens.

Veröffentlicht unter News | 4 Kommentare

Nachtschwärmer – oft widerwillig

Leopard

 

Seine Welt ist die Nacht. Selten entdeckt man ihn bei Tageslicht. Das ist normal. Leider aber fällt uns in letzter Zeit auf, dass Wild, das üblicherweise tagaktiv ist, auch den Schutz der Dunkelheit sucht – wie z.B. die Kudus. Gerade die alten Kudubullen schleichen vermehrt durch die Nacht. Da wir sehr behutsam und nachhaltig jagen – Nachtjagd ist in Namibia übrigens zum Glück verboten – machen wir dafür in erster Linie die Beunruhigung durch die immer weiter zunehmende Wilderei verantwortlich.

Kapitaler Kudubulle

Auch die Oryx sind im Moment fast ausschließlich nachts unterwegs. Das hilft ihnen aber wenig. Auch die Wilderer sind hauptsächlich nachts mit ihren Hunden und Speeren auf der Suche nach Beute. Im Gegensatz zu Kudus ist er leider zu mutig und wehrhaft. Die Hunde nimmt er nicht ernst, aber sie binden ihn an einer Stelle und Herrchen sticht den tapferen Kämpfer ab. Eine Lehre für´s Leben!

Oryxbulle

Hartebeester sehen wir ohnehin selten. Jetzt noch seltener, denn auch sie bevorzugen  vermehrt den “Schutz” der Nacht. So freuen wir uns wenigstens über die Bilder unserer Wildkameras.

Hartebeester

Wer oder was ist das da unten? Sie waren schon immer Geister bei uns, aber sie waren da – mal mehr, mal weniger. Eigentlich auch eher tagaktiv, aber immer besonders vorsichtig. Und sie wissen warum. Diese größte Antilope Namibias ist ein besonders begehrter Brocken Fleisch. Da sie sich kaum der Hundemeute stellen, lassen sich die Wilderer was anderes einfallen – Schlingen. Die aber sind besonders teuflisch. Das Wild verreckt darin grausam und oft wird nicht einmal die Beute geborgen. Die Täter haben entweder vergessen, wo sie überall Schlingen platziert haben – wir haben schon mal über 40 in einem Kamp entfernt – oder sie trauen sich nicht zurück, weil sie gemerkt haben, dass wir ihnen auf der Spur sind.

Elanbulle

Es geht auch genauer.

Und da gibt es dann auch noch einige Spezies, die sich nachts immer schon wohler gefühlt haben.

Braune Hyäne

Duiker

Erdferkel

Honigdachse

Wildkatze

Stachelschweine

Springhase

Die nächsten Burschen lassen sich nicht vorschreiben, wann sie unterwegs sind. Da sie hinterhältig und intelligent sind, wissen sie, dass die Chance auf Beute nachts am größten ist.

Schakale

Zum Schluss noch ein paar Bilder von Nachschwärmern, die ihr mittlerweile kennt.

 

 

Veröffentlicht unter News | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Verrücktes Jahr

Wenn es schon im Mai eine Überraschung war, was ist es dann erst im Juni? Genau genommen Ende Juni! Regen!! Nun will ich mal nicht übertreiben. Es waren kaum messbare Tropfen.

Aber erstens sind wir in der Nacht von dem Prasseln auf dem Blechdach wach geworden und zweitens habe ich in meinen vielen Namibiajahren noch nie Regen im Juni erlebt. Die Altklugen aber auch die klugen ganz Alten sagen, das habe es schon immer gegeben. Mag sein. Im Süden Namibias trifft das auf jeden Fall zu. Der kalte Winterregen ist dort eine große Gefahr vor allem für Schafe. Diesmal hat es dort sogar schon Hagel gegeben. Wir haben hingegen noch eine Besonderheit zu bieten. Unser Winterregen war warm. Noch verrückter – trotz normaler Winterkälte all die Tage. Siehe Kleidung bei der Morgenbesprechung. Stellt sich der Mitteleuropäer so Afrika vor?

