Der sanfte Cowboy

Wir hätten den Termin beinahe verpatzt. Wahrscheinlich weil wir nicht wahrhaben wollten, wie schnell die Zeit vergeht. Junias ist jetzt schon zehn Jahre auf Gross-Okandjou. Eine Dekade, in der sich sehr viel bei uns getan hat – grundsätzlich aber auch mit den Pferden. Und daran hat Junias einen großen Anteil.

Als er zu uns kam, hatte er überhaupt keine Erfahrung mit Pferden. Mittlerweile wissen wir, dass das eher ein Vor- als ein Nachteil war. Denn es stimmt leider nach wie vor, dass die schwarzen Afrikaner zu Pferden ein völlig anderes Verhältnis haben als Europäer. Und wenn der Europäer dann noch ein Verfechter des Natural Horsemanship ist wie wir, dann umso mehr. Junias hat anfangs sicher auch gedacht, ich brauche einen Job, also lasse ich mich auf die Pferdestory ein.  Er hat dann aber sehr schnell verstanden, worum es geht und von uns gerne dazu gelernt. Wenn der Begriff nicht schon so abgewetzt wäre, könnte man getrost sagen, Junias sei ein Pferdeflüsterer.

Zum Glück also haben wir den Termin nicht verpatzt. Es wurde eine Art würdiger Familienfeier mit Mitarbeitern und Gästen.

Es folgen einige für Junias und seine Arbeit in den letzten Jahren typische Bilder.

Junias oben vor neun Jahren und unten heute. Da sage einer, der Mensch präge die Pferde. Ich finde, dass die sanften Pferde auch Junias geprägt haben. Er ist eine reife Persönlichkeit geworden. Und fotogen ist er zudem…

 

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