Erster Versuch gescheitert

Eigentlich fing es ganz harmlos an. Little Jo und Feuerstein waren so cool wie auch immer draußen im Busch. Die jetzt “ehemaligen” Nachwuchshengste sollen nun  Stück für Stück ans Haus kommen, um für ihre eigentliche Arbeit trainiert zu werden. Wir haben ja entschieden, dass sie als Deckhengste für die Nachzucht des Namibischen Westernpferdes noch nicht das Optimum sind, obwohl sie uns alle gut gefallen. Schon vom Körperbau bringen sie das mit, was wir von einem Westernpferd erwarten. Wie sieht´s aber mit ihren Gängen aus, mit ihren Nerven, mit ihrem Charakter? Das lässt sich erst beim Training beurteilen. Zu dem wird es aber vorerst nicht kommen.

Ihre Reaktion auf die Konkurrenz war dann doch zu heftig, um schon den direkten Kontakt zu riskieren. Da wir keines unserer Pferde einzeln halten, sondern immer in der Herde, bekommen die Jungs noch Zeit, um ihre Hormone weiter abzubauen.

Wie die folgenden Bilder zeigen, ist auch so ein alter und gelassener Wallach wie mein Lenz nicht bereit, solche Jungspunde so ohne weiteres zu tolerieren.

Wenn eine Stute hinzukommt, wie in diesem Falle Tosca, hört der Spaß vollends auf.

Wenn sie sich schon nicht mit Lenz über den Zaun richtig anlegen können, tun sie das eben untereinander.

Was lernen wir daraus? Das nächste Mal holen wir nur einen von ihnen und hoffen, dass der sich dann nicht ganz so stark fühlt und etwas weniger heftig und kürzer um seinen Rang in der Herde kämpft. So wie das bisher eigentlich mit allen neu hinzugekommenen Wallachen geklappt hat.

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Von Texas nach Gross-Okandjou


 

Alina hatte den Plan schon seit einiger Zeit. Sie hatte Marc und Miranda aus Texas bei einer sogenannten Clinic für Westernreiter und Westernpferde kennengelernt. Ihre Reaktion: Von denen können unsere Gäste und auch wir noch eine Menge lernen.

Die AWESHA – unsere noch junge namibische Westernreiterorganisation – hat es dann jetzt wieder geschafft, die Beiden nach Namibia zu locken. Das Interesse war so groß, dass sich das Paar die Termine einfach teilen mussten. Wir haben Miranda abbekommen  – und es nicht bereut. Innerhalb eines ja eigentlich kurzen Tages hat sie auf völlig lockere und charmante Weise so viel Wissen in Theorie und Praxis  transportiert, dass die Teilnehmer sicher noch einige Zeit brauchen, um das zu verdauen und in der Praxis umzusetzen. Vieles klappte aber schon gleich – oder auch nicht.

Wer Geheimnisse und Tricks erwartet hatte, lag falsch.  Miranda zeigte eindrucksvoll, dass man keine Tricks im Umgang mit Pferden braucht. Vertrauen und Konsequenz sind die Basis. Und ihre Geheimnisse offenbaren die Pferde beim richtigen Umgang von selbst. Man muss sie nur lesen können.

Wir haben für Miranda keine speziellen Pferde ausgesucht. Es waren die, die unsere Gäste – also die Teilnehmer – gerade unterm Sattel hatten. So konnte auch jeder seine Wünsche äußern, die mit der speziellen Erfahrung mit seinem Pferd zu tun hatten. Ob im Round Pen oder auf dem Reitplatz – man konnte die Fortschritte geradezu greifen.

Wer zwischendurch mal verschnaufen musste, konnte sich bei der Beobachtung von Mirandas Reitkunst entspannen. Sie ritt übrigens auf Heikes Miriam, die nicht immer ganz einfach ist, anschließend aber deutlich besser lief.

 

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Rindertreck – ein Abenteuer

Für jeden unserer Reitgäste ist ein Rindertreck der Höhepunkt – vorausgesetzt, sie trauen es sich zu. Denn für den Unerfahrenen ist er nicht ohne, aber machbar. Denn so hektisch wie in den Western geht es meistens nicht zu, sollte es nicht zu gehen. Die Aufgabe der Reiter ist es, die Herde zusammen zu halten und in aller Ruhe ans Ziel zu bringen.

Natürlich ist es mit der Ruhe immer mal wieder vorbei, wenn ein Heißsporn im Busch verschwinden will. Plötzlich merkt auch der unerfahrenen Reiter, dass man rein intuitiv alles richtig machen kann. Das Pferd hilft ihm dabei. Schrammen sind inklusive. Zu Hause heil und vollzählig anzukommen entschädigt für Alles. Der erste Weg geht an die Tränke – für Rinder, Pferde und Reiter. Anschließend steht die Impfung der Rinder an.

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Das kenn ich doch…

…hab ich doch schon mal gesehen! Rote Haare und Giraffen. Ja, genau!

Vor zweieinhalb Jahren war Julia schon einmal bei uns und auch auf AiAiba dem Ziel unseres Erongotrails. Tatsächlich wagen sich manche Praktikantinnen auch ein zweites Mal zu uns. Bei Julia hat sich praktisch auf ganz natürliche Weise auch noch ihr Aufgabengebiet erweitert.

Nicht nur Pferde, Küche und Gäste sondern nun auch Babysitten. Dafür hat sie offensichtlich ein ebenso feines Händchen wie für die Pferde.

Nieke genießt es und Alina natürlich auch. Jetzt kommt sie endlich mal wieder häufiger zu ihren Pferden. Und dann gibt es ja auch noch die Oma, die froh ist, wenn sie mal aus der Küche rauskommt und ihr Enkelkind betutteln kann.

Aber wir hatten es doch auch noch von den Giraffen. Siehe unten:

 

 

 

 

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Überraschungsbeute

Eigentlich sollte ich es ja gar nicht sagen, weil bestimmt jeder denkt, der Immo jagt jetzt schon Jahrzehnte in Afrika und drei Jahrzehnte auf seiner eigenen Farm – der hat bestimmt schon alles erlegt. Hat er nicht! Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer ist, dass ich sehr selektiv jage und mir immer noch einrede, dass ich dem Wildbestand damit dauerhaft Gutes tue. Stimmt normalerweise ja auch. Um damit aber erfolgreich zu sein, müssten auch die Nachbarn mitziehen. Das tun aber leider die wenigsten. Ein großes Thema, dass ich ein anderes Mal vertiefen werde. Heute habe ich mich einfach über meine Beute gefreut – ein alter Hartebeestbulle, dem zudem noch eine Stange fehlt.

Bei so einem Jagderfolg fühle ich mich wohl. Und wie schon angedeutet, es ist mein erstes Hartebeest überhaupt. Wir haben sehr wenige und nur wenn es verantwortbar ist, gebe ich gelegentlich eines für einen Jagdgast frei.

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Überraschungslunch

Holger und Katrin kommen jetzt schon zum sechsten Mal zu uns. Gar nicht so einfach, sich immer wieder eine neue Überraschung einfallen zu lassen. Schließlich hat Holger meistens während seines Urlaubs bei uns Geburtstag. Im vorigen Jahr war es der 50. Ein paar Tage nach Niekes 1. Geburtstag haben wir ihn also mit einer gedeckten Tafel im Busch überrascht.

Wir wussten ja, dass er nach staubigem Ritt dort vorbeikommen musste. Nieke ist übrigens das kleine Wesen, das immer irgendwo dazwischen ist.

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Überraschungstropfen

Anfang September – genau genommen war es der 4. – traust Du ja deinen Ohren nicht, wenn es sich auf dem Blechdach so anhört, als würde es regnen. Das Geräusch blieb aber und tatsächlich, es war Regen, Regentropfen. Dabei blieb es aber nicht. Der Himmel wurde dunkler und aus dem Tröpfeln wurde Plätschern.

So wie wenn wir in der regulären Regenzeit wären. Schließlich wurden 5 Millimeter daraus – am Haus. Draußen hatten wir wie in jedem Jahr um diese Zeit noch keine Regenmesser installiert. Das war´s dann aber auch im September.

Der Staub war nach trockenen Monaten wieder einmal gebunden und die Grasbrandgefahr für wenigstens zwei Tage gebannt. Schon über so etwas kann sich ein Farmer in Namibia freuen.

Jetzt frage mich aber bitte keiner, was diese Überraschung für die kommende Regenzeit bedeutet. Diese Kaffeesatzleserei habe ich mir längst abgewöhnt. Möglicherweise haben die Altvorderen solche Zeichen noch richtig deuten können. Heute aber ist in Fragen des Wetters in Namibia das einzig Sichere die Unsicherheit.

 

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Der sanfte Cowboy

Wir hätten den Termin beinahe verpatzt. Wahrscheinlich weil wir nicht wahrhaben wollten, wie schnell die Zeit vergeht. Junias ist jetzt schon zehn Jahre auf Gross-Okandjou. Eine Dekade, in der sich sehr viel bei uns getan hat – grundsätzlich aber auch mit den Pferden. Und daran hat Junias einen großen Anteil.

Als er zu uns kam, hatte er überhaupt keine Erfahrung mit Pferden. Mittlerweile wissen wir, dass das eher ein Vor- als ein Nachteil war. Denn es stimmt leider nach wie vor, dass die schwarzen Afrikaner zu Pferden ein völlig anderes Verhältnis haben als Europäer. Und wenn der Europäer dann noch ein Verfechter des Natural Horsemanship ist wie wir, dann umso mehr. Junias hat anfangs sicher auch gedacht, ich brauche einen Job, also lasse ich mich auf die Pferdestory ein.  Er hat dann aber sehr schnell verstanden, worum es geht und von uns gerne dazu gelernt. Wenn der Begriff nicht schon so abgewetzt wäre, könnte man getrost sagen, Junias sei ein Pferdeflüsterer.

Zum Glück also haben wir den Termin nicht verpatzt. Es wurde eine Art würdiger Familienfeier mit Mitarbeitern und Gästen.

Es folgen einige für Junias und seine Arbeit in den letzten Jahren typische Bilder.

Junias oben vor neun Jahren und unten heute. Da sage einer, der Mensch präge die Pferde. Ich finde, dass die sanften Pferde auch Junias geprägt haben. Er ist eine reife Persönlichkeit geworden. Und fotogen ist er zudem…

 

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Sie können es eben auch

Immer wieder sind wir nicht nur erfreut sondern auch erstaunt über Fotos, die unsere Gäste machen. Über Geschmack und Bildgestaltung kann man natürlich streiten, aber eines fällt bei den Bildern auf – andere Fotografen haben eine andere Sichtweise, einen anderen Blickwinkel. Und originell sind sie oft auch. Wir zeigen heute eine kleine, aktuelle Auswahl. Wir beginnen natürlich mit den schönsten Fotos. Unsere Nieke mit einem Jahr auf Monis Schoß. Und wo ist der? Auf einem Pferd natürlich.

 

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Jede hinterlässt eine Spur

Sie heißen Julia, Sarah, Luzia, Lotte, Sabrina oder Laura und Jede ist anders. Eines haben sie aber alle gemeinsam – sie sind tüchtig, freundlich und verantwortungsvoll. Mit unseren Praktikantinnen haben wir sehr viel Glück und hoffen ganz einfach,  dass das typisch ist für diese Generation und natürlich auch so bleibt. Es sind alles Mädels. Zufall? Eher nicht! Die männlichen Bewerber diesen Alters machten ihrem Geschlecht bisher eher keine Ehre. Das Schattenwesen da oben heißt übrigens Henrike und hat ebenso ihren Platz in der Erfolgsstory besetzt.

Na klar, Pferde, typisch Mädels! Den Einwand kennen wir. Aber unsere Praktikantinnen beschränken sich eben nicht nur auf den Umgang mit unseren Pferden. Henrike z.B. ist handwerklich verdammt geschickt als gelernte Schreinerin. Aber auch vor Metallarbeiten hat sie keine Scheu.

Henrike ist übrigens wieder heil am Boden angekommen. Andernfalls wäre das ein gefährlicher Sprung von unserem Hausberg geworden. Der ist immerhin über 1200 Meter hoch.

 

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