Üben für das Abenteuer

Laden und entladen. Sie wissen nicht, wofür sie es üben müssen. Wir aber umso mehr. Wir testen in ein paar Tagen einen neuen Abenteuertrail bis an die Atlantikküste und zum ersten Mal reiten wir nicht zurück auf die Farm. Das wäre bei der langen und anspruchsvollen Strecke dann vielleicht doch etwas zu viel. Acht Pferde müssen in einen LKW und schließlich auch wieder raus. Das kennen sie nicht. Deswegen üben, ob sie sich überhaupt in so eine Blechkiste wagen. Natürlich waren schon einige unserer Pferde mit dem Anhänger unterwegs, aber längst nicht alle. Vor allem nicht die, die Alina für dieses Abenteuer ausgesucht hat. Rein und auch wieder raus ohne Probleme! Bleibt zu hoffen, dass der größere und höhere LKW nicht doch bedrohlich wirkt. In wenigen Tagen wissen wir mehr und werden natürlich darüber berichten – auch wie sich “Christian der Namenlose” bei dieser Premiere angestellt hat. Der Anhänger war auch für ihn kein Problem.

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Doch noch ein Neuer

Genau genommen haben wir genug Pferde. Wir züchten, was wir benötigen für unseren Reitbetrieb und was uns unserem Ziel – dem Namibischen Westernpferd – näher bringt. Die Zeiten, dass wir uns im Land nach geeigneten Pferden umschauen müssen, sind längst vorbei. Dennoch gibt es Ausnahmen. So eine ist Christian. Wir haben den Grauschimmelwallach mal vorerst so genannt, weil er den Weg von unserem Nachbarn Christian zu uns gefunden hat. Warum wir seinen ursprünglichen Namen nicht übernommen haben? Er hatte keinen. Christians Kühe bekommen ja auch keine Namen. Mit anderen Worten – Pferde sind nicht sein Ding. Jetzt ist der Wallach also bei uns, und wenn uns was Passendes einfällt, bekommt er auch einen richtigen Namen. Im Moment muss er erstmal zeigen, was er kann. Zunächst nämlich gar nichts.

Der Mensch Christian ist ja auch kein Reiter. Junias hat allerdings erkannt, dass der Namenlose Talent und genau das Wesen hat, was wir für ein gutes Westernpferd brauchen – Ruhe, Gelassenheit und lernwillig ist er auch.

Deswegen haben wir etwas versucht, was wir noch nie getan haben. Junias hat ihn kurz eingeritten und mit Manfreds Hilfe beschlagen. Ja, beschlagen! Das tun wir normalerweise ja nicht. Aber “Christian” sollte eins von acht Pferden werden, dass auf unserem neuen großen Testtrail bis an die Atlantikküste bei Hentisbai geritten wird. Was daraus geworden ist, erfahrt ihr später.

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Das Land der Überraschungen

Eigentlich hatten wir uns längst schon damit abgefunden, dass bei uns zuverlässig die kleine Regenzeit ausfällt. Aber in Afrika und speziell in Namibia kommt es eben oft anders als man denkt. Vor allem denkst Du natürlich – Klimawandel ja und dann wieder einmal das El Nino-Phänomen – das kann eigentlich nur schief gehen. Das kann es zwar immer noch, aber dass es im November recht regelmäßig regnet, das hatten wir schon lange nicht mehr.

Mal 2mm, mal 5, mal 10 und schon mal darüber. Das reicht zwar nicht, um die Riviere laufen zu lassen und die Dämme zu füllen, aber die Weide liebt diese Art Niederschlag. Ich liebe diese Art Regen allerdings vor allem im Februar und März. Da wächst das Gras bei uns besonders gut und nachhaltig. Es gibt nicht umsonst die Farmerweisheit “Grüne Weihnachten=schwarze Ostern”. Das bedeutet, dass das frische Gras zwischen den beiden großen Festen ohne genügend  Regen vertrocknet. In der zurückliegenden Regensaison war das bei uns ja der Fall. Wir hatten recht gute Niederschläge im Januar, aber dann war Schluss und das Gras verdorrte. Na klar, Farmer und Bauern jammern immer. Städter können das schon nicht mehr hören. Städter allerdings, die schon mal in Namibia waren, können diese existenziellen Sorgen mitfühlen. Von Wasser und Weide hängt in diesem Land so vieles ab. Deshalb der regelmäßige Blick gen Himmel…

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Sind`s die Zähne?

