Uns gibt es noch!!!

Ja, es gibt uns noch. Es gibt noch den alten Jerome, den alten Lenz, den alten Mister, nur leider den alten Herrmann nicht mehr. Das haben wir im Mai schon mitteilen müssen. Warum dann aber so lange Funkstille? Uns haben die Dürrejahre nicht in die Knie zwingen können, die Wilddiebe noch nicht und die Preissteigerungen auch nicht. Geschafft hätte es beinahe die namibische Telecom. Die kostet noch heute Nerven. Sie schafft es einfach nicht, stabiles Internet regelmäßig zu liefern. Ich habe aufgegeben. Sonst nicht so meine Art. Jetzt sitze ich in Deutschland und versuche Versäumtes nachzuholen. Oh Wunder, ausfallen tut die deutsche Telekom zwar nicht, aber viel schneller ist sie auch nicht. Wenn ich zurück auf der Farm bin, hoffe ich auf ein Telecomwunder oder es gibt endlich andere zuverlässige Anbieter.

Natürlich gibt es viel zu erzählen über acht Monate Farmleben. Aber wollt Ihr wirklich seitenlanges Geschreibsel lesen? Wir lassen Bilder sprechen und dort, wo die Bilder Unterstützung brauchen – oder Ihr – gibt´s einen knappen Text. Einverstanden?

Also dann:

Wir fangen mit dem Wichtigsten an. Es hat seit langem mal wieder so etwas wie eine kleine Regenzeit gegeben. Regen schon im November. Zwar keine Riviere gelaufen und kein Wasser in den Dämmen aber schon viel Grün, das sich auch durch das trockene Gras des Vorjahres gekämpft hat.

Wasser und Grün ist Leben. Fohlen und Kälber:

Aranka ist eine Tochter von JC und Tatanka

Der alte Lenz spielt immer noch den Aufpasser

Bei den Kälbern ist es unser Kangal Wotan

Ob bei Tag oder nachts – unsere Kühe sind fleißig. Unser neuer Bulle von Ernie und Marco übrigens auch.

“Oma-Kalb” bevorzugte die nächtliche Geburt. Warum “Oma-Kalb”? Weil wir – vor allem Nieke – das Kalb großgezogen haben, das dennoch immer ein Kalb blieb. Jetzt hat sie ihr erstes eigenes Kalb und mal sehen, welcher Name Nieke dafür einfällt. “Enkel-Kalb”?

Zurück zu den Fohlen. Denn da gab es noch zwei. Wenngleich die Mütter Ice und Soraya sich viel Zeit ließen. Nach unserem Geschmack zu viel Zeit. Zuerst Ice mit ihrem Stutfohlen Orea – auch von Tatanka.

Orea traut ihr nicht so recht. Müde werden sie aber beide.

Soraya hat es dann wirklich spannend gemacht. Zwischendurch dachten wir, das wird nichts mehr. Bei der guten Weidesituation hatten viele Pferde dicke Bäuche. Aber dann hat sie doch noch so stolz wie lässig ihr Hengstfohlen Yuma präsentiert.

Und was gab´s sonst noch in den letzten acht Monaten? Viel natürlich. Ein bisschen davon:

Feuer auf einer Nachbarfarm. Ausgerechnet bei dem Nachbarn, der ein Schlamper ist. Wir mussten nachsorgen, damit das Feuer nicht wieder entfachte und auch unser trockenes Gras bedrohte.

 

Nicht alles, was von oben kommt ist gut.

Aber was oben ist, ist gut. Christian und Ruben haben in einer halsbrecherischen Aktion unsere zwei alten und maroden Wassertanks ersetzt.

Eine wahre Zirkusnummer

Geschafft!!! Danke Christian! Danke Ruben!

Die ganz schlechten Nachrichten gibt es leider immer noch. Die Wilderei nimmt eher zu als ab. Die Schlingen und Opfer, die wir finden sind nur ein Bruchteil von dem, was tatsächlich geschieht.

Berta riecht den Missbrauch.

Es bleibt nicht bei Wild. Auch Rinder sind Opfer.

Wenn es einen Zusammenhang zum nächsten Thema gibt, dann vielleicht diesen:

Hoffentlich unternimmt die neue Regierung energischere Schritte gegen die landesweite Wilderei als bisher. Bisher wurde damit kokettiert, wie erfolgreich die Wilderei von Elefanten und Nashörnern bekämpft wird. Das stimmt zum Teil auch. Dass alle anderen Wildarten im Land aber durch Wilderei mittlerweile rapide abnehmen, wird ignoriert. Bisher wurden wir Farmer mit wohlmeinenden Sprüchen “beruhigt”. Vor allem was den Einsatz der Polizei betrifft. Die neue Regierung – sie ist im Grunde die alte mit ein paar neuen Gesichtern. Zum ersten Mal ist eine Frau Präsidentin. Die Swapo hat sogar gegen alle Erwartungen die absolute Mehrheit zurückerobert. Was das mit Gross-Okandjou zu tun hat? Wenig. Bei uns haben sich die Wähler der Umgebung registrieren lassen können und ein “Wahllokal” waren wir dann auch.

Nachdem Wotan längst seine Villa hatte, wurde es Zeit, dass Josef – unser Mann bei den Rindern – auch eine bekommt. Es ist gar nicht so leicht, das Passende in Namibia zu finden.

Noch ein paar Bilder von den letzten acht Monaten einfach so?!

Tapfere Mädels – sie strahlen auch noch nach dem anstrengenden Dorob-Trail.

So sahen sie vor dem Start aus.

Und Schluss….

 

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