 

Veröffentlicht unter News | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Besuch bei Tatanka

Tatanka – unser Prachthengst. Von ihm wird es eines Tages sicher heißen, dass er es war, der einen wesentlichen Anteil an dem Gelingen unserer Zucht des Namibischen Westernpferdes hatte. Seine Nachkommen haben uns jetzt schon unserem Zuchtziel deutlich nahe gebracht. Im Moment genießt er sein Pferdeleben in freier Wildbahn schon seit einigen Monaten mit den Stuten Azo, Ruckzuck, Kleopatra und Alberta.

Wir werden in unseren Bemühungen, unsere Pferde so natürlich leben zu lassen wie möglich, noch einen Schritt weiter gehen. Wir werden die Stuten im Busch fohlen lassen und vertrauen dabei auch auf Tatanka. Er ist ein wachsamer Beschützer ersten Grades. Nicht einmal einer unserer Hunde darf seiner Familie zu nahe kommen. Da wird aus diesem Gemütstier eine Bestie. Wir hoffen einfach, dass sich das auch bei Leoparden, Geparden und den braunen Hyänen rumspricht.

Veröffentlicht unter News | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Überraschung im Mai

Diese Regensaison war schon eine außergewöhnliche. Im Mai gab es aber noch Einen oben drauf. Üblicherweise ist im April mit den Niederschlägen Schluss. Diesmal gab es aber sogar im Mai eine messbare Zugabe. Jeder Tropfen ist willkommen – auch so spät. Unsere Weide wird uns in diesem Jahr reichen und im nächsten wahrscheinlich auch. Wenn die Vorhersagen stimmen, werden wir es auch dringend nötig haben. Das Wetterphänomen El Nino sei so heftig im Anmarsch wie noch nie. Das bedeutet in unserem Teil Afrikas vor allem Dürre. Noch wollen wir uns aber nicht die Freude über den Rekordregen verderben lassen. El Nino (ich weiß, da  fehlt ein Kringel über dem n. Das gibt meine Tastatur aber nicht her.) kann warten.

Wie Ihr sicher schon gemerkt habt, können das eigentlich nur Drohnenbilder sein. Stimmt! Wir setzen unsere Drohne gerne für friedliche Zwecke und neue Perspektiven ein. Deswegen noch ein paar Bilder vom Farmhaus und Umgebung. So präzise kann das Google Earth nicht.

 

 

Veröffentlicht unter News | Hinterlasse einen Kommentar

Tapferer SugarKing

Dreimal hat er es über sich ergehen lassen müssen. Er wollte einfach kein Wallach werden. Erst die normale Kastration zusammen mit den anderen Junghengsten, die wir für den Reitbetrieb ausgesucht hatten. Der Tierarzt hatte aber nur einen Hoden gefunden und entfernt und SugarKing legte seine Hengstmanieren nicht ab. Dann, da Alina ihn zu ihrem Reitpferd auserkoren hatte, machten wir einen zweiten Versuch, den versteckten Hoden  finden und entfernen zu lassen. Dazu musste er in die Tierklinik der Universität Namibia. Da die Angaben über die Lage des zweiten Hodens von dem ersten Versuch falsch waren, blieb diese Operation erfolglos. Zurück auf die Farm und lange Pause. Beim dritten Versuch wurde klar, warum das Alles nicht so einfach war. Sehr klein und gut versteckt war der Grund. Jetzt erholt sich der tapfere SugarKing wieder auf der Farm und wird hoffentlich zu dem, wozu er ausersehen war – zu Alinas Lieblingspferd.

Veröffentlicht unter News | Hinterlasse einen Kommentar

Er bleibt ein Abenteuer

Ja, gemeint ist unser Erongotrail. Er ist immer gut für Überraschungen. April!? Nicht gerade verwöhnt von guten Regenzeiten sollten Reiter, Pferde, Zelte, Gepäck eigentlich trocken bleiben. Auch das Omaruru-Rivier sollte auf dem Weg in die Berge passierbar sein. Sollte eigentlich… Diesmal war der Omaruru gnädig. In den Bergen aber wurde es dann doch spannend.

