Anfang September – genau genommen war es der 4. – traust Du ja deinen Ohren nicht, wenn es sich auf dem Blechdach so anhört, als würde es regnen. Das Geräusch blieb aber und tatsächlich, es war Regen, Regentropfen. Dabei blieb es aber nicht. Der Himmel wurde dunkler und aus dem Tröpfeln wurde Plätschern.
So wie wenn wir in der regulären Regenzeit wären. Schließlich wurden 5 Millimeter daraus – am Haus. Draußen hatten wir wie in jedem Jahr um diese Zeit noch keine Regenmesser installiert. Das war´s dann aber auch im September.
Der Staub war nach trockenen Monaten wieder einmal gebunden und die Grasbrandgefahr für wenigstens zwei Tage gebannt. Schon über so etwas kann sich ein Farmer in Namibia freuen.
Jetzt frage mich aber bitte keiner, was diese Überraschung für die kommende Regenzeit bedeutet. Diese Kaffeesatzleserei habe ich mir längst abgewöhnt. Möglicherweise haben die Altvorderen solche Zeichen noch richtig deuten können. Heute aber ist in Fragen des Wetters in Namibia das einzig Sichere die Unsicherheit.