Die Konkurrenz schläft nicht

Wir haben im Moment drei Deckhengste im Einsatz. Sublime – ein fast reinrassiger Appaloosa, Sharif – mit dem Blut eines Endurance-Arabers und Sohn von Soraya, und Tatanka – durch seine Mutter Cheyenne mit viel Quarterblut. Er ist wahrscheinlich der Beste von den Dreien, die uns unserem Zuchtziel “Das namibische Westernpferd” noch näherbringen.

Tatanka – im Bild – und Sharif haben außerdem ein Boerpferd als Vater. Eine südafrikanische Rasse, die viel Ähnlichkeit mit dem Quarterhorse hat. Auch als arbeitendes Farmpferd. Allein an unserer Hengstauswahl kann man erkennen, worauf es uns ankommt. Aus dem namibischen Potenzial Pferde zu züchten, die viel von den Qualitäten der klassischen Westernpferde in sich vereinen, aber eben auch mit den harten Lebensbedingungen in den Trockensavannen Namibias zurechtkommen. Das ist auch der Grund, warum wir nie ernsthaft darüber nachgedacht haben, einen Zuchthengst aus Europa einzuführen. Mal abgesehen davon, dass wir uns das auch gar nicht leisten könnten.

Tatanka steht nicht deswegen unter Strom, wie auf dem oberen Bild leicht zu erkennen ist, weil er bereits die nachwachsende Konkurrenz im Blick hat, sondern ihm sind gerade seine Stuten durch einen Zaun entwischt. Sie – Alberta, Omaha, Epuko, Wah-tah-Wah, Mica und Okuroro – ließen sich problemlos zu ihm zurückbringen. Wahrscheinlich hatte er seinen Job auch noch nicht beendet. Normalerweise lassen wir die Stuten etwa drei Monate bei dem Hengst. Das friedliche Miteinander darf nicht täuschen. Tatanka – links im Bild – weiß schon, was er zu tun hat. Er wartet nur auf den richtigen Augenblick.

Was Tatanka noch nicht weiß ist, dass die Konkurrenz bereits auf der Lauer liegt. Dabei ist er nicht ganz schuldlos an der Situation. Alle drei Nachwuchshengste hat er selbst produziert. Sugar King (links) ist von Alberta und NagiTanka (rechts) von Mica. Beide sind noch keine zwei Jahre alt.

Übrigens – dieser trockene Ast im Hintergrund vor unserem Turm ist der Kameldornbaum, von dem in der nächsten Nachricht die Rede ist.

Caramella ist die Mutter von Banana Gold. Dieser Junghengst ist mit gerade zwei Jahren der älteste von den Dreien. Er hat schon das Hinterteil, wie man es bei Westernpferden schätzt.

Wer von den Dreien nun Tatanka, Sublime oder Sharif verdrängen oder nur unterstützen wird, ist im Moment zwar offen, aber Sugar King hat die größten Chancen.

 

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