Das Schöne und auch Zuverlässige in diesem Land ist – irgendwann zeigt sich wieder die Sonne und versöhnt. Man merkt gar nicht, wie schnell man wieder trocken wird. Die Pferde, das Wild, die Landschaft. Durchnässt? War da was? Ja, dort – eine Giraffe.

Schnell bekommt der Regen, das Wasser wieder die Bedeutung, das es in diesem Durstland hat – d a s Lebenselexier.

Die Daheimgebliebenen genießen die Ausläufer der ungewöhnlich guten Regenzeit und fragen sich, wann es das letzte Mal so lange und so oft geregnet hat. Diesmal hat es allein am Farmhaus von November bis incl. April über 370 mm Niederschlag auf 40 Tage verteilt gegeben. Das ist ideal für die Weide und man sieht es ihr auch an.

Weder für Weide noch für Wasser müssen unsere Pferde weit laufen. Die Rinder und das Wild natürlich auch nicht.

Aber irgendetwas haben wir Farmer doch immer zu meckern. Wir Farmer? Genau betrachtet sind wir fast die Einzigen. Trotz des guten Regens, sind unsere Riviere nicht gelaufen und unsere Dämme haben kein Wasser bekommen. Das ist schon sehr ungewöhnlich, zumal in der Nachbarschaft und eigentlich im ganzen Land die Dämme guten Zulauf bekommen haben. Nur einfach Pech? Da werden wir wohl Nachforschungen anstellen müssen.

 

Veröffentlicht unter News | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Jetzt aber!

Man sieht es vielleicht nicht auf den ersten Blick. Das aber ist Teil modernster Solartechnik. Wir sollten die Wände vielleicht noch streichen und damit das Neue unterstreichen. Machen wir auch noch. Versprochen! Jetzt aber freuen wir uns erstmal, dass wir uns doch entschlossen haben, unsere nun schon fast 20 Jahre alte Solaranlage auf den neuesten Stand gebracht zu haben. Zwölf 2-Volt Bleiakkus haben wir durch diese vier Lithiumbatterien ersetzt. Sie liefern uns jetzt statt 24 Volt 48 Volt. Das heißt natürlich auch neue Inverter und neue Regler. Zusammen mit der Anpassung der Solarpaneelen dürfen wir jetzt hoffen, dass wir noch einige Verbraucher mehr anschließen können, die uns das Leben erleichtern. Wie z.B. eine Geschirrspülmaschine. Auch das Kühlhaus soll nachts laufen können, weil die Batterien tagsüber genug Strom gespeichert haben. Die nächsten Tage und Wochen werden es zeigen. Vor allem dann, wenn die Sonne im Winter weniger Kraft hat. Wir sind optimistisch. Hat schließlich auch genug Geld gekostet.

Ach noch etwas – unsere weiblichen Gästen sollten sich bitte nicht zu früh freuen. Frisurtechnisch könnte es beim Alten bleiben müssen. Diese modernen Föhne haben so verdammt viel Anlaufstrom, dass unsere High-Tech-Anlage evtl. doch in die Knie geht. Aber Ihr wisst gar nicht, wie schön von Sonne und Wind getrocknete Frisuren sein können. Wir lieben sie.

Wer die März-News gelesen hat, wird sich fragen, das habt ihr doch schon alles gemeldet. Das sieht in der Tat auch so aus. Fakt ist aber, dass wir uns vor einem Monat noch nicht für die Totalumstellung entschieden hatten. Man sieht das eigentlich nur an den zwei statt vier Batterien. Wir sehen es am Geldbeutel.

 

Veröffentlicht unter News | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Was für Feinschmecker

Wer von den Beiden ist ein Dummkopf? Nieke würde das weit von sich weisen und das weiße Ungetüm kann sich nicht wehren. Das ist aber der Dummkopf. Warum?

