Damit habe ich nicht gerechnet

Die Situation war eigentlich ganz klar. Wir haben einen Windmotor am Gemsbockposten, den wir nicht mehr brauchen, wir haben den Wunsch von Heike, wieder einen Windmotor am Haus zu haben und wir haben am Haus noch ein freies Bohrloch, das nur wegen jahrelangen Nichtgebrauchs gereinigt werden muss – so um die 30 Meter tief. Kein Hexenwerk für einen professionellen Bohrmeister, wenngleich er dennoch mit seinem schweren Gerät anrücken muss. So weit so gut.

Ich habe nicht im Traum daran gedacht, dass das schief gehen könnte. Vor vielen Jahren hatten wir das Bohrloch genutzt. Der Wasserspiegel lag damals bei etwa 20 Metern. Also habe ich eigentlich nur gewartet, dass der Bohrmeister fertig wird und ich den Auftrag für das Umstellen des Windmotors geben kann. Es kam aber völlig anders. Bei 20 Meter kein Wasser, bei 30 nicht, bei 40 nicht, bei 50 nicht und bei 60 auch nicht. Schluss aus! Vorbei mit dem schönen Windmotor.

Nur wegen der Optik stelle ich ihn nicht dahin. Das geht mir gegen den Strich. Wenn schon, dann muss er auch arbeiten können. Er hätte wunderbar unsere runde Pferdetränke und die Wildtränke bedienen können. Wir haben zum Glück noch kein Wasserproblem am Haus. Aber diese neue Erfahrung gibt mir zu denken. Offensichtlich ist der Grundwasserspiegel doch erheblich gesunken, obwohl das Okandjourivier immer mal wieder gelaufen ist.

Im übrigen musste Daniel der Bohrmeister ohnehin auf hören, weil offensichtlich irgendwann etwas Metallisches in das Bohrloch gefallen ist. Brocken drohten seinen Bohrer zu beschädigen.

 

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