Wie am Fließband

ConnyVon der Mutter ignoriertDie Richtung stimmtGefunden!Neugier oder Hilfe?Beistand aus der HerdeMundraubNichts über MutterliebeMit Mutters Hilfe10 Tage altWaschen vor dem EssenDas hatten wir noch nie. So viel Kälber auf einmal innerhalb kurzer Zeit. Wir haben ja den oder die Bullen das ganze Jahr über in der Herde und müssten eigentlich damit rechnen, dass die Kälber verteilt übers Jahr kommen. Kommen sie aber nicht und kamen sie bisher auch nicht. Unsere Rechnung, die Natur wird das schon richten, ist aufgegangen. Aber trotzdem ging es diesmal ungewöhnlich schnell am Fließband.

Warten auf das Dinner

Kälbergewusel

Unsere Kühe bringen ihre Kälber in freier Natur ohne unsere Hilfe zur Welt, oder wir holen sie kurz vor der Geburt ans Farmhaus, um das Risiko zu mindern, zum Opfer irgendeines Beutegreifers zu werden. Diesmal taten wir aus doppeltem Grund recht daran. Denn wir mussten doch dreimal helfend eingreifen – zweimal mit Erfolg. Ein drittes Mal hatten wir zwar nicht mehr das Kalb aber die Mutter retten können. Die Problemgeburten betrafen ausschließlich Färsen, die zum ersten Mal kalbten. Sie waren einfach noch zu klein und die Kälber zu groß. Bisher hatte sich das von selber geregelt, weil die Färsen unter unseren massigen Bullen meist rechtzeitig einknickten. Offensichtlich haben unsere zwei heranwachsenden Bullen ihre Chance genutzt. Wir haben wieder dazu gelernt.

Immer noch nicht richtig gelernt habe ich es, Text und Bilder auf dieser Seite passend zuzuordnen. Eigentlich weiß ich dank unserer Praktikantin Julia wie es geht, aber es funktioniert einfach nicht. Deshalb schaut bitte die oberen Bilder genau an, damit ihr die folgende Geschichte richtig versteht – von oben nach unten.

Er heißt Conny, weil er das Glück hatte, dass unser Gast – die Tierärztin Conny – im richtigen Moment vom Reitausflug zurückkam, um ihm, seiner Mutter und uns bei der Geburt zu helfen. Er steckte fest. Wir waren mit unserem Latein am Ende. Da zeigte sich mal wieder, dass eine gutausgebildete Fachkraft eben doch mehr drauf hat als wir Autodidakten. Wir hatten nur noch unsere Muskelkraft einzusetzen. Conny überlebte wenn auch leicht geschwollen. Seine Mutter allerdings – eine unerfahrene Färse – wollte nichts von ihm wissen. Also versuchten wir, ihn der Färse mit der Totgeburt unterzujubeln. In der Manga klappte das nach kurzer Zeit. Ob das von Dauer sein wird, muss sich erst noch zeigen.

Interessante Verhaltensweisen:

Unsere Pferde interessierten sich für die Vorgänge in der Manga – im Bild Silverado. Neugier oder Hilfsbereitschaft – schwer zu sagen.

Eher Hilfsbereitschaft als nur Neugier ist es innerhalb der Rinderherde. Ein fremdes Kalb mit seiner Mutter sorgen sich um eine Färse während ihres schwierigen Geburtsvorganges. Das ist unmissverständlich. Es handelt sich dabei übrigens um die Färse mit der Totgeburt.

Wenn Connys Amme sich auf Dauer verweigern sollte, besteht immer noch die Hoffnung, dass eine andere Kuh das fremde Kalb akzeptiert. Welche das sein könnte, ist nicht vorhersehbar. Es glückt aber immer wieder. Außerdem werden Kälber wie Conny – es gibt übrigens auch noch einen Bruno – immer raffinierter und gehen vornehmlich nachts von Kuh zu Kuh, um zu naschen. Bis die merken, dass da ein Fremdling zu Werke ist, ist es zu spät.

Zum Glück verliefen auch diesmal die meisten Geburten problemlos. Das Kälbergewusel ist mitunter unüberschaubar. Leben – jetzt brauchen wir nur noch Regen.

 

 

 

 

 

 

 

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