Erst einmal das Ganze in groß:

Dieser riesige Pilz – ein Omajova – hat sich über Nacht durch die Kruste des dahinter stehenden Termitenhügels gequetscht. Um es vereinfacht auszudrücken, ernährt er erst die Termiten und dann die Glücklichen, die ihn finden. Manchmal über ein Dutzend an einem Termitenhügel. Das aber nur in einer guten Regenzeit. Also nicht jedes Jahr. Und warum also Dummkopf? Omajova ist Hererosprache und heißt Dummkopf. Die Hereros glauben einfach – ich finde zu Recht – dass jemand, der sich so offensichtlich seinen Fressfeinden zeigt, eben ein Dummkopf ist. Wieder einmal ein deutlicher Beweis, dass die Schlauen von den Dummen profitieren.

Da kannst Du aber noch so schlau sein, wenn es nicht regnet, gibt es keine Dummköpfe. Diesmal hat es ausreichend geregnet und tut es immer noch.

Irgendwas stimmt da aber nicht. Heißt es nicht “Der dümmste Bauer/Farmer hat die dicksten Kartoffeln/Ochsen”?

 

Veröffentlicht unter News | Hinterlasse einen Kommentar

Was für Fohlen!

Sie haben es gut erwischt. Sie kamen zur Welt, als es mal wieder so richtig geregnet hat und saftiges Grün für sie und ihre Mütter reichlich wuchs. Das Stutfohlen Aranka in der Mitte sieht fast schon wie ein richtiges Pferd aus. Oreo hinter ihrer Mutter Ice links und das Hengstfohlen Yuma rechts neben seiner Mutter Soraya. Auch JC – die schon recht alte Mutter von Aranka – steht gut im Futter. Das war in letzter Zeit nicht selbstverständlich.

“Onkel” Lenz ist als Aufpasser immer dabei. Auch er ist mit dem saftigen Grün wieder zu Kräften gekommen.

…und der nächste Nachwuchs ist in Arbeit. Tatanka mit seinen Stuten am Neudamm.

Achtung Tatanka! Die Konkurrenz schläft nicht. Sublime kennst Du ja, aber Manitu und Arrak sind in Lauerstellung. Der Eine ist Sohn von Dir  und der Andere Sohn von Sharif. Nicht zu vergessen Namib Star – der Sohn von Sublime. Die Zucht des Namibischen Westernpferdes bleibt in Schwung.

 

Veröffentlicht unter News | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Was für Fachleute

Irgendwann musste es ja mal soweit sein. Aber eben lieber später als früher. Auch Solaranlagen halten nicht ewig bzw. fangen irgendwann an zu schwächeln. Der Schwachpunkt sind die Batterien. Die alten Bleiakkus halten plus/minus 10 Jahre. Wir hatten schon den zweiten Satz. So sah das Ganze aus:

Im Prinzip waren wir vollauf zufrieden. Aber wenn nur eine dieser zwölf 2Volt-Batterien keine Leistung mehr bringt, zieht sie die anderen mit runter und die Anlage wird unzuverlässig. Also diese Batterie erneuern! Wenn´s so einfach wäre. Diese Bleiakkus werden nicht mehr hergestellt. Eine moderne Anlage mit Litium-Batterien ist sauteuer. Zumal man total von 24 auf 48 Volt umstellen muss. Neue Inverter, Regler etc. Unser Geldbeutel und ein schlechter Berater einigten sich auf eine Zwischenlösung. Die hielt keine 5 Monate. So blieb nur das, was wir gleich hätten machen sollen – umstellen auf 48 Volt! Wieder was gelernt und für die Zwischenlösung unnötig Geld ausgegeben.

Die neue Anlage sieht auch nicht viel anders aus als die alte. Dafür aber zukunftssicher und erweiterbar, wenn mal wieder Geld in der Kasse ist. Die Solarpaneelen auf dem Dach können vorerst ihre Arbeit weitermachen.

Diese zwei Litium-Batterien sehen ja eigentlich nach nichts aus. Sie seien aber langlebiger, stärker und zuverlässiger. Dann hoffen wir mal…

 

 

Veröffentlicht unter News | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar