Die letzte Wasserstelle

Erongotrail

MittagspauseEndloser Horizont

Das ist unser Sahnehäubchen. Ein Abenteuertrail in das Erongogebirge. Sie sehen es von Gross-Okandjou aus weit im Süden, können aber nur ahnen, was Sie dort erwartet.

Das Erongo ist ein riesiges privates Naturschutzgebiet, in dem gewissermaßen das alte Afrika wiederbelebt und konserviert wird. Elefanten und Giraffen leben dort wieder wie vor 100 Jahren und auch das Ansiedlungsprogramm der stark gefährdeten Nashörner ist kürzlich geglückt.

Die Buschmänner hatten hier ungestört von fremden Einflüssen schon vor tausenden von Jahren ihre Jagdgebiete bis sie von nomadisierenden Bantustämmen verdrängt wurden. Als hoffentlich bleibende Erinnerung haben sie unzählige Felsmalereien hinterlassen, die Geschichten ihres Alltags erzählen und ebenso eindrucksvoll belegen, dass diese Ureinwohner Afrikas – und wahrscheinlich auch unser aller Vorväter – ein hohes und sehr sensibles kulturelles Niveau hatten. Ein Niveau, das man gemeinhin sogenannten primitiven Jägerkulturen nicht zutraut.

In diesen spannenden Lebensraum reiten wir mit unseren Pferden. Nach zwei Tagen der Eingewöhnung auf unserer Farm sind wir sechs Tage unterwegs – fernab von jedem unnötigen Luxus, fernab von dem, was man gestern noch für wichtig gehalten hat. Natur pur, im Einklang mit sich und seinem Pferd. Unser Luxus auf diesem Weg in Afrikas Vergangenheit ist die Einmaligkeit dieses Erlebnisses. Das nimmt uns niemand mehr.

Abends unter dem Stern des Südens den Geräuschen Afrikas lauschen, verträumt und rechtschaffen müde ins Lagerfeuer dösen, auf dem die Kudusteaks und andere afrikanische Köstlichkeiten bruzzeln und in der linken Hand ein eiskaltes namibisches Bier, das nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut ist – unübertrefflich!

Wenn wir morgens aus den Zelten kriechen oder gar unter freiem Himmel in die Sonne blinzeln, köchelt schon der Kaffee auf der wieder entfachten Glut der Nacht.

Wer sich nicht schon am Abend erfrischt hat, kann jetzt schnell und diskret eine afrikanische Dusche genießen. Afrikanische Dusche? Was das ist, verraten wir nicht. Sie ist auch immer irgendwie anders, aber sie reicht für mehr als eine Illusion der Reinlichkeit. Obwohl, nach einer halben Stunde Ritt unter Afrikas Sonne und in dem feinen Staub des galoppierenden Vordermannes fühlen Sie sich wieder so, wie Sie sich gestern gefühlt haben und morgen fühlen werden. Kein schlechtes Gefühl! Es versetzt Sie wenigstens für ein paar Tage in den Glauben, akzeptierter Teil dieser einzigartigen Umwelt zu sein.

Wo Sie nach stundenlangem Ritt ankommen, sind wir schon. Die Pferde erwarten zwar von Ihnen erst einmal ganz persönlich versorgt zu werden - das möchte ja jeder richtige Reiter ohnehin tun – aber als nächstes ist für Ihr leibliches Wohl gesorgt.

Anfangs werden Sie denken, schaffen das die Pferde? Dann zweifeln Sie irgendwann an sich,  und letztlich merken Sie, dass Sie als Team die Herausforderung besser bestehen als gedacht. Sie lernen zu genießen und Ihren vierbeinigen Partner zu lieben. So läuft es normalerweise auf dem Erongotrail. Dem Reittrail, der zweifellos zu den schönsten Afrikas zählt.

Bevor Sie müde aber glücklich nach einer letzten, kilometerlangen Galoppade in unserem romantischen Trockenfluss wieder auf Gross-Okandjou ankommen, haben Sie sicher hautnah hoch zu Ross einige afrikanische Wildarten erlebt. Antilopen, Zebras und Giraffen ganz sicher. Für die selteneren und heimlicheren Elefanten, Nashörner und Leoparden kann es keine Garantie geben. Wir bewegen uns in unverfälschter freier Wildbahn. Auf Gross-Okandjou können Sie dann noch einmal Seele und Beine baumeln lassen. Es gibt aber auch Unentwegte, die die letzten zwei Tage noch zum Reiten nutzen. Auch das ist gut so. Wir haben genügend gut ausgebildete Pferde, die sich auf sympathische Reiter freuen.

Wem das alles immer noch nicht genügt, der kommt einfach noch einmal, feiert Wiedersehen mit “seinem” Pferd,  sieht den Trail das zweite Mal mit ganz anderen Augen oder nutzt eines unserer anderen Angebote rund ums Pferd. Obwohl wir jede pferdefreundliche Reitweise respektieren, haben wir manchmal so einen schwachen Anflug von missionarischem Eifer. Deshalb führen wir unsere Gäste gerne in unsere Variante des Natural Horsemanship ein und vermitteln Basiswissen des modernen Westernreitens.

 

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