Mein Lenz sieht in letzter Zeit nicht gut aus. Er ist zwar schon gut über 20 Jahre alt, aber sein Vater Jerome ist noch älter und ist erheblich runder. Was ganz sicher daran liegt, dass wir ihn vor längerer Zeit schon ans Haus geholt hatten und seitdem zufüttern. Mitunter mit einem enorm teuren Spezialfutter, weil er kaum noch Zähne hat, um das trockene Gras verdauungsgerecht zermahlen zu können. Also – so dachten wir – lassen wir dem Lenz mal von unserem Freund Manfred ins Maul schauen – dürfen wir ja, weil wir ihn damals nicht geschenkt bekommen hatten. Das Ergebnis: Seine Zähne sind in einem erheblich besseren Zustand als die seines Vaters. Jetzt schicken wir ihn trotzdem nicht wieder zurück auf die trockene und karge Weide, mit der die jüngeren Pferde noch bestens auskommen, und füttern Pellets zu. Sein Zustand wird langsam besser. Schließlich hat er früher eine richtig knackige Hinterhand gehabt. Ob ich ihn irgendwann wieder reiten kann, ist allerdings fraglich.

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Erst Winnetou dann Manitu

Wir hatten die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben. Alberta ist immer irgendwie dick und rund, sodass man wirklich Zweifel haben kann, dass sie aufgenommen hat. Plötzlich aber waren die Anzeichen doch eindeutig und sie musste sofort ans Haus, damit sie nicht im Busch fohlt und der Leopard leichtes Spiel hat. Da Alberta aber etwas eigen ist, hat sie doch im Busch gefohlt – allerdings nicht weit vom Farmhaus entfernt. Die nächsten Bilder zeigen ihren und Manitus Weg – auf den Namen kommen wir später noch zurück –  vom Busch in den Hauskral. Manitu ist da gerade ein paar Stunden alt.

Erst Winnetou dann Manitu. Passende Namen zu finden, ist ja immer so eine Sache. Wir versuchen, Beziehungen herzustellen zur Blutlinie, zu Ereignissen und Situationen am Geburtstag z.B. Das macht es uns dann auch leichter, die vielen Namen zu behalten und die Verwandtschaftsverhältnisse nachzuvollziehen. Und nicht zu vergessen – wir züchten Das Namibische Westernpferd. Da liegt es nahe, sich Namen aus dem Wilden Westen anzueignen. Doc Holiday, Silverado, Tatanka, Nagitanka, Wah-ta!-Wah, Cheyenne – um nur einige zu nennen. Jetzt also auch Winnetou und Manitu. Bei der Suche nach Pferdenamen im namibischen Busch denkst Du nicht an kulturelle Aneignung. Ist es das überhaupt schon? Ein sehr interessantes Thema mit vielen Facetten, das ich jetzt am Beispiel unserer Pferde nicht banalisieren möchte. Eines fällt mir nur auf – wer hat dieses Thema zum Thema gemacht? Nicht die Betroffenen. Zunächst waren es die gutmeinenden Weißen, die schon immer die indigenen Völker bevormundet haben.

Jetzt aber zurück in den Busch – zu Pferden, Fohlen, Namen. Das da unten ist Winnetou.

Und das hier vorne ist Namib Star (nix Wilder Westen)

Der unten ist jetzt King of Spring mit seiner Mutter Omaha. King of Spring deshalb, weil er das aktuellste Fohlen aus Lenzens Frühlingslinie ist. ( Das muss nicht jeder verstehen)

Zu guter Letzt – links Luna und rechts noch einmal King of Spring. Das wären dann alle Fohlen des aktuellen Jahrgangs. Es sei denn, Cheyenne und Tosca haben noch eine Überraschung parat. Bei unserem Appaloosahengst Sublime waren sie immerhin einige Monate.

Zum Schluss noch einmal der kleine große Manitu nach zwei Tagen. Schon mit Interesse an Heu. Gefressen hat er es allerdings noch nicht. Wäre auch ein bisschen früh.

Alberta ist übrigens nicht nach der westlichsten Prärieprovinz Kanadas (Brockhaus) benannt, sondern nach der Farm gleichen Namens, wo wir Alberta entdeckt und erworben haben.

 

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Ganz neues Blut

Wir nennen unseren neuen Bonsmarabullen Marco. So heißt der junge Farmer. Das machen wir oft so. Da hieß dann schon mal einer  Volker oder Ernie. Das ist der Vater von Marco – dem Farmer. Ein alter erfolgreicher Bonsmarazüchter. Aber Moment – das ist doch kein Bonsmarabulle.

Nee, vorneweg das ist eine Yerseyfärse. Genau genommen sind es zwei. Alina wollte sich schon lange Milchkühe zulegen. Nun ist es endlich wahr geworden. Zwei Färsen – und eine davon schon trächtig. Das könnte was werden. Sie sehen ja irgendwie auch ganz nett aus.

Aber eigentlich geht es ja um den neuen Bullen – um Marco. Er ist noch keine drei Jahre alt und – wie die meisten Bonsmarabullen – ein friedlicher Vertreter. Und jetzt schon ein stattlicher dazu.

Marco braucht noch mindestens zwei Jahre, um seine volle Reife erreicht zu haben. Das sollte ihn aber nicht daran hindern, mit seinem Geschäft jetzt schon zu beginnen. Wie es aussieht, hat er es auch vor.

Gleich mal die Damen begutachten gehen.

Wenn das neue und völlig fremde Blut von Marco sich vererbt hat, können wir auch wieder daran denken, mit einer eigenen Nachzucht weiterzumachen. Dieser Tolly käme z.B. dafür infrage.

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Die Regenhexen

Was ist das denn für ein Schreckgespenst? Eine böse oder eine gute Hexe? Sie erschien an dem einen Tag, an dem es gegen Ende September einige Tropfen geregnet hatte. Regentropfen im September! Was bedeutet das schon in einem El Nino-Jahr!? Eher nichts Gutes. Obwohl – die wasserscheue Hexe war schon was Gutes. Sie entpuppt sich als unsere Praktikantin Mina.

Gegen Ende ihres Praktikums hat Mina doch tatsächlich noch gesehen, dass es in diesem staubtrockenen Namibia auch regnen kann – oder besser tröpfeln. Ansonsten hat sie Hitze, Staub und Kälte tapfer ertragen. Ja, auch Kälte. In diesem September war es morgens auch noch oft empfindlich kalt. Eigentlich gab es mitunter an einem Tag alle Jahreszeiten. Zurück zu Mina. Alle Praktikantinnen sind natürlich anders. Aber auch sie reiht sich in die lange Reihe der guten ein. Fleißig, zuverlässig, selbstständig und mit viel Pferdeverstand. Und auch mit Nieke hatte sie den richtigen Dreh raus. Dass diese schnell zur zweiten Regenhexe wurde, ist für uns keine Überraschung.

 

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Talent hat sie

Heike – unsere Misses, wie das hier heißt – braucht schon lange Unterstützung und auch Ablösung in der Küche. Unsere Freundin Doris hat das schon oft mit Erfolg übernommen. Sie ist aber auch nicht jederzeit beliebig abrufbar. Also haben wir noch einmal den Versuch gemacht, jemanden von unserem Personal fortzubilden. Magdalena hat ihr Talent schon mehrfach bewiesen. Ich denke nur an ihre leckeren Brezeln. Nun gibt es mit Karin in Omaruru eine hervorragende Köchin, die auch die Fähigkeit hat, ihr Wissen und Können zu vermitteln. Dass sie gut kochen kann, hat sie bei uns schon bewiesen.

Also haben wir Magdalena in Karins Kochschule geschickt. Schnell stellte sich heraus, dass sie sehr talentiert und lernbegierig ist. Ihre Ergebnisse könne sich sehen lassen.

Jetzt hoffen wir nur, dass sie das Erlernte nicht vergisst und auch länger bei uns bleibt. Da haben wir in der Vergangenheit leider schon schlechte Erfahrungen gemacht.

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Winnetou

Da liegt er nun. Ein paar Stunden alt  – zart und zerbrechlich – und heißt ausgerechnet Winnetou. Am zweiten Lebenstag hatte er auch prompt noch eine Kolik. Das hatten wir bei Fohlen noch nie. Er hat es aber tapfer überstanden und damit dem Klischee des zähen Apachenhäuptlings entsprochen.

Winnetou – wir haben lange gezögert, diesen Namen zu vergeben. Nicht originell, einfach zu naheliegend. Außerdem hieß der Vater von Josefine – unserem allerersten Fohlen – Winnetou. Siehe unten!

Nachdem aber Nieke meinte, so müsste der kleine Kerl unbedingt heißen, gab es kein zurück mehr. Eine Diskussion über Indianerklischees und kulturelle Aneignung können wir gerne ein anderes Mal führen.

Wir freuen uns einfach über Winnetou, zumal uns seine Mutter Wha-ta-Wha wochenlang hingehalten hat und wir schon gar nicht mehr an ein Fohlen glaubten. Der Vater ist übrigens unser Deckhengst Tatanka – auch ein Indianername. Eine weitere Chance auf ein gutes Namibisches Westernpferd.

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Sonntagskind

Unsere Cremellostute Ice hat uns lange auf die Folter gespannt. Zwischendurch glaubten wir schon gar nicht mehr an ein Fohlen. Aber heute am Sonntag, den 30. Juli war es dann doch soweit. In den frühen Morgenstunden kam Namib Star zur Welt.

Auf den Namen hat sich Nieke geeinigt, obwohl wir noch gar nicht wissen, welches Geschlecht das Fohlen hat. Aber Namib Star passt ja eigentlich auf Männlein und Weiblein. Namib Star lag nahe, weil das letzte Fohlen von Ice Namib Rose heißt und denselben Vater hat – nämlich unseren Appaloosahengst Sublime. Und dass Namib Star Appaloosablut hat, ist nicht zu übersehen.

Ob diese Westernrasse uns auch unserem Ziel des Namibischen Westernpferdes noch einen Schritt näher bringt, wird sich zeigen. Namib Rose lässt da schon hoffen. Es könnte ja aber auch sein, dass unsere bisherige Zuchtauswahl, die kaum typische Westernrassen sondern namibisches Blut beinhaltet, mindestens so erfolgreich ist. Wäre ja auch nicht schlecht.

P.S. Wir sind uns jetzt sicher, dass Namib Star ein Hengstfohlen ist.

 

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