Gross-Okandjou moderner – auch besser?

Wir haben uns entschlossen, unsere Homepage der Moderne anzupassen. Unser Webmaster meint, unser selbstgebackenes Weihnachtsplätzchen sei wirklich nicht mehr zeitgemäß. Oder härter noch: Wie ein fünfzig Jahre altes Auto. Wer lässt sich so etwas schon gerne sagen, wenngleich ja in Afrika die Uhren etwas anders und vor allem langsamer ticken. Das  fanden wir eigentlich immer ganz sympathisch und ein Großteil unserer Gäste auch. Mit der neuen Homepage hoffen wir nun einfach, dass wir mit ihr das schaffen, was und wie wir auch sonst ganz gerne leben – das Gute vom Alten bewahren und sich dem sinnvollen Neuen nicht verschließen. Ob uns das wenigstens an dieser Stelle gelungen ist, entscheiden am besten Sie. Auf jeden Fall ein Gewinn –  wir werden aktueller sein können und die Seite wird sich häufig verändern. Anfangs noch häufiger als gewollt, weil jetzt zum Umstellungstermin längst noch nicht Alles so ist, wie es sein sollte. Aber irgendwann muss es ja losgehen. Also jetzt! Halten Sie sich mit Kritik nicht allzu höflich zurück, wenngleich ein bisschen Lob auch nicht schaden kann. Übrigens: Für die Nostalgiker gibt es noch das Newsarchiv und die alte Fotogalerie im Stil des Weihnachtsplätzchens.

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Was für Feinschmecker

Wer von den Beiden ist ein Dummkopf? Nieke würde das weit von sich weisen und das weiße Ungetüm kann sich nicht wehren. Das ist aber der Dummkopf. Warum?

Erst einmal das Ganze in groß:

Dieser riesige Pilz – ein Omajova – hat sich über Nacht durch die Kruste des dahinter stehenden Termitenhügels gequetscht. Um es vereinfacht auszudrücken, ernährt er erst die Termiten und dann die Glücklichen, die ihn finden. Manchmal über ein Dutzend an einem Termitenhügel. Das aber nur in einer guten Regenzeit. Also nicht jedes Jahr. Und warum also Dummkopf? Omajova ist Hererosprache und heißt Dummkopf. Die Hereros glauben einfach – ich finde zu Recht – dass jemand, der sich so offensichtlich seinen Fressfeinden zeigt, eben ein Dummkopf ist. Wieder einmal ein deutlicher Beweis, dass die Schlauen von den Dummen profitieren.

Da kannst Du aber noch so schlau sein, wenn es nicht regnet, gibt es keine Dummköpfe. Diesmal hat es ausreichend geregnet und tut es immer noch.

Irgendwas stimmt da aber nicht. Heißt es nicht “Der dümmste Bauer/Farmer hat die dicksten Kartoffeln/Ochsen”?

 

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Was für Fohlen!

Sie haben es gut erwischt. Sie kamen zur Welt, als es mal wieder so richtig geregnet hat und saftiges Grün für sie und ihre Mütter reichlich wuchs. Das Stutfohlen Aranka in der Mitte sieht fast schon wie ein richtiges Pferd aus. Oreo hinter ihrer Mutter Ice links und das Hengstfohlen Yuma rechts neben seiner Mutter Soraya. Auch JC – die schon recht alte Mutter von Aranka – steht gut im Futter. Das war in letzter Zeit nicht selbstverständlich.

“Onkel” Lenz ist als Aufpasser immer dabei. Auch er ist mit dem saftigen Grün wieder zu Kräften gekommen.

…und der nächste Nachwuchs ist in Arbeit. Tatanka mit seinen Stuten am Neudamm.

Achtung Tatanka! Die Konkurrenz schläft nicht. Sublime kennst Du ja, aber Manitu und Arrak sind in Lauerstellung. Der Eine ist Sohn von Dir  und der Andere Sohn von Sharif. Nicht zu vergessen Namib Star – der Sohn von Sublime. Die Zucht des Namibischen Westernpferdes bleibt in Schwung.

 

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Was für Fachleute

Irgendwann musste es ja mal soweit sein. Aber eben lieber später als früher. Auch Solaranlagen halten nicht ewig bzw. fangen irgendwann an zu schwächeln. Der Schwachpunkt sind die Batterien. Die alten Bleiakkus halten plus/minus 10 Jahre. Wir hatten schon den zweiten Satz. So sah das Ganze aus:

Im Prinzip waren wir vollauf zufrieden. Aber wenn nur eine dieser zwölf 2Volt-Batterien keine Leistung mehr bringt, zieht sie die anderen mit runter und die Anlage wird unzuverlässig. Also diese Batterie erneuern! Wenn´s so einfach wäre. Diese Bleiakkus werden nicht mehr hergestellt. Eine moderne Anlage mit Litium-Batterien ist sauteuer. Zumal man total von 24 auf 48 Volt umstellen muss. Neue Inverter, Regler etc. Unser Geldbeutel und ein schlechter Berater einigten sich auf eine Zwischenlösung. Die hielt keine 5 Monate. So blieb nur das, was wir gleich hätten machen sollen – umstellen auf 48 Volt! Wieder was gelernt und für die Zwischenlösung unnötig Geld ausgegeben.

Die neue Anlage sieht auch nicht viel anders aus als die alte. Dafür aber zukunftssicher und erweiterbar, wenn mal wieder Geld in der Kasse ist. Die Solarpaneelen auf dem Dach können vorerst ihre Arbeit weitermachen.

Diese zwei Litium-Batterien sehen ja eigentlich nach nichts aus. Sie seien aber langlebiger, stärker und zuverlässiger. Dann hoffen wir mal…

 

 

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Uns gibt es noch!!!

Ja, es gibt uns noch. Es gibt noch den alten Jerome, den alten Lenz, den alten Mister, nur leider den alten Hermann nicht mehr. Das haben wir im Mai schon mitteilen müssen. Warum dann aber so lange Funkstille? Uns haben die Dürrejahre nicht in die Knie zwingen können, die Wilddiebe noch nicht und die Preissteigerungen auch nicht. Geschafft hätte es beinahe die namibische Telecom. Die kostet noch heute Nerven. Sie schafft es einfach nicht, stabiles Internet regelmäßig zu liefern. Ich habe aufgegeben. Sonst nicht so meine Art. Jetzt sitze ich in Deutschland und versuche Versäumtes nachzuholen. Oh Wunder, ausfallen tut die deutsche Telekom zwar nicht, aber viel schneller ist sie auch nicht. Wenn ich zurück auf der Farm bin, hoffe ich auf ein Telecomwunder oder es gibt endlich andere zuverlässige Anbieter.

Natürlich gibt es viel zu erzählen über acht Monate Farmleben. Aber wollt Ihr wirklich seitenlanges Geschreibsel lesen? Wir lassen Bilder sprechen und dort, wo die Bilder Unterstützung brauchen – oder Ihr – gibt´s einen knappen Text. Einverstanden?

Also dann:

Wir fangen mit dem Wichtigsten an. Es hat seit langem mal wieder so etwas wie eine kleine Regenzeit gegeben. Regen schon im November. Zwar keine Riviere gelaufen und kein Wasser in den Dämmen aber schon viel Grün, das sich auch durch das trockene Gras des Vorjahres gekämpft hat.

Wasser und Grün ist Leben. Fohlen und Kälber:

Aranka ist eine Tochter von JC und Tatanka

Der alte Lenz spielt immer noch den Aufpasser

Bei den Kälbern ist es unser Kangal Wotan

Ob bei Tag oder nachts – unsere Kühe sind fleißig. Unser neuer Bulle von Ernie und Marco übrigens auch.

“Oma-Kalb” bevorzugte die nächtliche Geburt. Warum “Oma-Kalb”? Weil wir – vor allem Nieke – das Kalb großgezogen haben, das dennoch immer ein Kalb blieb. Jetzt hat sie ihr erstes eigenes Kalb und mal sehen, welcher Name Nieke dafür einfällt. “Enkel-Kalb”?

Zurück zu den Fohlen. Denn da gab es noch zwei. Wenngleich die Mütter Ice und Soraya sich viel Zeit ließen. Nach unserem Geschmack zu viel Zeit. Zuerst Ice mit ihrem Stutfohlen Oreo – auch von Tatanka.

Oreo traut ihr nicht so recht. Müde werden sie aber beide.

Soraya hat es dann wirklich spannend gemacht. Zwischendurch dachten wir, das wird nichts mehr. Bei der guten Weidesituation hatten viele Pferde dicke Bäuche. Aber dann hat sie doch noch so stolz wie lässig ihr Hengstfohlen Yuma präsentiert. Auch hier ist wieder Tatanka der Vater. Dieser Hengst aus eigener Zucht ist genau das, was wir wollten.

 

Tatanka

Und was gab´s sonst noch in den letzten acht Monaten? Viel natürlich. Ein bisschen davon:

Feuer auf einer Nachbarfarm. Ausgerechnet bei dem Nachbarn, der ein Schlamper ist. Wir mussten nachsorgen, damit das Feuer nicht wieder entfachte und auch unser trockenes Gras bedrohte.

 

Nicht alles, was von oben kommt ist gut.

Aber was oben ist, ist gut. Christian und Ruben haben in einer halsbrecherischen Aktion unsere zwei alten und maroden Wassertanks ersetzt.

Eine wahre Zirkusnummer

Geschafft!!! Danke Christian! Danke Ruben!

Die ganz schlechten Nachrichten gibt es leider immer noch. Die Wilderei nimmt eher zu als ab. Die Schlingen und Opfer, die wir finden sind nur ein Bruchteil von dem, was tatsächlich geschieht.

Berta riecht den Missbrauch.

Es bleibt nicht bei Wild. Auch Rinder sind Opfer.

Wenn es einen Zusammenhang zum nächsten Thema gibt, dann vielleicht diesen:

Hoffentlich unternimmt die neue Regierung energischere Schritte gegen die landesweite Wilderei als bisher. Bisher wurde damit kokettiert, wie erfolgreich die Wilderei von Elefanten und Nashörnern bekämpft wird. Das stimmt zum Teil auch. Dass alle anderen Wildarten im Land aber durch Wilderei mittlerweile rapide abnehmen, wird ignoriert. Bisher wurden wir Farmer mit wohlmeinenden Sprüchen “beruhigt”. Vor allem was den Einsatz der Polizei betrifft. Die neue Regierung – sie ist im Grunde die alte mit ein paar neuen Gesichtern. Zum ersten Mal ist eine Frau Präsidentin. Die Swapo hat sogar gegen alle Erwartungen die absolute Mehrheit zurückerobert. Was das mit Gross-Okandjou zu tun hat? Wenig. Bei uns haben sich die Wähler der Umgebung registrieren lassen können und ein “Wahllokal” waren wir dann auch.

Nachdem Wotan längst seine Villa hatte, wurde es Zeit, dass Josef – unser Mann bei den Rindern – auch eine bekommt. Es ist gar nicht so leicht, das Passende in Namibia zu finden.

Noch ein paar Bilder von den letzten acht Monaten einfach so?!

 

Tapfere Mädels – sie strahlen auch noch nach dem anstrengenden Dorob-Trail.

So sahen sie vor dem Start aus.

…und Schluss.

 

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Aus Grau macht Grün

Diese Wolken kamen oft aber kein Regen. Wenigstens nicht bei uns. Sollte es etwa wieder so ein Jahr werden wie das vergangene und einige davor? Das hätten wir nicht überstanden. Ihr merkt schon – “hätten” – . Hätte hätte Regenwette. Ich habe mit dieser Meldung so lange gewartet, um ganz sicher zu gehen. Und jetzt ist es eindeutig: DIESE REGENSAISON HAT UNS UND GANZ NAMIBIA GERETTET! Es fing so an wie auf dem Bild da oben. Der Futterbusch wurde grün – er ist immer der Erste – und dann wuchs das Gras so langsam dazwischen. Bei genauem Hinsehen erkennt man übrigens hinten in der Mitte eine Herde Springböcke. Sie scheinen mit den vielen Dürremonaten am besten klargekommen zu sein. Dann ging eigentlich alles ganz schnell. Die Riviere liefen mehrfach – besonders der Okandjou – die Dämme bekamen Wasser und das Gras wuchs schneller als das Auge es wahrnehmen konnte.

Das Bild vom Tierposten zeige ich gerne noch einmal, weil der Posten so wichtig ist. Er hat mehrfach Nachschub bekommen und sein Brunnen wird deswegen bald wieder Wasser nicht nur für den Tierposten selbst sondern auch für den Pipelineposten haben. D.h. dass wir auch die Weide in dem weiten Umfeld nutzen können.

Was das jetzt für unsere anderen Bohrlöcher – auch die, die schwächeln – bedeutet, müssen wir noch herausfinden. Es ist zwar eher unwahrscheinlich, dass wir plötzlich alle Probleme auf einen Schlag los sind, aber der Grundwasserspiegel wird hoffentlich wieder etwas steigen. Zeit haben wir auf jeden Fall gewonnen. Dennoch oder gerade wegen der guten Regensaison müssen wir für die Zukunft planen. Dürrejahre wird es weiter geben. Der Klimawandel, der in Namibia besonders deutlich ist, wird noch seinen Teil dazu beitragen. Im Moment genießen wir einfach die seltenen Bilder und neuen Perspektiven auf Gross-Okandjou.

 

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Diesmal passierbar?

Wer wagt sich voran? Junias unser Ride Guide natürlich. Es sieht harmlos aus, aber Junias weiß sehr gut, warum er vorsichtig ist. Der Omaruru kann tückisch sein. Das haben er und die Gäste unseres ersten Erongotrails in dieser Saison nur zu deutlich erfahren. Genau hier und auch anderswo war die Überquerung unmöglich.

Der Omaruru war mächtig abgekommen, wie das hier heißt. Der Erongotrail in der klassischen Form war buchstäblich ins Wasser gefallen. Die Leidtragenden waren unsere Gäste. Die aber haben auf sehr sympathische Weise verstanden, dass es gegen Naturgewalten dieser Art kein menschliches Mittel gibt. So erlebten sie – unfreiwillig zwar –  ein afrikanisches, namibisches Abenteuer, wie es selten vorkommt. Selten, weil die Regenzeiten in den letzten Jahren nicht so üppig waren, wie nicht nur wir Farmer sie dringend gebraucht hätten. Kein Regen, keine Weide, kein Wasser, keine laufenden Riviere. Diesmal war alles anders. Der Omaruru beruhigte sich zum Start des zweiten Erongotrails in diesem Jahr und die Gäste konnten Junias unbesorgt folgen. Folgen in die Erongoberge, die zu einem grünen Paradies geworden sind.

Aus dem Vollen schöpfen – das ist lange her. Mit vollem Magen lässt sich vieles ertragen. Wir kennen das. Bei den Pferden ist es nicht anders. Über Stock und Stein – kein Problem.

Die Giraffen sind keine Futterkonkurrenten.

 

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Viel zu früh

Ja, viel zu früh! Das sagt man zwar immer, aber meistens trifft es ja auch zu. Bei unserem Hermann besonders. Am 1. Januar ist er gerade erst 60 geworden. In der Nacht zum 7. März ist er gestorben. Mit 60 geht man in Namibia üblicherweise in Rente. Nicht aber Hermann. Er wollte unbedingt weitermachen. Und es sprach ja auch nichts dagegen. Wir waren mit ihm zufrieden. Mehr als das. Er war der ruhende Pol. Die anderen Mitarbeiter respektierten ihn. Ähnlich wie Johannes hatte er einen großen Anteil an der angenehmen Atmosphäre in unserem Team.

Vor drei Jahren im August würdigten wir ihn für 5 ununterbrochene Jahre bei uns. Bei Junias waren es zwar schon 15 Jahre, aber ich bin sicher, Hermann hätte das auch geschafft. Er war fit, gesund und stark und wollte bis zum Schluss weitermachen. Jetzt kam der Schluss völlig überraschend. Es ging alles so schnell. Und es war ungerecht. Seine Leber war total zerstört, obwohl er nie Alkohol getrunken hat. Irgendwo hatte er sich mit Hepatitis B angesteckt. Wir hatten ihm noch einen Termin im Staatskrankenhaus Windhoek besorgt. Dort wollte ein Spezialist schauen, ob seine Leber noch zu retten ist. Hermann aber wollte nicht mehr. Er wollte zurück in seine Heimat im Kavangoland zu seiner Familie. Ich denke, er wusste oder ahnte zumindest, dass ihm nicht mehr zu helfen war.

Wir werden bald merken, wie er uns fehlt. Nicht nur, weil er in seiner Arbeit sehr vielseitig war. Manchmal allerdings hat er sich auch seine Pausen gegönnt oder hat das Eine oder Andere vergessen. Aber einem wie ihm konnte man das nicht übel nehmen.

Ersatz für ihn? das wird schwer werden.

Jagdbegleiter, Fährtenleser, Führerschein, Schweißer, Metzger, Maurer, Maler, Mechaniker, Plumber…

…und ein liebenswerter Kerl!

 

 

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Dort regnet es

Ja, tatsächlich, dort regnet es bzw. hat geregnet. Mehrmals im Februar. Lange sah es so aus, als ob Gross-Okandjou mal wieder den Kürzeren zieht. Das redet man sich zu Beginn jeder Regensaison ein. Den Nachbarn geht es nicht anders. Gemessen an den Jahren zuvor scheint es sogar üppig geregnet zu haben. Das aber ist eine Täuschung. Genau genommen waren es bisher plus/minus 100mm und einige Ecken auf der Farm brauchen dringend mehr. Aber der Regen fiel in guten zeitlichen Abständen und hat das Bild schon total verändert. Riviere sind gelaufen und unsere Dämme haben Zulauf bekommen. Und wo es grau war, wurde es schnell grün. Erst der Futterbusch, dann die Morgensterne und schließlich auch das Gras. Wenngleich erkennbar ist, dass viele mehrjährige Gräser die lange Dürre nicht überlebt haben.

Macht Euch selbst ein Bild:

Wovon wir nicht genug bekommen – laufende Riviere:

Dieses Wasser füllt auch das Grundwasser auf. Gut für die Bohrlöcher und gut für die Brunnen. Besonders um den Tierposten haben wir uns Sorgen gemacht. Er ist jetzt aber vollgelaufen und kann so den Brunnen auf der anderen Seite des Dammes wieder auffüllen. Das dauert erfahrungsgemäß einige Wochen.

Der Neudamm braucht noch Einiges.

Die neue Grundschwelle im Kakadurivier Nähe Pipelineposten hat wieder mal den einen Teil ihres Jobs gemacht. Ob sie auch das Bohrloch am Posten auffüllt, haben wir bisher noch nicht feststellen können.

Das war erst der Februar. Auch der März ist noch ein wichtiger Regenmonat. Manchmal auch der April und sogar der Mai. Aber schon jetzt haben wir keinen Grund mehr zu jammern. Obwohl namibische Farmer ebenso wie deutsche Bauern es gerne tun.

Der Regengeist ist willkommen!

 

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Dorob Küstentrail 2025

Weil es so schön war… Es gibt ihn dieses Jahr wieder – den Dorob Küstentrail. Aber nur einmal!!!! Wenn der Erongotrail unser Sahnehäubchen ist, ist der Dorob Trail die Kirsche obendrauf. Wenn Ihr Appetit habt, müsst Ihr Euch beeilen. Die Plätze sind begrenzt.

Der Preis? € 3.750.-

Zugegeben – das ist nicht ohne, aber unser Aufwand ist groß und Ihr bekommt auch etwas Besonderes geboten. Von der Farm bis an die Küste. Atemberaubende Landschaften bis Ihr und die Pferde das Meer erst riechen und dann sehen. Jetzt verschnaufen und das Erlebte sacken lassen. Das glaubt Euch keiner zu Hause, was Ihr erlebt habt. Da müsst Ihr gar nicht übertreiben. Und Ihr könnt stolz sein – auf Euch und auf die Pferde. Ihr habt zusammen Einmaliges geleistet.

Wenn Ihr noch ein paar Appetitanreger braucht, schaut einfach in die News von Dezember 2023 und Januar 2024.

 

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Wer hat der Kokosnuss getraut?

 

Eine Kokosnuss und eine mit Wasser gefüllte Colaflasche. Hätte vielleicht auch eine mit Rinderurin gefüllte Fantaflasche sein können. Ach ja, und noch zwei Drähte.

Wenn man dringend Wasser braucht, lässt man sich offensichtlich auf so Einiges ein. Nachdem Leos Highttech-Suche nicht erfolgreich war, haben wir uns auf Marius eingelassen. Er war in Omaruru erfolgreich und wurde nicht müde, zu versichern, dass er immer Wasser findet. Das hatte bisher noch niemand gewagt. Also durfte Marius mit optimistischem Lächeln, seinem Helfer Andreas, einer Colaflasche – und ja – einer Kokosnuss auch zu uns kommen. Jeder Wünschelrutengänger hat da so seine eigene Methode. Die zwei traditionellen Drähte anstelle dünner Zweige hatte er auch dabei. Aber der Reihe nach:

Die Colaflasche

Selbstversuch

Bei Alina wäre sie tatsächlich beinahe dort runtergefallen, wo angeblich das Wasser zu finden war. Bei mir machte sie keinen Mucks. Auch die Kokosnuss zeigte Regungen – bei Alina.

Bei Marius sah das dann Alles schon viel professioneller aus.

Und tatsächlich! Da wo schon mal Jemand für uns Wasser angezeigt hatte und wir später auch mit geringem Erfolg  bohren ließen, fiel dem Marius die Nuss eigenmächtig runter.

Die Colaflasche übrigens – sagte Marius später – zeige ihm an, in welcher Tiefe das Wasser zu finden sei. Nun muss man fairerweise sagen, dass auch Marius zusätzlich mit ähnlichen Hightech-Geräten arbeitet wie Leo. Wir können nicht entscheiden, ob Kokosnuss und Cola vertrauenswürdiger sind als Highttech.  Neigen aber dazu, dem Marius zuzugestehen, dass er um sich oder für sich eine besondere, persönliche Aura schaffen möchte. Schließlich schläft die Konkurrenz nicht.

Wir ließen also bohren. An der Stelle, die vorher schon mal Jemand angezeigt hatte und die bei etwa 90 Metern auch etwas Wasser brachte – maximal 500 Liter in der Stunde. Für Dauernutzung zu wenig. Wer hat also der Kokosnuss getraut? Wir! Was blieb uns auch übrig? Wir brauchen eben Wasser. Colaflasche und Hightech – chinesisches übrigens – zeigten das Wasser bei 140 Metern an.

Und dann aber tatsächlich spritzte das Wasser bei 132 Metern.

Jetzt stellte sich natürlich sofort die Fragen, wieviel Wasser ist das nun und wie lange wird es halten. Die Art der Antworten ließ uns dann schon wieder zweifeln, ob wir wirklich das große Los gezogen haben. Marius hat eine sehr eigene Messmethode, die ein Laie nicht nachvollziehen kann.

Innerhalb weniger Stunden schwankten die Zahlen zwischen erst 2100 Liter pro Stunde, dann 1200 und schließlich empfahl er uns, die Pumpe auf nicht mehr als 1000 Liter pro Stunde einzustellen. Das ist gerade mal das Doppelte von dem, was wir in diesem Bohrloch schon bei 90 Metern pumpen konnten. Diese 1000 Liter helfen uns zwar, sind aber von einem kleinen Wunder weit entfernt. Zudem – wieder mit Laienverstand – kam uns der Verdacht, dass Marius mit seinem Bohrmeister das Wasser, das wir schon auf 90 Metern gefunden hatten, lediglich auf die 132 Meter transportiert hat. Wir sind so kritisch geworden, weil wir auf diesem Gebiet schon so Einiges erlebt haben. Ob wir Marius und seiner Kokosnuss Unrecht tun, werden wir erfahren, wenn wir über längere Zeit in diesem Bohrloch die Pumpe haben laufen lassen. Im Moment freuen wir uns bei so viel Trockenheit über unser Planschbecken.

 

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